1
 
0

HCB vs.HCI

3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

0
 
0

KAC vs.HCB

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO

0
 
0

BWL vs.VIC


Finnland Erster der Gruppe B



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Donnerstag, 03.Mai 2001 - 17:39 - Die ersten Akzente setzten die Finnen nach knapp 2 Minuten. Kimmo Rintanen passte quer auf Oldie Raimo Helminen und der neue slowakische Torhüter Jan Lasak von den Nashville Predators bestand seine erste Bewährungsprobe. Finnland liess im Anschluss zwei Überzahlmöglichkeiten ungenutzt, als Zdeno Chara für 2 Minuten und Richard Zednik für 2 plus 10 Minuten wegen Checks von hinten auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Auch der Vizeweltmeister konnte von den Unbeherrschtheiten der Finnen nicht profitieren. Bei einer 5-gegen-3 Überzahl sprang lediglich ein Schuss von Verteidiger Lubomir Sekeras heraus. Jetzt waren wieder die Finnen am Zug. Timo Parssinen und Marko Kiprusoff hatten die letzten beiden Torgelegenheiten in den ersten 20 Minuten, aber der erst 22-jährige Lasak blieb bei seiner Weltmeisterschaftspremiere ohne Fehler.

Im zweiten Drittel legte der Vizeweltmeister vor und beendete das torlose 0-0. Richard Zednik von den Montreal Canadiens setzt sich an der Bande durch und spielte einen Flippass auf Ladislav Nagy, der Miikka Kiprusoff den Puck durch die Beine schob. Der „Youngstersturm“ Hossa, Zednik, Nagy wirbelte die Finnen zeitweise durcheinander. „Unsere Sturmreihe mit Pucher und Petrovicky war heute nicht so stark wie in den anderen Spielen zuvor. Aber es ist nicht jeder Tag ein Sonntag. Die drei jungen Spieler haben eine grosse Zukunft vor sich. Hossa und Zednik sind etabliert, Nagy in Phoenix auf dem besten Weg“, zollte Schweden-Legionär Vladimir Orszagh Respekt.

75 Sekunden später glich Finnland postwendend aus. Sekeras sass für 2 Minuten auf der Strafbank und die Slowakei wollte sich zu einem Wechsel befreien. Torhüter Kiprusoff schaltete am schnellsten und leitete den Gegenangriff über Nummelin ein. Der Verteidiger passte zu dem völlig freien Sami Kapanen, der nach überstandener Ellbogenverletzung wieder dabei war. Kapanen erzielte mit einem präzisen Schlagschuss an den Innenpfosten das 1-1. Zur Hälfte des Spiels hatte Kapanen in Unterzahl bereits die Chance auf die erstmalige Führung der Weiss-Blauen, doch Lasak konnte noch retten. Gegen den Handgelenksschuss von Marko Kiprusoff nach dem anschliessenden Bully war er aber machtlos und Finnland führte zum ersten Mal.

Im Schlussabschnitt machten die Finnen innerhalb von fünf Minuten den Sack zu. Bei 5 gegen 3 Powerplay spielten sie sich geduldig den Puck zu und warteten auf den freien Mann. Sami Salo vollstreckte trocken zum 3-1. „Dieses Tor hat ihnen das Genick gebrochen“, so die gleichlautende Meinung des Torschützen und von Sami Kapanen. Nun hatten die Wasserträger der Finnen ihren grossen Auftritt.
Niko Kapanen drückt einen Handgelenksschuss von Timo Parssinen über die Torlinie und anschliessend erzielte der Vorlagengeber das schönste Tor des Abends zum 5-1. „Sie haben mich wohl unterschätzt. Die Scheibe schien auch schon verloren, aber dann habe ich gesehen, dass Lasak den Puck prallen liess.“ Parsinen setzte sich alleine gegen drei Slowaken und Torhüter Lasak durch und liess beim Torjubel seinen Emotionen freien Lauf. „Die drei schnellen Tore im dritten Drittel waren bitter. Für die Mannschaft, aber vor allem für mich, ich glaube ich habe keine gute Figur gemacht“, zeigte sich Lasak selbstkritisch. Für Ergebniskosmetik sorgte Robert Petrovicky im Powerplay, nachdem er einen Schuss von Lubomir Sekeras unhaltbar zum Endstand von 5-2 unter die Latte abfälschte.