3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

5
 
4

ZNO vs.G99

3
 
4

KAC vs.RBS

2
 
3

HCI vs.VIC

4
 
3

BWL vs.MZA

3
 
4

DEC vs.VSV

0
 
0

HCB vs.AVS

0
 
0

HCI vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

MZA vs.HCB

0
 
0

G99 vs.BWL

0
 
0

KAC vs.ZNO

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

AVS vs.HCB

02.12.2016, Albert Schultz Halle, Wien, AUT, EBEL, UPC Vienna Capitals vs HCB Suedtirol Alperia, 25. Runde, im Bild Nicholas Palmieri (HCB Suedtirol Alperia) und Tyler Cuma (UPC Vienna Capitals) // during the Erste Bank Icehockey League 25th Round match between UPC Vienna Capitals and HCB Suedtirol Alperia at the Albert Schultz Ice Arena, Vienna, Austria on 2016/12/02. EXPA Pictures © 2016, PhotoCredit: EXPA/ Thomas Haumer EXPA/ Thomas Haumer

Die HF.at Play Off Vorschau: Vienna Capitals – HCB Südtirol



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Dienstag, 14.März 2017 - 10:00 - Halbfinalauftakt in der Erste Bank Eishockey Liga! Das beste Team der regulären Saison trifft auf den einzigen Außenseiter in der Vorschlussrunde. Die Vienna Capitals bekommen es mit dem HCB Südtirol zu tun, der erstmals seit dem Meistertitel eine Runde überstanden hat.

Vienna Capitals (1) – HCB Südtirol (6)
Saisonbilanz: 5:1 Siege, 14:4 Punkte, 26:14 Tore

Die Vienna Capitals haben die erste Hürde in den Play Offs souverän gemeistert und sich mit einem Sweep gegen Innsbruck durchgesetzt. Das führte dazu, dass die Hauptstädter seit dem 5. März keine Partie mehr absolviert haben und damit auch etwas aus dem Play Off Rhythmus geraten sind. Nach dem vierten Sieg im Viertelfinale genossen die Cracks der Capitals sogar freie Tage – etwas, das es in der Post-Season normaler Weise nicht gibt. Aber es war der Lohn für die konsequente Arbeit gegen die Haie.

Nun wartet auf das Team von Trainer Serge Aubin der nächste Tiroler Gegner, allerdings geht die Reise südlich des Brenners zum HCB Südtirol nach Bozen. Gegen die Foxes hat man eine sehr ähnliche Saisonbilanz wie schon gegen Innsbruck. Nur eine von sechs Partien wurde verloren – die allerdings auch erst nach Verlängerung und schon Ende Oktober. Danach gab es vier Siege in Folge, die beiden Partien in der Zwischenrunde wurden mit 5:1 und 5:0 sogar sehr deutlich zu Gunsten der Vienna Capitals entschieden.

Die zeigten sich in der ersten Play Off Runde in perfekter Form, konnten sogar die Power Play Schwäche ablegen und nicht weniger als 57,2% ihrer Überzahlspiele erfolgreich abschließen. Das überstrahlte sogar die Tatsache, dass sich die Wiener im Duell mit Innsbruck zu viele Strafen leisteten, der Gegner konnte das aber nicht ausnützen. Erwartungsgemäß setzte Serge Aubin im Viertelfinale durchgehend auf Jean Philippe Lamoureux, der mit einer Fangleistung von 91,2% allerdings „nur“ eine solide Leistung zeigte. Nach vorne klappte das Spiel der Hauptstädter wie erhofft gut, man zeigte die nötige Effizienz und letzten Endes entschied das kompaktere Team die Erstrundenserie.

Rein nach der Papierform sollte es jetzt sogar einfacher werden, denn nachdem die Capitals die Nummer 5 ausgeschaltet haben, geht es in Runde 2 gegen die Nummer 6 weiter. Aber der HCB Südtirol hat im Viertelfinale sehr viel Selbstvertrauen getankt und im dritten Anlauf endlich eine Serie gegen Linz gewonnen. Das gelang den Foxes dank einer sehr strikten Defensiv- und Kontertaktik, basierend auf einer großartigen Goalieleistung und höchst fairem Spiel. Dass die Bozener gegen Linz kein einziges Power Play Tor erzielen konnten weist zwar auf eine gewisse Schwäche hin, war aber gegen die trägen und wenig effizienten Black Wings kein echtes Problem.

In der ersten Runde konnte der HCB immer dann seine Tore schießen, wenn er sie am dringendsten benötigte. Das erinnerte schon frappant an die Meistersaison, als das Team von Tom Pokel in den Play Offs zu einer unglaublichen Einheit zusammenwuchs und sich auch von Rückschlägen nicht aus dem Tritt bringen ließ. Die Foxes gehen auch in diese Serie gegen Wien als krasser Außenseiter, haben dadurch aber nichts zu verlieren und können nur überraschen.

