8
 
3

BWL vs.ZNO

5
 
3

DEC vs.RBS

2
 
4

AVS vs.HCI

4
 
3

HCI vs.G99

2
 
3

ZNO vs.AVS

3
 
2

VIC vs.HCB

4
 
2

RBS vs.BWL

3
 
1

KAC vs.DEC

0
 
0

RBS vs.AVS

0
 
0

BWL vs.G99

0
 
0

DEC vs.ZNO

0
 
0

HCI vs.RBS

0
 
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G99 vs.KAC

0
 
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AVS vs.BWL

0
 
0

VSV vs.VIC

0
 
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ZNO vs.HCB

16.10.2016, Tiroler Wasserkraft Arena, Innsbruck, AUT, EBEL, HC TWK Innsbruck die Haie vs UPC Vienna Capitals,10. Runde, im Bild v.l.n.r.: Jamie Fraser (UPC Vienna Capitals) und John Lammers (HC TWK Innsbruck Die Haie) // during the Erste Bank Erste Bank Icehockey 10th round match between HC TWK Innsbruck  die Haie and UPC Vienna Capitals at the Tiroler Wasserkraft Arena in Innsbruck, Austria on 2016/10/16. EXPA Pictures © 2016, PhotoCredit: EXPA/ Jakob Gruber EXPA/ Jakob Gruber

Die HF.at Play Off Vorschau: Vienna Capitals – HC Innsbruck



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Donnerstag, 23.Februar 2017 - 8:41 - Der HC Innsbruck hat es geschafft! Erstmals seit der Rückkehr in die EBEL stehen die Tiroler wieder in den Play Offs. Dort wartet in Runde 1 aber ausgerechnet die Nummer 1 der Liga. Die Vienna Capitals haben sich mit konstanter Arbeit zum Titelfavoriten gemausert.

Vienna Capitals (1) – HC Innsbruck (5)
Saisonbilanz: 5:1 Siege, 15:3 Punkte, 26:16 Tore

Die Vienna Capitals werden heuer das Finale erreichen. Das wäre die logische Konsequenz der Serie der letzten Jahre. Seit dem Jahr 2004 standen die Wiener immer im Finale, scheiterten aber seit 2012 immer im Viertelfinale – oder schafften es bis ins Endspiel. Und das immer abwechselnd, sprich: 2012 Viertelfinale, 2013 Finale, 2014 Viertelfinale, 2015 Finale, 2016 Viertelfinale. Also deutet alles aufs Finale hin…

Ganz so abwegig ist das nicht, immerhin sind die Hauptstädter bisher das beste Team der Saison. Die Capitals haben schon die erste Phase der Meisterschaft gewonnen und sich am Ende auch in der Zwischenrunde durchgesetzt. Zwar nicht mehr ganz so souverän, aber noch immer mit einer 60prozentigen Erfolgsquote und der zweitbesten Defensive der Liga. Das ist auch das Prunkstück der Wiener, die mit Jean-Philippe Lamoureux den vermutlich besten Torhüter der Liga haben, wenn es darauf ankommt. Aber auch David Kickert liefert eine sehr gute Saison ab und kann die Nummer 1 jederzeit entlasten. Davor steht eine sehr kompakte Defensive und ein System, das von Trainer Serge Aubin so verfeinert wurde, dass die Caps als bestes Team bei 5 gegen 5 gelten. Kein Wunder, dass die Fans vor allem das Power Play immer wieder als einzige Achillesferse erkannten, das hat sich zuletzt aber durchaus gebessert.

Die Wiener hatten im Sommer ohne Zweifel Glück. Einerseits profitierte man davon, dass Lamoureux beim Vertragspoker kein gutes Blatt hatte, andererseits verfiel man nicht in Panik und reagierte schnell, als die Hamburg Freezers ihre DEL Lizenz zurücklegten. So baute man ein starkes Kollektiv, das ohne große Stars auskommt. Kein Wunder, dass der erste Wiener Spieler in der Scorerliste auf Rang 9 zu finden ist. Unter den Top 25 haben die Aubin-Schützlinge nur zwei Cracks – nur Bozen, Ljubljana und Fehervar haben weniger Spieler unter den Besten der EBEL. Aber in Wien hatte das keinen Einfluss auf den Erfolg. In der ersten Phase konnten die Hauptstädter was die erzielten Tore betrifft noch mithalten und brachten es auf 3,43 Treffer pro Match. In der Zwischenrunde waren es nur noch 3 pro Match, was allerdings auch daran lag, dass die Gegner stärker waren.

