2
 
3

HCB vs.RBS

5
 
2

G99 vs.VSV

2
 
3

BWL vs.KAC

1
 
2

VSV vs.AVS

6
 
4

VIC vs.ZNO

2
 
1

RBS vs.G99

1
 
0

HCB vs.HCI

3
 
2

DEC vs.BWL

0
 
0

RBS vs.ZNO

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

AVS vs.KAC

0
 
0

DEC vs.HCB

0
 
0

BWL vs.HCI

0
 
0

G99 vs.VIC

0
 
0

MZA vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.VSV


Schweden scheitern im Penaltyschiessen, Tschechien erneut im Finale



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Sonntag, 13.Mai 2001 - 18:24 - Halbfinale bei der Weltmeisterschaft in Deutschland, die besten vier Teams sind unter sich. Im ersten Spiel trafen am Samstag nachmittag um 15 Uhr die Teams aus Tschechien und Schweden aufeinander. In der mit 10.513 Zuschauern ausverkauften Preussag-Arena bekamen die Fans Eishockey vom Feinsten geboten. Tolle Aktionen auf beiden Seiten, dazu ein weitestgehend faires Spiel, mit dem der russische Schiedsrichter Leonid Vaisfeld nur wenig Mühe hatte. Und als Krönung eine Verlängerung plus Penalty-Schiessen, nachdem es nach 60 Minuten 2-2 gestanden hatte. Da auch in der folgenden 10-minütigen Verlängerung kein Tor gefallen war, musste das Penalty-Schiessen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Eine Lotterie, bei der am Ende die Tschechen die glücklichere Mannschaft waren, 3-2 nach Penaltyschiessen hiess es am Ende. Lohn der Mühe ist der Einzug ins Finale morgen abend um 19Uhr, Schweden dagegen wird zuvor im Spiel um Platz drei um Bronze kämpfen müssen.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Robert Reichel gewann das Eröffnungsbully und spielte die Scheibe nach hinten zu Verteidiger Pavel Kubina. Dessen langer Pass nach vorne sprang Verteidiger Matthias Öhlund an und über die Kelle, damit kein Icing. Martin Rucinsky eilte dem Puck hinterher und sah seinen mitgelaufenen Kapitän Reichel mutterseelenallein vor dem Kasten von Salo. Bei dessen trockenem, halbhohen Schuss ins kurze Eck machte Salo nicht den besten Eindruck- nach 20 Sekunden damit schon 1-0 für Tschechien. Da konnte auch Mats Sundin, Superstar und Volksheld nicht helfen, Trainer Hardy Nilsson hatte ihn zum ersten Bully nicht aufs Eis geschickt. Davon mussten sich die Schweden erstmal erholen. Ein früher Rückstand gegen den Weltmeister, alle taktischen Überlegungen damit über den Haufen geworfen.

Dennoch bekamen die Zuschauer ein flottes Spiel von beiden Teams zu sehen, Chancen hüben wie drüben. Zunächst waren weiter die Tschechen am Drücker, zweimal verpasste Radek Dvorak. Nach fünf Minuten kam er nicht schnell genug vor das Tor, um die Scheibe per Bauerntrick ins Netz zu befördern, wenig später scheiterte er mit einem plazierten Schuss von der rechten Seite. Auch der anschliessende Tip-in Versuch verfehlte sein Ziel.

Langsam schafften es die Schweden, das Geschehen näher Richtung Tor der Tschechen zu verlegen. Die erste grosse Gelegenheit vergab Henrik Sedin. Nach einer tollen Kombination im gegnerischen Drittel über Daniel Tjärnqvist und Mathias Johansson war sein Schuss einfach zu harmlos. Brenzliger wurde es da schon, als Kristian Huselius plötzlich völlig frei vor Hnilicka auftauchte. Per-Johan Axelsson hatte ihm die Scheibe massgenau auf die Kelle serviert, doch Huselius hatte Pech, sein Rückhandschlenzer strich knapp am rechten Pfosten vorbei. Die letzte Chance zum Ausgleich im ersten Drittel hatte dann Andreas Johansson. Bei seinem Versuch, um das Tor herumzufahren blieb der tschechische Goalie ganz ruhig, wartete lange und schnappte sich die Scheibe. Rückstand für das schwedische Team also nach dem ersten Abschnitt.

