13.03.2015, Stadthalle, Villach, AUT, EBEL, EC VSV vs EC Red Bull Salzburg, Playoff Viertelfinale 4. Runde, im Bild der Jubel von Kyle Beach (EC RBS) // during the Erste Bank Icehockey League Playoff Quaterfinal 4th Round match between EC VSV vs EC Red Bull Salzburg at the City Hall in Villach, Austria on 2015/03/13, EXPA Pictures © 2015, PhotoCredit: EXPA/ Oskar Hoeher EXPA/ Oskar Hoeher

Salzburg trifft in der 112. Minute tief ins Villacher Herz



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Freitag, 13.März 2015 - 23:36 - Die Erste Bank Eishockey Liga ist um einen Rekord reicher! Das vierte Play Off Duell zwischen dem VSV und Red Bull Salzburg dauerte so lange, dass in der Villacher Eishalle sogar Bier und Bratwürste zu Ende gingen. In der 112. Minute war das längste Match der EBEL Geschichte dann aber vorbei und Red Bull Salzburg hatte 2:1 gewonnen. Ein Sieg für die Geschichtsbücher und damit das 3:1 in der Best of Seven Serie, in der die Kärntner jetzt mit dem Rücken zur Wand stehen.

Spiel 4 bot von Beginn an wieder Tempohockey beider Kontrahenten. Villach spielte mit, ließ sich nicht von den Red Bulls im eigenen Drittel einzementieren. Die größte Chance fand Marco Pewal im Konter vor (8.). Die Tore machten aber die Salzburger: Kyle Beach schloss nach sehenswertem Alleingang mit einem hochpräzisen Schlenzer von der blauen Linie ab (16.) und sorgte für den 0:1-Pausenstand.

Mit dem Tempo kam im Mitteldrittel auch die Härte ins Spiel. Die Blau-Weißen kamen wie von der Tarantel gestochen aus der Kabine. Nachdem Mark Santorelli im Alleingang noch am starken Luka Gracnar gescheitert war, fand ein Flachschuss von Stefan Bacher in Minute 25 die Schaufel von Benjamin Petrik, der den Puck in die Maschen lenkte. In der Folge drückten wieder die Mozartstädter, Villach ließ bis zur Pause aber keinen Gegentreffer mehr zu. In den Schlussminuten wurde das Spiel etwas rauer, was sich im Schlussabschnitt mit einigen Handgemengen auch fortsetzen sollte.

Nachdem in der Pause ein Innenbandriss im linken Knie von Marco Pewal festgestellt wurde, rotierten die Adler im Schlussabschnitt in den Sturmlinien. Salzburg schnürte den Gegner – eigentlich in gewohnter Manier – im eigenen Drittel ein, die gefährlichen Schüsse der aktiven Salzburger Brett Sterling, Thomas Raffl und John Hughes konnte JP Lamoureux allesamt entschärfen. Wie in Spiel zwei bedeutete das wieder einmal Überstunden, die Villach auch ohne Mark Santorelli (Schlagschuss ins Genick) verbringen musste.

Diese hatte es richtig in sich! Mit 112 Minuten (!) war es das längste Spiel, dass die Zuseher in den Hallen der Erste Bank Eishockey Liga je gesehen haben. Den offenen Schlagabtausch über fünfeinhalb Drittel beendete ausgerechnet der Ex-VSV-Star John Hughes um exakt 23:34h mit einem Schlagschuss ins kurze Kreuzeck, obwohl Villach über weite Strecken dieser dreifachen Verlängerung mehr vom Spiel hatte. Auch Mark Santorelli, der sich im LKH Villach nähen ließ, kam in Minute 102 wieder zurück und hatte in der 104. Minute den Sieg auf der Schaufel. Das Tor gelang aber Hughes und die Serie geht mit einer 3:1 Führung für Salzburg am Sonntag weiter.

EC VSV – EC Red Bull Salzburg 1:2 OT3 (0:1,1:0,0:0,0:0,0:0,0:1)
Tor VSV: Bacher (25.)
Tore RBS: Beach (16.), Hughes (112.)

Stand in der Best-of-seven-Serie, EC Red Bull Salzburg – EC VSV: 3:1

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Quelle:red/Erste Bank Liga