Vorbericht: Russland – Schweiz



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Sonntag, 06.Mai 2001 - 16:19 - Für die schweizer Nationalmannschaft zählt heute nur ein Sieg, um eine theoretische Chance auf das Erreichen des Viertelfinales zu wahren. Dazu müssen sie auch die Italiener schlagen und auf die Schützenhilfe anderer Mannschaften hoffen. Trainerfuchs Raphael Krueger hat sicher noch nicht aufgesteckt und wird gegen Russland alle taktischen und kämpferischen Mittel einsetzen. Nach der erneuten Niederlage gegen Tschechien steht die russische Mannschaft mächtig unter Druck, obwohl Headcoach Boris Mikhailov nichts vom Verpassen der Runde der besten acht Teams hören will. „Wir werden auf jeden Fall das Viertelfinale bei dieser Weltmeisterschaft erreichen“, äußerte der Trainer vor der Partie gegen die Schweiz. Im Vergleich der Special Teams sind die Russen klarer Favorit. Im Überzahlspiel liegen sie mit 18,75 % auf Platz 5, dagegen konnten die Schweizer nur 10,34% ihrer Chancen nutzen. Im Unterzahlspiel hat die „Sbjorna“ bisher eine weiße Weste und kassierte keinen einzigen Gegentreffer. Die Mannschaft von Headcoach Krueger liegt auf Platz 5, sie bekamen nur zwei Tore im Penalty Killing.

„Wir müssen an unsere Chance glauben und alles gegen die Russen versuchen“, zeigte Krueger gegenüber IHWC.NET den Weg zum Erfolg gegen den Rekordweltmeister nach dem Morgentraining in der Preussag Arena. Dabei bauen die Schweizer auf ihren Topstürmer Martin Pluss (2 Tore, 2 Vorlagen) vom EHC Kloten und den starken Verteidiger Mark Streit vom schweizer Meister ZSC Zürich Lions. Ebenso ruhen die Hoffnungen auf den Berner Stürmer Marc Reichert, der bisher eine sehr gute WM spielt. Leader des Teams ist Marcel Jenni, der sein Geld in der schwedischen Eliteliga bei Färjestads BK verdient. Im Tor vertraut Krüger in der Partie gegen die starken Russen auf Marcel Gerber vom SC Langnau, der in den bisherigen vier Spielen 13 Gegentreffer hinnehmen musste. Nur wenn bei der Schweiz alles zusammenläuft und der Einsatz stimmt, haben sie im heutigen Spiel gegen Russland eine Chance.

Ziemlich angesäuert war Mikhailov nach der zweiten Niederlage in diesem Turnier im bisher besten WM-Spiel gegen die Mannschaft aus Tschechien. Erneut hatte der strenge Trainer zu viele Fehler in der Hintermannschaft erkannt, was seine Spieler gegen die Schweiz unbedingt abstellen müssen. Mit der Routine der NHL-Spieler um Alexei Yashin und der eingespielten Reihen sollte gegen die Schweiz am Ende ein Sieg herausspringen. Eine überragende Weltmeisterschaft spielen bisher Stürmer Andrei Razin (Metallurg Magnitogorsk), dem bereits drei Treffer und zwei Vorlagen gelangen. Auf Platz fünf der Scorerwertung des Turniers liegt Ravil Gusmanov mit einem Tor und fünf Assists. Noch nicht so rund läuft es bei Kapitän Alexei Yashin, der in den bisherigen vier Partien nur einen einzigen Scorerpunkt erzielen konnte.

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