Der Druck liegt klar auf Seiten der Vienna Capitals, die nach dem Gewinn der ersten Meisterschaftsphase und der regulären Saison, sowie auch der Pick Round das Finale fast schon erreichen müssen. Die Erwartungshaltung bei den Hauptstädtern ist groß, ebenso das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Keine andere Mannschaft der EBEL kann im Spiel 5 gegen 5 so viel Druck aufbauen – und das über praktisch alle Linien.

Sehr auffällig auf beiden Seiten: es gibt keine echten Stars im Team, der Star ist die Mannschaft. Auch wenn bei den Wienern Riley Holzapfel mit 10 Punkten aus 4 Spielen (7 Tore!) herausragend agiert hat im Viertelfinale. Bei den Bozenern war es Brodie Reid, der mit 4 Toren und 3 Assists gegen Linz zum Serien-Entscheider wurde. Aber auch sonst haben bei den Südtirolern einige Spieler einen gewichtigen Schritt nach vorne gemacht und sich voll in den Dienst der Sache gestellt. Das müssen die Foxes nun fortsetzen und zeigen, dass es auch gegen die Vienna Capitals reicht.

Das dürften sich auch die Fans denken, laut Medienmeldungen ist der Vorverkauf für die Heimspiele der Wiener nur schleppend angelaufen. Für das erste Duell im Halbfinale sind nur etwas mehr als 4.000 Tickets verkauft worden. Man hofft auf Spätentschlossenen. Ganz anders die Euphorie in Bozen, wo schon gegen Linz im letzten Heimspiel mehr als 6.000 Fans in die Palaonda pilgerten. Angesichts des Laufs der Foxes wird sich das im Halbfinale fortsetzen und sollten die Bozener tatsächlich nach einer Überraschung greifen, wird die Eiswelle wohl erstmals seit Jahren vollständig gefüllt sein.

Es ist die erste Play Off Serie zwischen diesen beiden Mannschaften. Der HC Bozen konnte erstmals seit dem Meistertitel eine Play Off Runde erfolgreich überstehen und ist das einzige verbleibende internationale Team im Wettbewerb. Das kennt man aus der Saison 13/14, als die Südtiroler als erste nicht-österreichische Mannschaft den Titel eroberte und damit Geschichte schrieb.

Es würde dennoch einem Wunder gleich kommen, könnten die Foxes auch Runde 2 so überraschend gestalten wie das Viertelfinale. Die Vienna Capitals sind in praktisch allen Mannschaftsteilen besser besetzt, haben eine sehr starke Saison gespielt und waren gegen Innsbruck sehr konzentriert. Auch auf das Halbfinale haben sich die Hauptstädter sehr gut vorbereitet, wollen ein intensives Spiel gegen die beherzt kämpfenden Südtiroler aufs Eis bringen. Man hat gesehen, wie schwer die Foxes einem das Leben machen können, doch die Capitals sind ein ganz anderes Kaliber als die Black Wings. Für den HCB wird es darauf ankommen, eines der ersten beiden Matches zu gewinnen und sich dann an diesem Sieg aufzurichten. So kann Tom Pokels Kämpfertruppe im besten Fall erneut zu einem Lauf ansetzen, wenngleich das gegen die cleveren und abgebrühten Capitals sehr schwer werden wird. Die Last des Gewinnens liegt dennoch auf den Schultern der Hauptstädter, die diese Favoritenrolle auch in der zweiten Runde gerecht werden müssen. Der HCB hingegen kann befreit aufspielen, wenn das so knapp vor dem Finale überhaupt noch möglich ist. Mehr als das ein oder andere Spiel zu gewinnen wird für die Italiener aber eher nicht drin sein.
Hockeyfans.at Prognose: Vienna Capitals in 5 bis 6 Spielen

Die Termine des Duells:
Di, 14.03.2017 (19:45): Vienna Capitals (1) – HCB Südtirol (6)
Fr, 17.03.2017 (19:45): HCB Südtirol – Vienna Capitals
So, 19.03.2017 (18:30): Vienna Capitals – HCB Südtirol
Di, 21.03.2017 (19:45): HCB Südtirol – Vienna Capitals
*Fr, 24.03.2017 (19:45): Vienna Capitals – HCB Südtirol
*So, 26.03.2017 (14:00): HCB Südtirol – Vienna Capitals
*Di, 28.03.2017 (19:45): Vienna Capitals – HCB Südtirol

*...falls notwendig


passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga


Quelle:red/kf