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Laibachs Hebar für den Rest der Saison gesperrt



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Montag, 22.November 2010 - 13:05 - Lange Strafe für Andrej Hebar nach seiner Tätlichkeit am vergangenen Freitag im Spiel gegen Salzburg. Der Stürmer von Olimpija Laibach wurde vom Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga für den Rest der Saison (inkl. Play Offs) gesperrt.

Der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga (Vorsitzender: Karl Korentschnig, Beisitzer: Bogdan Jakopic und Dr. Alexander Gruber) verhängt über Andrej Hebar (HDD Olimpija Ljubljana) wegen Checks gegen Kopf und Nacken und Tätlichkeit gegen einen Spieler begangen im EBEL-Meisterschaftsspiel gegen EC Red Bull Salzburg am 19.11.2010, gemäß § 36 DO eine unbedingte Sperre für die gesamte verbleibende Spielsaison 2010/11 (inklusive Play-Off-Spiele).

Begründung: Nach Angaben des Schiedsrichters führte der Spieler Puschnik von EC Red Bull Salzburg zur Spielzeit 51:01 an der Bande einen Check gegen Spieler Hebar (Nr. 84) aus, bei dem der Spieler Hebar zu Boden ging. Unmittelbar danach stand Hebar auf, nahm zwei Schritte Anlauf und führte einen Crosscheck gegen Kopf(Gesicht) und Hals des Spielers Puschnik aus. Dieser stürzte sofort zu Boden, worauf der Spieler Hebar noch von oben auf den am Boden liegenden, unbeweglichen Spieler zwei heftige Crosschecks gegen das Genick des Spielers ausführte. Nachdem Hebar einen Salzburger Spieler abwehrte, beugte er sich erneut über den am Boden liegenden Spieler und drückte dessen Kopf mit dem Gesicht nach unten mit beiden Händen gegen das Eis.

Über Hebar wurde eine Matchstrafe samt zusätzlichen Zeitstrafen verhängt.

Nach Einsicht in den Videobeweis steht für den Strafsenat fest, dass Hebar tatsächlich nach Erhalt eines starken Checks einen Crosscheck mit großer Wucht und mit zwei Schritten Anlauf gegen den Kopf bzw. den Nacken des Gegenspielers durchgeführt hat. Es liegen in vorliegendem Fall somit ein zweimaliger Check gegen Kopf und Nacken vor, wobei der erste ausgeführte Check auch zu Verletzungsfolgen führte. Weiters hat der Spieler Hebar aber darüber hinaus auch Tätlichkeiten gegen einen Spieler gesetzt, da er gegen den wehrlos am Boden liegenden Spieler zwei weitere Crosschecks gegen den Nacken führte. Überdies hat Hebar versucht, auch nach einem weiteren Crosscheck zur Abwehr eines anderen Gegenspielers sich neuerlich gegen den am Boden liegenden Spieler zu wenden, um offensichtlich eine weitere Tätlichkeit zu setzen. Somit ist von einem Verharren des Spielers Hebar im strafbaren Verhalten auszugehen, obwohl keine Provokation von dem am Boden reglos liegenden Spieler ausgegangen ist. Aufgrund der Brutalität des körperlichen Angriffs gegen sensible Körperregionen (insbesondere den ungeschützten Nacken eines Spielers), noch dazu zu einem Zeitpunkt, zu dem der andere Spieler wehrlos mit dem Gesicht nach unten auf dem Eis lag, hat der Spieler Hebar das Herbeiführen einer schweren Verletzung des Gegenspielers zumindest in Kauf genommen. Jedenfalls musste Hebar damit rechnen, dass diese Angriffe schwere Verletzungen nach sich ziehen können.

Demgemäß konnte mit einer Bestrafung nach der Bestimmung eines Checks gegen Kopf und Nacken nicht das Auslangen gefunden werden und musste die Bestimmung der Tätlichkeit gegen einen Spieler herangezogen werden. Diese Bestimmung sieht ein Strafausmaß einer Sperre von 2 Pflichtspielen bis zu einer lebenslangen Sperre vor.



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