4
 
3

DEC vs.KAC

5
 
3

VIC vs.HCI

2
 
5

KAC vs.VIC

3
 
4

HCB vs.VSV

7
 
5

G99 vs.MZA

8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.HCB

0
 
0

ZNO vs.AVS

0
 
0

RBS vs.BWL

0
 
0

KAC vs.DEC

0
 
0

VIC vs.HCB

0
 
0

HCI vs.G99

Dan DaSilva (EHC Liwest Black Wings Linz) und Maxwell Joseph Everson (HCB Suedtirol Alperia)  EHC Liwest Black Wings Linz vs HCB Suedtirol Alperia 3. Viertelfinale BWL / Reinhard Eisenbauer

Overtimesieg und Matchpuck Bozens gegen die Black Wings



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Sonntag, 05.März 2017 - 22:35 - 6.087 Zuschauer und damit so viele Fans wie noch nie in dieser Saison waren in die Bozener Eiswelle gepilgert, um dem HCB Südtirol zum 3:1 in der Viertelfinalserie gegen Linz zu peitschen. Die Foxes erwiesen sich als überaus clever, diszipliniert und im Abschluss sehr effizient, siegten mit 5:4 nach Verlängerung und holten damit Matchpucks gegen die Black Wings!

Keinerlei Veränderung gab es bei den Line Ups beider Teams im Vergleich zum Freitagsspiel. Das heißt, dass bei Linz weiterhin Rick Schofield fehlte, der zwar die Reise nach Bozen angetreten hat, aber noch immer nicht einsatzfähig ist. Nachdem die Black Wings im letzten Match ohne Torerfolg geblieben waren, erwartete man in Südtirol eine ähnliche Performance wie in Spiel 3. Das Match begann schließlich unerwartet offensiv und der HCB zeigte sich deutlich angriffslustiger als noch in Linz. In der 3. Minute gab es dann das erste Mal in dieser Serie so etwas wie Play Off Stimmung, als Kevin Moderer gegen Marc-Oliver Vallerand zum Fight antrat und diesen nach Punkten klar gewann. Die Partie wurde danach etwas ruhiger und ganz langsam schienen sich die nervös wirkenden Black Wings im Match einzufinden.

Bis dann in der 7. Minute Travis Oleksuk vor dem Tor frei stand und diese Einladung gerne annahm. Der Stürmer erzielte das 1:0 für die Gastgeber, die damit einen Start nach Wunsch erwischten. Der Treffer zeigte Wirkung, denn die Mannschaft von Rob Daum wirkte im Defensivbereich völlig verunsichert und leistete sich einige Aussetzer. Es mussten einige Minuten vergehen, ehe die Gäste wieder besser in Schwung kamen und ihrerseits gefährlich vor Marcel Melichercik auftauchten. Noch waren die Versuche aber nicht druckvoll genug, erst in der 18. Minute wurden die Stahlstädter richtig gefährlich. Zuerst ließ Curtis Loik noch einen Querpass von Oberkofler fast kläglich aus, um Sekunden später einen Weitschuss von Brett Palin unhaltbar abzufälschen. Das 1:1, das den Black Wings durchaus einen Boost hätte geben können, wenn die Oberösterreicher nicht sofort das zweite Gegentor kassiert hätten. Wieder war es Travis Oleksuk, der in der 19. Minute nach einem Abpraller von Ouzas und einem allgemeinen Stillstand in der Linzer Abwehr zur Stelle war - er erzielte das 2:1 und markierte damit auch den Stand nach 20 Minuten.

Das Match nahm aber einen ähnlichen Verlauf wie das Duell am Freitag. Die Black Wings kamen in der 22. Minute zum Ausgleich Dan DaSilva durfte sich über sein erstes Tor seit dem 29. Jänner freuen und es stand 2:2. Der HCB Südtirol wirkte nun zunehmend angeschlagen, die Zweikämpfe gingen immer öfter an die Linzer und diese näherten sich der Führung in der Partie. Potulny und McLean, Lebler, Hofer - die Chancen waren da, das Tor wollte aber nicht fallen. Stattdessen zeigte Vallerand die Linzer Defensivschwächen auf und überlief den zu langsamen Brett Palin in der 30. Minute. Der konnte nur noch zusehen, wie der Stürmer auf 3:2 stellte - effizient waren sie, diese Foxes, die immer wieder schmerzhaft zubissen.

Aber Linz war dieses Mal nicht geschockt und konterte selbst schnell. In der 31. Minute war es der überaus auffällige Curtis Loik, der doppelt scheiterte. Danach war der Stürmer uneigennützig und spielte auf Daniel Oberkofler, der mit seinem zweiten Tor in dieser Serie zum 3:3 ausglich. Es war nun ein Match, das sich erneut verstärkt im Angriffsdrittel der Oberösterreicher abspielte. Die Linzer drückten den Gegner tief nach hinten, aber die Führung wollte den Daum-Schützlingen nicht gelingen. Dafür leistete man sich in der eigenen Abwehr immer wieder einmal ein paar Schreckmomente, die ohne Strafe verstrichen. Es ging mit dem 3:3 in die letzten zwanzig Minuten.

