8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

4
 
3

HCI vs.G99

2
 
3

ZNO vs.AVS

3
 
2

VIC vs.HCB

4
 
2

RBS vs.BWL

3
 
1

KAC vs.DEC

0
 
0

RBS vs.AVS

0
 
0

BWL vs.G99

0
 
0

DEC vs.ZNO

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
0

G99 vs.KAC

0
 
0

AVS vs.BWL

0
 
0

VSV vs.VIC

0
 
0

ZNO vs.HCB

Dan DaSilva (EHC Liwest Black Wings Linz) und Jesse Root (HCB Suedtirol Alperia)  EHC Liwest Black Wings Linz vs HCB Suedtirol Alperia 3. Viertelfinale

Break! Bozen gewinnt dank Abwehrschlacht in Linz mit 2:0



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Freitag, 03.März 2017 - 21:30 - 36:17 Schüsse nach 40 Minuten - es war ein einziger Abwehrkampf, den der HC Bozen über weite Strecken beim Auswärtsspiel in Linz ablieferte. Aber die Südtiroler spielten ihre Taktik konsequent und konterten im letzten Drittel zum 2:0 Sieg über die Black Wings. Damit gehen die Foxes in der Serie mit einem Break in Führung.

Wie erwartet gestaltete sich das Duell zwischen Linz und Bozen schon in den ersten beiden Viertelfinalpartien sehr eng und entsprechend spannend sollte es auch in Spiel 3 weiter gehen. Die Black Wings hatten sich vor eigenem Publikum viel vorgenommen und wollten vor allem ihre Torgefahr wieder finden. Dem setzte der HCB Südtirol sein einfaches, aber sehr effektives Defensivspiel entgegen. Es waren zwar die Hausherren, die rein optisch den Ton in der Anfangsphase angaben, die besseren Chancen hatten aber in den ersten Minuten die Gäste. Es war wieder einmal ein Kampf auf Biegen und Brechen, mit viel Körpereinsatz und mit Fortdauer des Drittels immer vehementer angreifenden Gastgebern.

In der 9. Minute zog Dan DaSilva's Schuss knapp am langen Eck vorbei, zwei Minuten später konnte Daniel Oberkofler einen Bauerntrick von Curtis Loik nicht nützen. Linz war knapp dran an der Führung, lief aber immer wieder in Konter. So kam Jesse Root in der 14. Minute völlig freistehend vor dem Tor zum Backhandschuss, vergab diesen Sitzer aber. Die letzten Minuten standen schließlich im Zeichen eines Linzer Power Plays, in dem die Oberösterreicher gewaltigen Druck auf Marcel Melichercik ausübten. Schuss um Schuss wurde auf das HCB Gehäuse abgegeben, aber es blieb trotz 17:10 Torschüssen beim torlosen Remis.

Das sollte sich auch nach den nächsten zwanzig Minuten nicht ändern. Das Spiel wurde noch intensiver, der Körpereinsatz auf beiden Seiten war sehenswert, die Zweikämpfe wurden immer mehr. In der 25. Minute atmeten die Fans in der Keine Sorgen EisArena tief durch, als ein Weitschuss von Clark Seymour an die Stange ging. Glück für die Black Wings, die aber insgesamt weiterhin das deutlich bessere Team waren. Fast das gesamte Mitteldrittel wurde in der Defensivzone der Italiener absolviert, die standen aber so geschickt, dass die Torchancen der Hausherren überschaubar blieben. Wenn, dann kamen die Stahlstädter durch Weitschüsse zu Möglichkeiten. Altmann, DaSilva und noch einmal Altmann waren kurz vor der Hälfte der Partie mit Blue Linern gefährlich, Kevin Moderer stand in der 33. Minute alleine vor dem Tor, brachte seinen Schuss aber noch nicht einmal aufs Tor. Wenig später scheiterten auch noch DAversa und Loik, ehe die erste Angriffslinie der Linzer ebenfalls an den vielen Beinen vor dem HCB Tor verzweifelte.

Es war ein Abwehrkampf der Mannschaft von Tom Pokel, die aber immer wieder gefährlich konterte und bei den wenigen Vorstößen sogar mehr Gefahr verströmte, als die stark drückenden Black Wings. So blieb es zur zweiten Pause beim torlosen Remis und die Chance der Südtiroler auf das Break lebte weiter. Es war eine Abwehrschlacht der Pokel Truppe, wie sie im Buche steht.

Kurz nach dem Beginn im letzten Drittel schien die Torsperre gebrochen: Brett McLean hatte die Scheibe über die Linie gearbeitet, Linz jubelte. Aber die Freude wurde von den Referees im Keim erstickt, denn das Tor wurde nach dem Videostudium nicht gegeben. Es blieb beim 0:0 und das Match war weiterhin eine Partie auf Messers Schneide. Die Black Wings stürmten nun mit der Wut im Bauch und der HCB konterte zunehmend zielstrebiger. Everson kam in der 47. Minute zum Schuss und Mike Ouzas wackelte dabei, aber der Keeper der Gastgeber konnte die Null ebenso festhalten wir Marcel Melichercik.

Es war ein Match der Nerven und inzwischen wogte das Spielgeschehen hin und her. In der 49. Minute tauchte Travis Oleksuk plötzlich ganz alleine vor dem Linzer Gehäuse auf, Mike Ouzas lag schon am Boden, aber der HCB Stürmer brachte die Scheibe nicht hoch. Die Schlussphase begann und noch immer war kein Tor in der Keine Sorgen EisArena gefallen. An den Chancen lag das nicht, es war vielmehr eine Kombination aus Ineffizienz und kompakten Defensivleistungen, die hier noch immer eine Torsperre aufrecht erhielten.

Es war dieser eine Fehler, der dann die Partie entschied. Mario Altmann stürzte bei einem Schussversuch, Brodie Reid war auf und davon und hatte keine Mühe dieses 2 gegen 0 Break zum 1:0 abzuschließen. Die Abwehrschlacht ging danach weiter, denn die Black Wings holten bereits knapp 2 Minuten vor dem Ende Torhüter Ouzas vom Eis und wollten den Ausgleich mit einem Mann mehr erzwingen. Stattdessen kassierten die Oberösterreicher aber noch das 0:2 ins leere Tor - damit war der Deckel auf dieser Partie drauf.

Die Defensivkünstler aus Italien hatten mit ihrer Taktik Erfolg und schafften das Break in Linz. Nach 10 Auswärtsniederlagen ein ganz wichtiger Erfolg für die Südtiroler, die damit in der Best of Seven Serie mit 2:1 in Führung gingen und den Druck auf das Team von Rob Daum schwer erhöhten.

LIWEST Black Wings Linz – HCB Südtirol (0:0, 0:0, 0:2)
Tore: 0:1 Reid (57.), 0:2 Insam (60./EN).

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Quelle:red/kf