3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

5
 
4

ZNO vs.G99

3
 
4

KAC vs.RBS

2
 
3

HCI vs.VIC

4
 
3

BWL vs.MZA

3
 
4

DEC vs.VSV

0
 
0

HCB vs.AVS

0
 
0

HCI vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

MZA vs.HCB

0
 
0

G99 vs.BWL

0
 
0

KAC vs.ZNO

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

AVS vs.HCB

  

Rob Hisey (EHC Liwest Black Wings Linz) und Jamie Fraser (UPC Vienna Capitals) EHC Liwest Black Wings Linz vs UPC Vienna Capitals, Pick Round BWL Reinhard Eisenbauer

Linz holt auch die Capitals von der Tabellenspitze



Teilen auf facebook


Sonntag, 29.Januar 2017 - 19:49 - Die Black Wings haben auch das zweite Mal an diesem Wochenende gegen einen Tabellenführer gewonnen. Nach Salzburg besiegten die Linzer die Vienna Capitals und zeigten sich beim 5:3 Heimsieg als Comebackteam. Drei Mal lagen die Stahlstädter zurück, drei Mal glichen sie aus und gewannen schließlich. Damit ist Rob Daum nun alleiniger Führender in der EBEL Wertung der erfolgreichsten Trainer...

Fast schon traditionell emotional sind Duelle zwischen den Black Wings und den Vienna Capitals. Umso intensiver, wenn man so wie die Linzer in der laufenden Saison gegen die Hauptstädter meistens das Nachsehen hatte. Entsprechend motiviert begannen die Hausherren und hatten in der Anfangsphase auch gute Möglichkeiten zu einer frühen Führung. Jean Philippe Lamoureux war aber der gewohnt sichere Wiener Rückhalt und ließ sich auch in einem ersten Unterzahlspiel nicht überwinden. Nach und nach konnten sich die Hauptstädter aus dieser ersten starken Welle der Black Wings befreien und erspielten sich ebenfalls Möglichkeiten. Dennoch waren es die Gastgeber, die in der 14. Minute jubelten. Niklas Mayrhauser schien seinen ersten EBEL Treffer erzielt zu haben, der aber nicht gegeben wurde. Kevin Moderer hatte vor dem Tor zu intensiv gearbeitet und wurde mit einer Strafe bedacht. Diese nützten die Vienna Capitals zur 1:0 Führung, weil Linz vor dem eigenen Tor sehr nachlässig verteidigte und Jonathan Ferland schließlich im Nachschuss abstauben konnte.

Danach bleiben die Hauptstädter für ein paar Minuten die aktivere Mannschaft, erst in der Schlussphase kamen die Oberösterreicher wieder auf. Das sollte auch zum Ausgleich führen, den Ryan Potulny im Power Play erzielte. Danach vergab Rotter noch eine sehr gute Chance für den Tabellenführer, der sich zur ersten Pause in einer flotten Partie mit einem 1:1 begnügen musste. Das allgemeine Bild dieser Partie veränderte sich auch im Mittelabschnitt nicht. Beide Mannschaften agierten grundsätzlich auf Augenhöhe, wobei die Vienna Capitals aber etwas abgeklärter und in der Defensive sicherer wirkten. Das zeigte sich auch im nächsten Power Play der Hausherren, die ihre Paradedisziplin weiterhin nicht wie gewohnt ausspielen konnten.

Stattdessen übernahmen die Wiener immer mehr die Kontrolle über die Partie und nützten ihre Möglichkeiten besser. So wie in der 32. Minute, als Rafael Rotter artig danke sagen konnte. Mario Altmann brachte die Scheibe vor dem eigenen Tor nicht weg und Rotter erzielte das 2:1. Daraufhin folgten verständlicher Weise intensive Angriffe der Oberösterreicher, was wiederum zu einem offenen Schlagabtausch führte. Es gab schöne Chancen hüben wie drüben, ehe in der 35. Minute Ligatorjäger Dan DaSilva am langen Eck goldrichtig stand und das 2:2 erzielte. Das war noch nicht das Ende dieses mitreißenden zweiten Drittels. In der 39. Minute leistete sich das Team von Rob Daum nämlich erneut einen schweren Fehler in der Defensive, brachte die Scheibe schon wieder nicht weg und Riley Holzapfel staubte zum 3:2 für die Gäste ab.

Dieses Mal nahmen die Capitals diese Führung auch mit und konnten so mit dem Startvorteil in den letzten Abschnitt gehen. Den hätte der Leader durchaus ausbauen können, ließ aber ein schwaches Power Play ungenützt verstreichen und lief schließlich in einen Konter. Sebastien Piche hatte in der 45. Minute den Puck im Angriffsdrittel erobert, passte auf Brian Lebler und der schoss unhaltbar ins lange Eck ab. Linz hatte zum dritten Mal einen Rückstand ausgeglichen und das Match begann wieder von vorne. Es war ein harter Kampf auf Biegen und Brechen, in dem nun auch Emotionen ins Spiel kamen. Jetzt ging es darum, war den nächsten Fehler machen würde oder wer den nächsten Geistesblitz hatte. Insgesamt waren es in dieser Phase der Partie die Gastgeber, die dem vierten Tor nahe kamen. Lebler, Broda und Spannring vergaben aber vor Jean Philippe Lamoureux und das Match blieb auf Messers Schneide. Wiens Kelsey Tessier hatte in der 54. Minute die nächste große Chance in diesem Duell, aber auch hier war der gegnerische Goalie zur Stelle. Im Gegenzug schoss Brett Palin etwas überraschend aufs kurze Eck und hätte Lamoureux beinahe überrascht, aber der Wiener Schlussmann hielt die Scheibe aus der Gefahrenzone.

Es waren die Hauptstädter die kurz vor Schluss in einer letzten Angriffslawine kurz davor standen, diese Partie zu gewinnen. Ein paar Mal musste Mike Ouzas eingreifen, ehe Joel Broda zum Matchwinner wurde. Der Linzer Stürmer traf in der 59. Minute zum 4:3 ins kurze Eck und brachte die Black Wings erstmals in dieser Partie in Führung. Eine halbe Minute später traf Broda zum zweiten Mal, machte mittels Empty Netter den 5:3 Endstand und die Linzer hatten zum zweiten Mal an diesem Wochenende einen Tabellenführer gestürzt.

Es war der 235. Sieg für Rob Daum als Trainer der Black Wings. Damit ist der Kanadier nun der erfolgreichste Trainer in der EBEL Geschichte - und noch hat er mit den Linzern Zeit, diese Bilanz auszubauen. Die Vienna Capitals hingegen mussten mit der Niederlage ihren ersten Platz wieder abgeben und liegen hinter Salzburg auf Rang 2.

LIWEST Black Wings Linz – Vienna Capitals 5:3 (1:1, 1:2, 3:0)
Tore: 0:1 Ferland (14./PP), 1:1 Potulny (18./PP), 1:2 Rotter (32.), 2:2 DaSilva (35.), 2:3 Holzapfel (39.), 3:3 Lebler (45.). 4:3 Broda (59.), 5:3 Broda (59./EN).


passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
Vienna Capitals
Liwest Black Wings Linz


Quelle:red/Kf