In diesem begannen die Linzer abermals mit den besseren Chancen, alleine zwischen der 44. und 45. Minute hatten Dorion, Lebler und DaSilva drei hunderprozentige Chancen liegen gelassen. Der HCB Südtirol stand unerschütterlich hinten drin und hatte auch das Glück des Tüchtigen. In der 45. Minute hatte Marcel Melichercik gerade noch gerettet, dann war Brodie Reid auf und davon und schoss, Mike Ouzas ließ diesen haltbaren Schuss durch - Bozen führte mit 4:3! Jetzt entwickelte sich ein Spiel ganz nach dem Geschmack der Italiener, die weiterhin ihr Defensivkonzept verfolgen konnten und dann nach vorne schmerzhafte Nadelstiche setzten. Die Linzer drückten, speilten viel in der Angriffszone, kamen dem Ausgleich aber nicht so richtig näher. Stattdessen tickte die Zeit gegen die Stahlstädter und Bozen blieb nach vorne sehr gefährlich. Das Team von Rob Daum hatte sein Pulver scheinbar verschossen, denn die Linzer fielen zusehends ab. Bozen setzte sich wieder vorne fest und Mike Ouzas hatte einige Male alle Hände voll zu tun. Sieben Minuten vor dem Ende schienen die Matchpucks in der Serie zum Greifen nahe zu sein.

Linz fand überhaupt keinen Weg mehr, um ins Angriffsdrittel vorzustoßen, zu gut standen die Foxes an der eigenen blauen Linie. Statt rollender Angriffe der hinten liegenden Gästen hatte der HCB ein ums andere Mal die Chance, alles klar zu machen. Bis zur 57. Minute hatte das Team von Rob Daum keinen Plan mehr, dann aber beendete Fabio Hofer seine Torsperre und schoss das 4:4. Sekunden später hätte Ryan Potulny sogar die Führung erzielen können, aber Melichercik machte alles richtig und hielt. Auf der gegenüberliegenden Seite standen plötzlich Vallerand und Root im 2 gegen 1 vor Ouzas, aber auch dieser Sitzer blieb ungenützt. Das Match ging in die Verlängerung, das Zittern ging weiter...

Zum zweiten Mal in dieser Serie mussten Extraschichten geschoben werden - in Spiel 1 hatte sich Linz zu Hause durchgesetzt. Damals hatte Lebler in der 69. Minute zum 2:1 getroffen. Der großgewachsene Stürmer hatte in der 62. Minute schließlich auch die erste richtig große Chance, scheiterte aber alleine vor Melichercik. In einem daraufhin folgenden Power Play waren es Lebler und McLean, die an der Ineffizienz der Black Wings festhielten. Es blieb beim 4:4, Bozen konnte durchatmen und sollte für ein paar Momente das Geschehen am Eis diktieren. Nur Brett McLean hatte auf Linzer Seite noch eine Riesenchance, ehe Luca Frigo dem Treiben am Eis ein Ende setzte. Der HC Bozen bejubelte in der 69. Minute das 5:4 und damit den dritten Sieg in dieser Serie.

Die Linzer werden sich nach den letzten beiden Partien fragen, wie man solche Spiele verlieren kann. Aber der HCB Südtirol zeigte sich abermals kämpferisch, immer gefährlich und sehr effizient. Dazu hatte man den besseren Torhüter, der einmal mehr zum Matchwinner avancierte und in den entscheidenden Phasen zur Stelle war. Linz darf sich jetzt keine Niederlage mehr gegen die Foxes leisten, um nicht zum allerersten Mal unter Rob Daum im Viertelfinale aus dem Bewerb zu fallen. Bozen hingegen fehlt nur noch ein Sieg für den Einzug ins Halbfinale.

HCB Südtirol - LIWEST Black Wings Linz 5:4 n.V. (2:1, 1:2, 1:1, 1:0)
Tore: 1:0 Oleksuk (7.), 1:1 Loik (18.), 2:1 Oleksuk (19.), 2:2 DaSilva (22.), 3:2 Vallerand (30.), 3:3 Oberkofler (31.), 4:3 Reid (45.), 4:4 Hofer (57.), 5:4 Frigo (69.).

Stand im Play Off Viertelfinale (Best of Seven):
LIWEST Black Wings Linz – HCB Südtirol 1:3 (2:1 n.V., 1:3 ,0:2, 4:5 n.V.)

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Quelle:red/kf