3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

3
 
4

BWL vs.VIC

0
 
0

G99 vs.DEC

0
 
0

VSV vs.AVS

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO


Robert Reichl Matchwinner gegen die Schweiz



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Donnerstag, 03.Mai 2001 - 17:35 - Tolle Stimmung am Feiertag in der ARENA Nürnberg: obwohl schon vor dem Spiel feststand, dass beide Teams Deutschland in die Zwischenrunde begleiten würden war die Halle ausverkauft. Ohrenbetäubender Lärm und tschechische Fahnen überall als Schiedsrichter Leonid Vaisfeld die Mannschaften zum Eröffnungsbully bat.

Beide Trainer hatten ihren Spielern erstmal Sicherung des eigenen Tores zur Vorgabe gemacht. Schliesslich werden ja die in der Vorrunde errungenen Punkte mit in die Zwischenrunde übernommen. Das Spiel erinnerte im ersten Abschnitt an die Partie der Tschechen gegen Weissrussland. Optisch überlegen waren die Tschechen, aber entweder sie machten den berühmten Haken zuviel oder aber ein eidgenössischer Verteidiger stand im Weg. Zur Freude der Fans liessen sie in einigen Situationen ihr grosses technisches Potenzial aufblitzen. Dopita fing die Scheibe mit der Hand, anstatt zu schiessen legte er sie zurück auf David Vyborny und der versuchte ebenfalls, statt mit einem Schuss den Abschluss zu suchen, erneut Dopita in Szene zu setzen. Ohne Erfolg. Einfacher da das Spiel der Schweizer. Bullygewinn von Pluss, den von der blauen Linie kommenden Schuss fälschte der Center Richtung Tor ab. Unhaltbar für Milan Hnilicka, 1-0 nach 15:56.

Wesentlich zielstrebiger und mit höherem Tempo kam der Weltmeister aus der Kabine und begünstigt vom schweizer Torwart Martin Gerber nach nur 41 Sekunden auch zum Ausgleich. Einen halbhohen Schuss von Kapitän Robert Reichel liess er über die Fanghand ins Netz segeln.

Umstritten die Entscheidung von Vaisfeld, einen Überzahltreffer von Stürmer Thomas Ziegler wegen angeblichen Torraumabseits’ nicht zu geben. Statt der erneuten Führung Ärger auf schweizer Seite ob der vielen vergebenen Chancen und weiter ein offenes Spiel. „Wofür haben wir eigentlich einen Video-Schiedsrichter? Der Puck hat den Torraum nie verlassen. Wir hätten auch mit fünf Spielern im Torraum stehen können“, so der sichtlich verärgerte Ralph Krueger nach dem Spiel.

Eng wurde es für die Schweiz nochmal gegen Ende des zweiten Drittels, Prochazka und Reichel scheiterten an Gerber, der bis auf seinen Patzer beim Gegentor eine gute Partie ablieferte. Die Schweizer zeigten, warum sie „die Russen Mitteleuropas“ genannt werden. Zwar hatten sie nur knapp halb soviel Schüsse wie die Tschechen, doch konnten sie problemlos mit dem schnellen, technisch guten Spiel des Weltmeisters mithalten.

Ein genialer Moment genügte den Tschechen, um das Spiel zu drehen. Hinter dem Tor stehend sah Tomas Vlasak seinen Sturmpartner Viktor Ujcik. Das Zuspiel verwandelte Ujcik per one-timer-shot zum 2-1 nach 43:57 Minuten. Nur kurz darauf hätte Martin Prochazka für die Entscheidung sorgen können, aber sein Schuss knallte an den Pfosten. Gerber wäre machtlos gewesen.

Letztlich machte die Cleverness der Tschechen den Unterschied. Nach 58:54 Minuten nahm der schweizer Coach Ralph Krueger seinen Goalie zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Robert Reichel schliesslich machte mit seinem zweiten Tor des Abends, 15 Sekunden vor dem Ende, die Hoffnungen der Schweizer auf einen Punktgewinn zunichte. 3-1 lautete der Endstand nach 60 Minuten. „Gut, dass wir beide Punkte gewonnen haben. Jetzt haben wir ein paar Tage Pause und die können wir auch gut gebrauchen“, stellte Reichel nach dem Spiel fest. Stürmer Flavien Conne wunderte sich über den Spielverlauf: „Es ist ärgerlich, wenn es so lange 1-1 steht. Wir können nicht viel besser spielen als wir heute gezeigt haben.“

Während Tschechien damit ebenso wie Deutschland drei Punkte in die Zwischenrunde mitnimmt, fangen die Schweizer wieder bei null an. Die gegen Weissrussland errungenen Punkte gehen nicht in die Wertung ein.

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hockeyfans.ch