Nach gerade einmal 1:32 Minuten nach Wiederbeginn turbulente Szenen vor Hnilickas Gehäuse. Der erst gestern zum Team gestossene Mats Sundin kurvte mit der Scheibe um das Tor herum, die Tschechen konnten die Situation nicht klären und plötzlich Torjubel der Schweden und ihrer vielen Fans in der Halle. Wie schon im Viertelfinale gegen Russland war es erneut Fredrik Modin, bei dessen Schuss nicht zu erkennen war, ob Tor oder kein Tor. Erst nach Betrachtung der Videoaufzeichnung war klar, der Schuss hatte die Linie überquert, erst danach konnte Hnilicka die fliegende Scheibe herausschlagen. So sah es, zum Glück für die Schweden, auch der Unparteiische und gab den Treffer. Direkt im Anschluss daran hätten die Schweden für einen Doppelschlag sorgen können, doch Huselius und Ottosson scheiterten.

Auch nach dem Ausgleich blieb das Niveau weiter hoch. Kein Wunder, angesichts von 17 aktuellen NHL-Spielern auf dem Eis. Dennoch konnte man den Akteuren deutlich anmerken, was auf dem Spiel stand. Keiner wollte einen entscheidenden Fehlpass spielen. Die letzte hochkarätige Chance im zweiten Drittel besassen die Tschechen. Einen Schuss vom linken Bullypunkt liess Salo nach vorne abprallen, den Nachschuss von David Moravec hielt er mit einem unglaublichen Save.

Fast hätte es auch zu Beginn des Schlussabschnitts ein schnelles Tor gegeben, doch nach dem Schlagschuss von Björn Nord hatten die Tschechen Glück, dass Hnilicka noch drankam und die Scheibe nicht über die Linie hoppelte. Kein Glück dann aber nach 45:03 Minuten. Pavel Kubina sass auf der Strafbank und die Schweden zogen ihr Powerplay auf. Mathias Öhlund passte den Puck quer zu Andreas Johansson und dessen mächtiger Schlagschuss von der rechten Seite sauste oben links in den Winkel. Hnilicka war machtlos, die Schweden hatten das Spiel gedreht. Die Nervosität wuchs, was sich durch mehrere kleine Rangeleien auf dem Eis bemerkbar machte, doch der souveräne Schiedsrichter hatte alles schnell wieder im Griff.

Wer nun dachte, die Tschechen würden sich mit der Brechstange gegen das drohende Aus und die Entthronung durch die Schweden wehren, sah sich getäuscht. Abgeklärt und ruhig brachten sie die Scheibe ein ums andere Mal ins schwedische Drittel. Acht Minuten vor dem Ende wurden die Bemühungen belohnt. Petr Cajanek tankte sich gegen zwei Gegner durch, sein Schuss wurde zwar noch von Salo und Öhlund geblockt, doch die frei im Torraum liegende Scheibe stocherte Viktor Ujcik zum Ausgleich ins Netz.

2-2 auch der Stand nach 60 Minuten, Verlängerung in der Preussag-Arena. Eine Riessenchance gab es für die Schweden: Mathias Öhlund sass in der Kühlbox, die Tschechen versuchten gerade ihre Powerplay-Aufstellung zu finden, doch Kubina konnte die Scheibe nicht kontrollieren. Daniel Alfredsson schnappte sich die Scheibe und machte sich auf die Reise. Doch statt die Scheibe in das freie lange Eck zu schlenzen, wollte er die Verantwortung abgeben und die Scheibe quer legen. Kubina war zurückgeeilt und bügelte seinen Lapsus wieder aus. Insgesamt waren die Tschechen in der Verlängerung die aktivere Mannschaft, waren die Schweden mehr darauf bedacht, nicht das entscheidende Tor zu kassieren. Die Entscheidung wurde also erneut verschoben, das Penalty Schiessen musste entscheiden.

Den ersten Versuch für beide Teams konnten Kapitän Jörgen Jonsson und Martin Prochazka noch verwandeln, danach verschossen fünf Spieler in Folge.Der glückliche Schütze war mit dem letzten Penalty für sein Team Viktor Ujcik, der zuvor schon für den 2-2 Ausgleich gesorgt hatte. Der letzte Penalty von Schwedens Fredrik Modin sprang von der Unterkante der Latte wenige Millimeter vor die Linie, der Traum der Tschechen vom Titelhattrick geht damit weiter.


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