3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

3
 
4

BWL vs.VIC

0
 
0

G99 vs.DEC

0
 
0

VSV vs.AVS

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO


Deutscher WM-Traum ausgeträumt – Finnen zu abgebrüht



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Freitag, 11.Mai 2001 - 15:03 - Viel zu viele Chancen brauchte die engagiert auftretende Deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinalmatch gegen die abgebrüht und clever spielenden Finnen. Vor 18.514 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena unterlag die Mannschaft von Hans Zach deutlich mit 1:4. Konzentriert in Überzahl und mit einer soliden Defensive zogen die Finnen den Deutschen den Stachel und reisen am Samstag zum Halbfinale.

Es war überraschenderweise das deutsche Team, das das Spielgeschehen im ersten Drittel bestimmte und den ersten Akzent setzten konnte. In der zweiten Minute brach Marco Sturm nach herrlichem Zuspiel von Daffner durch, scheiterte jedoch an Finnlands Goalie Pasi Numinen. Nach diesem Warnschuss die Finnen jedoch hellwach. Die erste Überzahlsituation – Daniel Kreutzer saß auf der Strafbank – nutzte Finnland zur Führung durch Sami Kapanen. Danach die Deutschen überlegen, erarbeiteten sich Chance um Chance. Doch sowohl Jürgen Rumrich als auch Marco Sturm vergaben in aussichtsreichen Positionen. Sturm nach der Partie: "Uns hat heute leider die Kraft gefehlt. Die Wahnsinnsstimmung in der Halle hat uns vorangetrieben, aber mehr als 30 Minuten konnten wir leider nicht mithalten."

Auch das zweite Drittel begannen die Mannen von Hans Zach mit großen Chancen. Abstreiter in der 25. Minute, Felski in der 26. und Daffner in der 30. mit guten Möglichkeiten. Doch das Tor erzielten erneut die kühl spielenden Finnen. Eine Strafe war gegen Deutschland angezeigt, als die Finnen mit wiederum einem Mann mehr auf dem Eis zum 2:0 kamen. Tony Virta der Schütze. Nur 77 Sekunden später der Treffer zum 3:0 durch Antti Laaksonen, die Deutschen zu offen in diesem Moment. Jan Benda meinte nach dem Spiel: "Nach dem 0:1 mussten wir aufmachen, hatten jedoch nicht mehr die Kraft, das Spiel zu drehen, im Gegenteil, mussten das zweite und dritte Tor schlucken."

Im Schlussdrittel fehlte die Kraft, um den Finnen nochmal auf den Leib rücken zu können. Hannu Aravirtas Team machte sicherte die blaue Linie und wartete auf Breaks. Ein wuchtiger Schlagschuss Sami Salos in der 52. Minute und der 1:4-Ehrentreffer durch Tobias Abstreiter hatten nur noch statistischen Wert.

Dennoch, Hans Zach war nach dem Spiel stolz auf sein Team: "Die Spieler haben während des Turniers unglaublich hart gearbeitet. Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Wir sind in keinem Spiel untergegangen, haben auch gegen die großen Nationen immer mitgehalten. Ein Gegentorschnitt von 2,5 Toren pro Spiel bei diesen Gegnern ist eine Riesenleistung", zog Zach ein positives WM-Fazit. Hannu Aravirta lobte ebenfalls das die Entwicklung des deutschen Eishockeys: "Wir haben nervös begonnen, aber um so weiter das Spiel voran schritt, um so größer wurde unsere Sicherheit. Ein großes Lob möchte ich an dieser Stelle dem deutschen Eishockey zollen. Sie haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, nicht mehr zu vergleichen mit den Mannschaften der letzten Jahre. Ich ziehe meinen Hut."