USA nach 4:1-Sieg gegen Finnland im Viertelfinale



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Sonntag, 06.Mai 2001 - 12:38 - Durch einen nie gefährdeten Sieg gegen das bislang bei dieser WM ungeschlagene Team Finnlands qualifizierten sich die Amerikaner mit numehr fünf Punkten auf der Habenseite frühzeitig für das Viertelfinale. Robert Esche, MVP der Amerikaner, sah den Schlüssel zum Erfolg im frühen ersten Tor:"Der erste Treffer hat uns Selbstbewusstsein gegeben, danach haben wir das Spiel und den Gegner kontrolliert."

Nach nur sieben Minuten starrte Finnlands Coach Hannu Aravirta ungläubig in Richtung des riesigen Videowürfels in der Kölnarena und schien seinen Augen nicht trauen zu wollen. 0:2 lag sein Team zu diesem frühen Zeitpunkt bereits in Rückstand. "Wir waren zu Beginn der Partie nicht bereit", analysierte Aravirta nach der Partie. Desorganisiert die Defensive der Skandinavier und ein unsicherer Miikka Kiprusoff im Kasten der Finnen machten es den US-Boys recht einfach, die ersten beiden Treffer zu erzielen.
Brian Gionta frei am langen Pfosten in der 2. Spielminute und Mark Eaton mit einem haltbaren Schlagschuss zum 2:0 in der sechsten Minute brachten die Amerikaner in Vorteil. Sie hatten nicht nur die Tore erzielt, sondern auch weitere große Chancen, teils klasse herausgespielt. Das 3:0 jedoch erneut ein Schlagschuss, diesmal Tim Connolly der Schütze. Pasi Nurminen: "Das erste Drittel war grauenhaft, danach lief es besser, aber wir haben keine Tore erzielt."

Zu Beginn des zweiten Abschnitts reagierte Aravirta, tauschte den Goalie aus - für den unglücklichen Kiprusoff kam Pasi Nurminen, der zu Beginn des mittleren Abschnitts jedoch wenig Arbeit bekam, da die Finnen versuchten, den Druck zu verstärken.

Diese Drangphase hielt jedoch nur fünf Minuten an, dann brachten sich die Finnen durch nunnötige Strafzeiten selbst aus dem Rhythmus und die Amerikaner wieder in die aktive Rolle - ein weiterer Teffer gelang jedoch nicht mehr. Aravirta mit der Einstellung und der Leistung deshalb auch zurecht unzufrieden: "Wir waren in der Bewegung mit und ohne Puck heute den Amerikanern deutlich unterlegen."

Vor den 10.097 Zuschauern in der gut gefüllten Kölnarena verflachte die Partie im letzten Abschnitt zusehends. Lediglich nach 53 Minuten kam nochmals kurz Spannung auf, als Toni Sihvonen den 1:3-Anschluss erzielte. Die Freude der Finnen währte jedoch nur kurz, denn vier Minuten nach dem 1:3 konnte Jeff Halpern den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder herstellen. "Ein Drei-Tore-Rückstand gegen solch ein gut organisietes Team wie die USA aufzuholen ist unmöglich. Die Amerikaner haben sehr diszipliniert und hart gespielt, deshalb verdient gewonnen", begründete Aravirta die Niederlage.