Gerade gegen den HC Innsbruck gelangen aber immer viele Tore. Unvergessen die einzige Saisonniederlage gegen die Haie, als die Tiroler am 15. November mit 9:7 in Kagran siegten. Das sind die Momente, an denen sich die Innsbrucker vor diesem Duell aufrichten werden. Allerdings wird es schwer für den HCI, der eine veritable Auswärtsschwäche hat. In der Pick Round wurde in der Fremde kein einziger Punkt geholt, insgesamt konnte der Tabellenfünfte in der laufenden Meisterschaft nur 7 Auswärtspartien gewinnen! Und jetzt bekommt man es mit der Nummer 1 der Liga zu tun, die zudem zu Hause eine Macht ist. 4:1 Siege in der Pick Round, 18:4 Siege in der ersten Phase. Oft haben die Capitals nicht in der eigenen Halle verloren.

Wollen die Haie aber in dieser Viertelfinalserie reüssieren, dann brauchen sie mindestens einen Auswärtserfolg. Dass die Tiroler mit einem Offensivspektakel ins Play Off gekommen sind deutet an, wo die Stärken dieser Mannschaft liegen. Die Haie können immer Tore schießen, vergessen dabei aber sehr häufig die Defensive. 197 Gegentore in 54 Spielen sind viel und ein Zeichen dafür, dass man gegen die Capitals vor allem hinten deutlich besser stehen muss. Dass es ausgerechnet gegen den Viertelfinalgegner sehr häufig nicht besonders gut klappte mit dem Toreschießen ist offensichtlich. Nimmt man das Torfestival vom 9:7 aus der Wertung hat der HC Innsbruck in den anderen 5 Saisonduellen nur 7 Tore gegen die Hauptstädter erzielen können.

Der HC Innsbruck stand den Vienna Capitals übrigens schon einmal in der ersten Play Off Runde gegenüber. Im Frühjahr 2008 kamen die Hauptstädter mit einem Sweep weiter, um dann selbst in der Vorschlussrunde ohne Sieg zu bleiben. Das letzte Mal, dass die Tiroler überhaupt eine Runde in der Post-Season der höchsten Spielklasse überstanden ist schon sehr lange her. In der Saison 2002/03 warfen die Haie die Graz 99ers aus dem Bewerb und stießen ins Halbfinale vor. Innsbruck hat als Eishockeystandort eine lange Geschichte, kämpfte aber in den letzten Jahren immer wieder um die Akzeptanz unter den Fans. Das hat sich mit dem Lauf dieser Saison geändert, in den Play Offs kann man als krasser Außenseiter ohne großen Druck aufspielen und nur überraschen. War man in der letzten Saison wieder einmal nur Vorletzter, konnte man mit Trainer Rob Pallin einen gewaltigen Schritt nach vorne machen und sich in den letzten Wochen in der Pick Round ohne Stress auf die wichtigste Zeit des Jahres vorbereiten.

Dass der HCI in der Zwischenrunde sieben Mal verlor, davon zuletzt drei Mal in Folge ist ein Hinweis darauf, dass noch einiges zu den ganz großen Teams und Meisterfavoriten der Liga fehlt. Dennoch haben die Haie durchaus das Zeug dazu, den Vienna Capitals eine heiße erste Runde zu liefern und den Meisterschaftskandidaten zumindest zu ärgern. Für mehr wird es vermutlich nicht reichen, zu ausgeglichen und tief besetzt sind die Wiener. Zu gut stehen sie in der Defensive und haben in praktisch allen Kaderteilen deutliche Vorteile. Einzig was das Toreschießen betrifft waren die Haie das bessere Team, wenn es dem Capitals gelingt diese Offensive halbwegs unter Kontrolle zu halten, dann sollte dem Einzug ins Halbfinale nichts im Weg stehen. Und wenn das gelingt, dann sagt das Gesetz der Serie, dass es noch eine Runde weiter geht…
Hockeyfans.at Prognose: Vienna Capitals in 5 Spielen

Die Termine des Duells:
So, 26.02.2017 (17:30): Vienna Capitals (4) – HC Innsbruck (6)
Di, 28.02.2017 (19:15): HC Innsbruck – Vienna Capitals
Fr, 03.03.2016 (19:45): Vienna Capitals – HC Innsbruck
So, 05.03.2016 (17:30): HC Innsbruck – Vienna Capitals
*Di, 07.03.2016 (19:15): Vienna Capitals – HC Innsbruck
*Fr, 10.03.2016 (19:15): HC Innsbruck – Vienna Capitals
*So, 12.03.2016 (17:30): Vienna Capitals – HC Innsbruck




passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga


Quelle:red/kf