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DEC vs.RBS

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AVS vs.HCI

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HCI vs.G99

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ZNO vs.AVS

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VIC vs.HCB

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RBS vs.BWL

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KAC vs.DEC

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ZNO vs.HCB

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VSV vs.HCI

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DEC vs.ZNO

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RBS vs.AVS

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BWL vs.G99

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VSV vs.VIC

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HCI vs.RBS

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G99 vs.KAC

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AVS vs.BWL

Sebastien Piche (EHC Liwest Black Wings Linz) scort, EHC Liwest Black Wings Linz vs HCB Suedtirol Alperia BWL Reinhard Eisenbauer

Die HF.at Play Off Vorschau: Black Wings Linz – HC Bozen



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Mittwoch, 22.Februar 2017 - 6:39 - Am Ende wollte niemand den HC Bozen als Gegner picken und so blieben die die Linzer blieben als Gegner für die zuletzt eher schwächelnden Italiener über. Schon wieder, denn bereits in den beiden letzten Jahren standen sich diese beiden Teams im Viertelfinale gegenüber. Bisher setzten sich immer die Oberösterreicher durch, allerdings spricht der Fluch des vierten Platzes gegen die Mannschaft von Rob Daum.

Black Wings Linz (4) – HCB Südtirol (6)
Saisonbilanz: 4:2 Siege, 12:7 Punkte, 23:19 Tore

Alle Jahre wieder.... treffen die Black Wings in den Play Offs auf einen altbekannten Gegner. War das früher sehr häufig der VSV, was den Kärntnern den Titel „Lieblingsgegner“ eintrug, ist es nun schon im dritten Jahr hintereinander der HC Bozen. Wer sich an die letzten Jahre erinnert weiß, dass sehr viel Brisanz in diesem Duell steckt. Verletzte Spieler, Sperren, Untergriffe der Fans auf Facebook,... es gab in den letzten beiden Play Off Duellen dieser Kontrahenten viele Emotionen, die teilweise bis heute nicht aufgearbeitet sind. Das zeigt auch die Sperre von Brett McLean, der nach einem Foul an Nick Palmieri für eine Partie gesperrt war – und schon wurde von italienischen Medien sowie Fans richtig Stimmung gemacht.

Die Black Wings müssen sich also wieder einmal auf einen heißen Tanz einstellen. Dass der HC Bozen eine echte Play Off Mannschaft ist wissen die Oberösterreicher. Die Foxes waren zwar das mit Abstand schwächste Team in der Pick Round (nur 2 von 10 Spielen gewonnen und 50 Gegentore kassiert), aber Trainer Tom Pokel verstand es schon in der Vergangenheit, seine Truppe auf einen Gegner einzuschwören. Daran wird sich auch in dieser Saison nichts ändern, vor allem, weil die Black Wings eine sehr bekannte Schwäche haben.

Diese liegt eindeutig in der Defensive, denn die Oberösterreicher kassierten in den 54 Partien der regulären EBEL Saison 197 Gegentore und zeigten sich in der Abwehr nie so richtig sattelfest. Das liegt auch am System von Rob Daum, der seine Mannschaft äußerst passiv vor dem eigenen Tor agieren lässt und die Verteidiger weit zurückzieht. Eine Einladung für den Gegner, sich im Angriffsdrittel einzunisten und viel Druck auszuüben. Gerade gegen den HCB kann das ins Auge gehen, wie schon das Match letztes Wochenende in Südtirol zeigte. Die Foxes sind das viertbeste Team, wenn es darum geht Chancen zu verwerten. Oft darf man die Italiener also nicht einladen, aufs Tor zu schießen...

Es lief überhaupt nicht gut für die Stahlstädter in den letzten Tagen. Seit dem IIHF Break haben die Linzer nichts mehr gewonnen, kassierten in den letzten vier Spielen 17 Gegentore und rutschten so noch auf Rang 4 in der Tabelle ab. Das beunruhigt das Umfeld bei den erfolgsverwöhnten Oberösterreichern, die einen traditionellen Leistungsabfall nach dem Jahreswechsel hatten. Das kennt man aus den vergangenen Jahren, wo die Mannschaft von Rob Daum zwar stets vorne mitmischte, sich im Viertelfinale aber stets physisch wie psychisch aufrieb und sang- und klanglos im Halbfinale rausflog.

Die Linzer haben anders als im vergangenen Jahr das Heimrecht in dieser Serie auf ihrer Seite. 19 von 27 Spielen in der keine Sorgen EisArena konnten die Oberösterreicher in dieser Saison gewinnen. Und Bozen gilt nicht unbedingt als Auswärtsspezialist. Der HCB verlor 17 Auftritte in der Fremde, gleich 9 in Serie. Der letzte Auswärtssieg datiert vom 26. Dezember und ist damit schon zwei Monate her.

Umso wichtiger wird vor allem das erste Match am kommenden Sonntag sein. Der HC Bozen wird alles daran setzen, sofort das Break zu schaffen und die ohnehin angeschlagenen Linzer weiter zu verunsichern. Dann könnte man mit einer Führung in die Palaonda kommen, um dort nach dem zweiten Sieg zu greifen. Aber das ist noch weit in der Zukunft, denn eines ist auch klar: wenn es bei Linz läuft, dann ist diese Offensive nur ganz schwer zu stoppen. Anders als letztes Jahr ist es mehr als eine Linie, die für Tore sorgen kann. Mit DaSilva, Lebler und Broda haben die Oberösterreicher drei der besten Torjäger der Liga in ihren Reihen. Nach der Rückkehr des zuletzt verletzten Rick Schofield wird auch die dritte Angriffsformation wieder aufgewertet und kann ebenso Chancen kreieren. Auch wenn es in den letzten Wochen nicht lief, sollte das Werkl wieder zu schnurren beginnen, ist diese Offensive nur ganz schwer zu kontrollieren. Das gilt auch für das Power Play, das als das beste der Liga gilt.

