1
 
0

HCB vs.HCI

3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

0
 
0

KAC vs.HCB

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

BWL vs.VIC

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO


Österreich zittert sich in die Zwischenrunde



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Donnerstag, 03.Mai 2001 - 17:41 - Die Japaner verschwendeten keine Zeit und schockten Österreich bereits nach 15 Sekunden. Der Favorit aus der Alpenrepublik vertendelte nach dem Eröffnungsbully die Scheibe in der neutralen Zone und die Asiaten kamen überfallartig auf das Tor von Reinhard Divis. Der nachrückende Chris Yule (01.) bekam den Pass und tanzte Divis auf einem S K. Deckel aus. Die schlimmsten Alpträume wurden für die Österreicher war und in den Köpfen geisterte die 2-3 Niederlage bei den Olympischen Winterspielen 1998. „Wir haben unser System weiter gespielt und waren klar die bessere Mannschaft. Ihr Torhüter hat eine höhere Niederlage verhindert.“ Es dauerte sechs Minuten bis die Österreicher zurück schlagen konnten. Günther Lanzinger (07.) nahm seinen eigenen Nachschuss und verwandelte zum Ausgleich. Wer die Japaner jetzt entmutigt wähnte, lag falsch. Der Fernost Vertreter probierte es gleich zweimal durch Kapitän Ryan Kuwabara und Hiroyuki Murakami mit dem Bauerntrick, doch Divis war zur Stelle.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Weckruf von Christoph Brandner. Der Stürmer aus Krefeld setzte mit einem Schlagschuss von der blauen Linie eine erste Duftmarke. Wenig später war die neu formierte Reihe der Deutschland Legionäre mit Simon Wheeldon und Dieter Kalt erfolgreich. Brandner und Kalt sorgten für Verkehr vor dem Tor und Wheeldon (23.) nutzte die Verwirrung zur 2:1 Führung. Drei Minuten später erhöhten die Österreicher mit gütiger Mithilfe der japanischen Hintermannschaft auf 3:1. Tom Searle (26.) spielte die Hartgummischeibe aus aussichtsloser Situation einfach hoch in die Mitte. Der Puck rutsche an Torhüter Jiro Nihei vorbei an den Oberarm von Tatsuki Katayama, der ins eigene Netz trifft. Vor der letzten Drittelpause keimte noch einmal Hoffnung bei den Spielern aus dem Land des Lächelns auf. Taro Nihei (40.), Bruder des Torhüters narrte die Abwehr und tunnelte 16 Sekunden vor der Drittelsirene Torhüter Divis.

Im Schlussabschnitt waren wieder zuerst die Japaner am Zug. Nach nicht mal einer Minute passt Shin Yahata hart in die Mitte auf den Torschützen zum 1:0, Chris Yule, der wird hart bedrängt und Reinhard Divis kann die Situation entschärfen. Die Österreicher kamen nur noch durch Einzelaktionen zu nenneswerten Torchancen. Dieter Kalt und Martin Ulrich scheiterte beide knapp an Jiro Nihei.

Die beste Ausgleichchance hatte Kiyoshi Fujita in Überzahl als Martin Ulrich wegen hohem Stocks auf der Strafbank sass. Nach Zuspiel des stärksten Japaners Chris Yule konnte aber auch Fujita den Gang in die Abstiegsrunde nicht verhindern. „Wir haben nie daran gezweifelt, dass wir dieses Spiel gewinnen können. Wir brauchen aber nicht enttäuscht zu sein, weil wir alles gegeben haben.“, sagte ein reichlich geknickter Chris Yule.

Mit mehr als einer Minute verbleibender Spielzeit versuchten die Japaner das Unmögliche und nahmen ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die routinierten Profis aus Österreich schaukelten das knappe Endergebnis von 3:2 über die Zeit. „Der Druck ist jetzt weg und wir können in der Zwischenrunde locker aufspielen und beweisen, dass wir gute Einzelspieler haben.“, sagte ein sichtlich erleichterter österreichischer Trainer Ron Kennedy. Einen Erfolg konnten auch die Japaner verbuchen: „Es ist schön wenn man die neutralen Fans auf seiner Seite hat.“