2
 
3

HCB vs.RBS

5
 
2

G99 vs.VSV

2
 
3

BWL vs.KAC

1
 
2

VSV vs.AVS

6
 
4

VIC vs.ZNO

2
 
1

RBS vs.G99

1
 
0

HCB vs.HCI

3
 
2

DEC vs.BWL

0
 
0

RBS vs.ZNO

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

AVS vs.KAC

0
 
0

DEC vs.HCB

0
 
0

BWL vs.HCI

0
 
0

G99 vs.VIC

0
 
0

MZA vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.VSV


Sami Kapanen schießt Finnland ins Finale



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Sonntag, 13.Mai 2001 - 18:27 - US-Trainer Lou Vairo tauschte im Halbfinale gegen die Finnen überraschenderweise seine Torhüter, Rick Dipietro bekam den Vorzug vor Robert Esche (Phönix Coyotes). "Rick hat den ganzen Weg mit dem Team gemacht und drei Wochen seines Urlaubs geopfert. Er hat es verdient zu spielen, eine tolle Leistung unseres Back-Up-Goalies", begründetet Vairos diese Maßnahme. In der Zwischenrunde hatten die USA ihre Halbfinalgegner klar mit 4:1 in der Kölnarena bezwingen können. Unterstützung bekamen die Finnen durch einen großen Fananhang in weiß-blauen Farben. Die Preussag Arena war auch zum zweiten Halbfinalduell mit 10.513 Zuschauern ausverkauft, von Anfang an herrschte Riesenstimmung auf den Rängen. Unter den Zuschauern befand sich auch Deutschlands Nationalspieler Jan Benda, der zuletzt 2 Jahre für Jokerit Helsinki in Finnland aktiv war und seine ehemaligen Mitspieler beobachtete.
Tomi Kallio (3.) war der erste gefährliche Torschuß vorbehalten, der Finne prüfte Rick Dipietro aus nächster Distanz. Im Gegenzug startete dann Kanada-Bezwinger Darby Hendrickson, mit seinem Break scheiterte er am sicheren Pasi Nurminen im Kasten der Finnen. Nach Zuspiel von Sihunen hätte der beste Finne Petteri Nummelin (11.) seine Farben in Führung schießen müssen. Der filigrane Verteidiger machte fast alles richtig, verlud DiPietro aber sein Geschoss zischte über die Querlatte. Eine fragwürdige Strafzeit brachte die Finnen in eine Überzahlsituation, die Juha Ylönen (15.) eiskalt zum Führungstreffer verwertete. Der Schuß von Kapanen prallte in Richtung Tor, doch DiPietro konnte die Scheibe nicht festhalten. Ylönen stocherte den Puck gnadenlos über die Linie, die Halle stand nun Kopf. Weiß-blaues Fahnenmeer in der Preussag Arena, die Sympathien waren eindeutig verteilt. Die Führung der Finnen war das erste Gegentor in Unterzahl, das die USA im Turnierverlauf kassierten. Ebenso mit einem Spieler mehr auf dem Eis vergab Tim Connolly (16.) die Riesenchance auf den Ausgleich. Ganz gefährlich kam er vor den Kasten von Nurminen, doch irgendwie konnte der Finne die Scheibe unter sich begraben. Trainer Hannu Aravirta bescheinigte dem Gegner eine hervorragende Leistung: "Im ersten Drittel spielten die Amerikaner sehr stark, eigentlich hätten sie die Führung erzielen müssen. Wir hatten nach der 1:4-Niederlage aus der Vorrunde ziemlichen Respekt vor dieser Mannschaft. Bis zum Ende der Partie haben wir hart für den Sieg gekämpft, es war das beste Spiel in diesem Turnier."

Einen erlebnisreichsten Abend verbrachte Rick Dipietro im Tor der Amerikaner. Immer wieder stand der Torhüter der New York Islanders im Mittelpunkt des Geschehens und parierte gegen Raimo Hentunen (26.) und Tony Virta (28.) mit tollen Reflexen. Virta hatte nach einem Klassepass von Laaksonen direkt abgezogen, DiPietro war aber in der richtigen Ecke. Als Tim Connolly (31.) auf der Strafbank saß, zog Sami Kapanen nach Ylonen-Pass knapp am Tor vorbei. Ebenfalls im Powerplay konnte Kimmo Timonen den Puck nicht im verwaisten Kasten der USA versenken. Jarkko Ruutu hatte quer gepasst, Timonen die Scheibe nicht richtig getroffen. Eine Breakchance nutzten die USA dann Sekunden vor der Pause zum Ausgleich. Einen Klassepass aus dem eigenen Drittel von Mark Eaton nahm der durchgestartete Knuble wunderschön an. Trotz Bedrängnis des Finnen Vaananen konnte Mike Knuble das Spielgerät durch Nurminens Beine hindurch versenken. 23 Sekunden vor der Sirene stand es nun 1:1, alles war wieder offen in diesem Semifinale. Knuble: "Nach vierzig Minuten waren wir im Spiel zurück, konnten aber unsere Chancen nicht verwerten. Alle haben viel geleistet, morgen wollen wir unbedingt die Bronzemedaille für unser Land gewinnen. Mit leeren Händen will kein Spieler nach Hause fahren."

Die Finnen kamen sehr motiviert aus der Kabine und drängten auf die Entscheidung, den ersten Warschuß feuerte Niemi am Kasten der USA vorbei. Die vielumjubelte 2:1-Führung blieb dem exzellent spielenden Sami Kapanen (51.) vorbehalten. Verteidiger Petteri Nummelin zimmerte die Scheibe von der blauen Linie an den Pfosten, Kapanen staubte ab und versenkte den Abpraller in den Maschen. Die Halle war nun wieder aufgewacht, die finnischen Fans peitschten ihr Team nach vorne. Nur zwei Minuten später fiel die endgültige Entscheidung zugunsten der "Suomi". Timo Parssinen jagte einem US-Stürmer die Scheibe ab und spielte einen Doppelpass mit Yhlönen. Den anschließenden Querpass hämmerte Kapanen ins Tor der Amerikaner. "Wir haben ein Superspiel abgeliefert, mein Treffer zur 2:1-Führung war entscheidend. Nun sind wir im Finale, da ist alles möglich", grinste der gefeierte Held und Spieler des Tages bei der Pressekonferenz. Kurz vor dem Ende hätte Sami Kapanen (57./59.) den Hattrick perfekt machen können, doch DiPietro war zweimal glänzend zur Stelle. Lou Vairo nahm den Torhüter eine Minute vor Schluß vom Eis, doch es nützte nichts mehr. Der Headcoach von Team USA zollte seinen Spielern Lob: "Hätte mir jemand vor drei Wochen gesagt, dass wir um den Einzug ins Finale spielen, dann wäre ich doch ziemlich überrascht gewesen. Meine Mannschaft hat hervorragende Leistungen abgeliefert und wir werden morgen alles für den Gewinn der Bronzemedaille tun."


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