Wenn es ein Team schafft, diesen Sturm aufzuhalten, dann aber der HC Bozen und der für seine Defensivkonzepte bekannte Trainer Tom Pokel. Im Meisterjahr der Südtiroler arbeiteten sich die Foxes gerade auf Grund ihrer defensiven Kompaktheit durch die Play Offs und überzeugten nicht durch Stars, sondern mit einer Mannschaftsleistung. Gerade dieser Mannschaftsgeist fehlte in der Zwischenrunde oft, auch deswegen trennten sich die Italiener unmittelbar vor dem Transferende noch von zwei Spielern und verstärkten ihren Kader mit frischem Blut.

Während die Linzer unter Rob Daum auch in den Play Offs fast schon unterkühlt nüchtern ihre Systeme runterspielen und meist das Feuer vermissen lassen bringt Tom Pokel ein ganz anderes Temperament ein. Er versteht es ausgezeichnet, seiner Mannschaft Leidenschaft zu vermitteln, was den HCB traditionell von Spiel zu Spiel stärker werden lässt. Diese Feuer vermisst man in Linz seit Jahren, was im Laufe der Saison (so ca. rund um Weihnachten) auch schon zu internen Diskussionen mit dem Trainer geführt hat. Das hatte sich zuletzt zwar wieder etwas beruhigt, ob die Art und Weise von Daum allerdings dazu angetan ist, seine Mannschaft mitzureißen muss abgewartet werden.

Der HC Bozen mag sich durch die Zwischenrunde geschleppt haben, Fakt ist aber auch, dass er Kräfte sparen konnte. Spätestens ab dem Zeitpunkt, wo klar war, dass man sich nicht mehr unter die Top 4 schieben konnte, wurde man auffällig zurückhaltend. Zu verlieren hat diese Mannschaft nichts, als Sechster der Pick Round ist man krasser Außenseiter. Dennoch ist bezeichnend, dass kein Team der Top 3 gegen diese Italiener spielen wollte. Jeder weiß, dass der HCB das Potential hat, sich wieder in einen Rausch zu spielen und so richtig zu überraschen. Dass man die Linzer in der letzten Partie recht deutlich geschlagen hat tut der Tatsache aber keinen Abbruch, dass es in dieser Serie keinen echten Favoriten gibt.

Für den HCB wird es darauf ankommen, die Linzer Offensive zu entschärfen und der Strafbank fern zu bleiben. Die Südtiroler werden versuchen, mit viel Druck im Angriffsdrittel zu agieren und defensiv gut zu stehen.

Eine vielversprechende Taktik für den HCB könnte es sein, die Daum-Schützlinge durch aggressives Forechecking erst gar nicht zu tief ins Angriffsdrittel vorkommen zu lassen. Denn gerade aggressives Körperspiel, Forechecking und eine dichtgestaffelte Abwehr schmecken den Oberösterreichern so ganz und gar nicht. In den letzten Jahren mühten sich die Oberösterreicher in der ersten Play Off Runde so stark ab, dass ihnen danach die Kraft fehlte. Gegen Bozen wird man wieder viel Körpereinsatz brauchen, um mithalten zu können. Das wird erneut an die Substanz gehen, wobei man schon in den letzten Wochen den Eindruck hatte, dass den Oberösterreichern ihre Spritzigkeit abhanden gekommen ist. Wenn man sich aus diesem körperlichen Tief nicht am eigenen Schopf herausziehen kann, dann könnte diese Serie schneller vorbei sein, als man es sich in Linz eingestehen möchte.

Der HCB hingegen wirkt je näher die Play Offs so, als würde die Form wieder kommen. Das letzte Match gegen Salzburg war keine Offenbarung, es ging dabei aber um nichts mehr. Schon im vorletzten Spiel gegen Linz sah das aber anders aus und es war sicherlich nicht ungeplant eine Duftmarke in Richtung des Viertelfinalgegners. Es wird sich zeigen, welche Mannschaft die schwachen Leistungen der Zwischenrunde hinter sich lassen und zur alten Form finden kann. Wenn die Linzer nicht mindestens einen Zahn zulegen, dann wird diese Serie für sie schnell zu Ende sein. Insgesamt darf man aber wohl wieder mit einer engen und langen Serie rechnen. Im Saisonduell setzten sich die Oberösterreicher mit 4:2 Siegen durch, nach zwei erfolglosen Versuchen ist es aber durchaus möglich, dass in den Play Offs das bessere und vor allem leidenschaftlicher Kollektiv am Ende reüssiert. Und derzeit sieht es so aus, als hätten da die Foxes die etwas bessere Ausgangslage.
Hockeyfans.at Prognose: Bozen in 6 bis 7 Spielen

Die Termine des Duells:
So, 26.02.2017 (18:30): Black Wings Linz (4) – HCB Südtirol (6)
Di, 28.02.2017 (19:45): HC Südtirol – Black Wings Linz
Fr, 03.03.2016 (19:15): Black Wings Linz – HCB Südtirol
So, 05.03.2016 (19:15): HCB Südtirol – Black Wings Linz
*Di, 07.03.2016 (19:15): Black Wings Linz – HCB Südtirol
*Fr, 10.03.2016 (19:45): HCB Südtirol – Black Wings Linz
*So, 12.03.2016 (17:30): Black Wings Linz – HCB Südtirol

*...falls notwendig

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Quelle:red/Erste Bank Eishockey Liga