3
 
4

MZA vs.ZNO

3
 
6

KAC vs.BWL

3
 
2

DEC vs.AVS

2
 
6

MZA vs.VIC

2
 
3

AVS vs.MZA

0
 
2

KAC vs.DEC

4
 
2

VSV vs.VIC

4
 
1

BWL vs.HCI

3
 
7

G99 vs.RBS

7
 
3

HCB vs.ZNO

3
 
2

HCI vs.BWL

1
 
2

AVS vs.RBS

6
 
1

VIC vs.VSV

3
 
2

DEC vs.KAC

2
 
5

ZNO vs.MZA

3
 
2

G99 vs.HCB




Wirklich lange mussten sie gar nicht warten, bis sich der nationale Ausnahmezustand einstellte. 22 Sekunden genau. Bis Jozef Stümpel sich hinter der Grundlinie den Puck schnappte, ihn weiter schubste zu Lubomir Visovsky, der sich von Valeri Karpov davon gestohlen hatte – und nach dessen Schuss brauchte Schiedsrichter Jukka Pakaslahti schon den Videobeweis um festzustellen, dass die Scheibe vom Innengestänge des Tores abgeprallt war und nicht vom Pfosten.



1:0, das war genau nach dem Geschmack der Slowaken, die in den beiden vorangegangenen Spielen stets einen Rückstand hatten aufholen müssen. Und Miroslav Satan & Co machten weiter Druck gegen eine russische Mannschaft, die zwar taktisch diszipliniert das eigene Drittel zustellte, nach vorne aber wenig zu Wege brachte. Slowakische Ausnahmekönner gegen russisches Abwehrbollwerk – da konnten nur Geistesblitze der Topstars helfen. Und ein solcher sollte nicht lange ausbleiben. Russlands NHL-Legionär Roman Lyashenko saß auf der Strafbank, da lief Miroslav Satan mit dem Puck hinter das Tor, wartete lange, bis Peter Bondra quer durch die passive russische Box anstürmte. Mit seinem rekordverdächtigen 42. Torschuss des Turniers jagte er den Puck zum zweiten Mal unter die Torlatte (13.). Turniertreffer Nummer sechs für Bondra, womit er mit Toptorjäger Marcel Rodman (Slowenien) gleichzog.



Russland, diesmal ohne den verletzten Ausnahmeverteidiger Dmitri Bykov und Ravil Gusmanov, versuchte sich vor den Augen seines neuen Sportministers Slava Fetisov über verstärkten Körpereinsatz besser ins Spiel zu bringen. Mehr als Strafzeiten sprangen dabei zunächst freilich nicht hinaus. Bis zu Beginn des zweiten Drittels in Ausnahme-Verteidiger Richard Lintner zur Abwechslung ein Slowake auf die Strafbank trollte. Ein starkes russisches Powerplay folgt, und als das gerade abgelaufen war, da drosch Dmitri Zatonski über den Puck, der statt auf das Tor vor die Füße des freistehenden Maxim Sushinski trudelte. Der Angreifer von Avangard Omsk brauchte die Scheibe nur noch am bereits flach liegenden Goalie Jan Lasak vorbei über die Linie zu drücken (24.). 1:2 – Russland war wieder im Spiel.



Für ganze drei Minuten allerdings nur. Mitten hinein in die russische Drangphase lief Miroslav Satan in einen Pass von Michal Handzus und irgendwie kullerte die Scheibe von Alexei Koznevs Schlittschuhen leicht abgelenkt gegen den Pfosten und von dort ins Tor (27.). Punkt Nummer 13 für Satan, womit sich der slowakische Kapitän endgültig Topskorer des Turniers nennen durfte. Der alte Abstand war wieder hergestellt, was das packend gewordene Geschehen wieder merklich beruhigte.



[image]42#left[/image]Doch aus dem Spiel waren die Russen noch lange nicht, obwohl sich zwischenzeitlich auch noch Routinier Vjacheslav Butsajev verletzt verabschiedete. Im Schlussabschnitt drängte das Team von Boris Michailov mit großem Kampfgeist noch einmal auf seine Chance. Machte Druck, und das sollte schnell belohnt werden. Vladimir Antipov schwindelte den Puck nach feiner Vorlage von Valeri Karpov über die Linie (43.). 2:3, und die Sbornaja drängte weiter. Afinogenov verpasste gleich zweimal knapp, Ivan Tkachenko auch. Russland hatte über gesunde Härte den Slowaken den Schneid abgekauft. Der dritte Treffer konnte nur eine Frage der Zeit sein. Und er kam. Als Alexander Prokopiev das Tor umkurvte, auf den anstürmenden Maxim Sushinski zurücklegte, und der schubste den Puck flach ins Netz.



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Aber es sollte schließlich ihr Tag werden. Und deshalb drosch Peter Bondra eben einfach einmal drauf, deshalb griff Russlands Goalie Maxim Sokolov zum ersten Mal in diesem Turnier daneben. Und aus heiterem Himmel rauschte der Puck zwei Minuten vor Schluss zum vierten Mal ins Tor. Sie hatten auch das Glück auf ihrer Seite in diesem tollen Finale.



Russland versuchte alles, nahm den Torhüter vom Eis. Alleine es half nichts. Arm in Arm schrie die slowakische Bank das Spiel zu Ende. Die Slowakei hatte ihren ersten Weltmeistertitel.


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