1
 
0

HCB vs.HCI

3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

0
 
0

KAC vs.HCB

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO

0
 
0

BWL vs.VIC


Kein Sieg zum Abschied von Kennedy - 3:2 für die Ukraine



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Montag, 06.Mai 2002 - 18:21 - Österreich verabschiedet sich bei dieser WM mit einer weiteren Niederlage. Im letzten Spiel gegen die Ukraine vergab man eine zweimalige Führung und verlor am Ende mit 3:2. Damit belegt Österreich Rang 12 bei diesem Turnier.Österreich – Ukraine 2:3 (1:0,1:1,0:2)



Tore: 1:0 Kalt (17:12), 1:1 Klymentiev (PP/21:32), 2:1 Brandner (PP/36:49), 2:2 Shakhraichuk (PP/40:11), 2:3 Tsyrul (50:15)



Strafminuten: 16 zu 12



Goalies: Dalpiaz bzw. Simchuk



Das Spiel stand unter guten Vorzeichen - Österreich zwar die Mannschaft mit den meisten Strafen bei dieser Weltmeisterschaft, doch die Ukraine hat bislang noch kein einziges Tor in Überzahl erzielt. Für Perthaler, Schaden, Lavoie und Coach Ron Kennedy war es der letzte Auftritt mit dem Nationalteam auf internationaler Ebene.
Das erste Drittel begann äußerst verhalten – beide Teams schienen müde, nahmen vollkommen das Tempo aus dem Spiel. Dadurch war es alles andere als eine Partie fürs Auge, denn viel zu sehen gab es nicht.
Erstmals Gefahr drohte in der siebten Minute - Salfi saß in der Kühlbox – als Claus Dalpiaz einen Schlagschuss nicht ganz abwehren konnte und der Puck fast hinter die Linie rutschte, doch der Goalie bewies einmal mehr seine Reaktionsfähigkeit und fing die Scheibe, trotz heftiger Behinderungsversuche der ukrainischen Stürmer, ab. Im Gegenzug hatte Perthaler fast ein Breakaway, aber Tolkounov hielt ihn mittels Foul davon ab und musste auf die Strafbank – erstes Powerplay für Österreich, aber es brachte nichts ein.
Danach plätscherte das Match vor sich hin – beide Teams spielten weiterhin abwartend und vorsichtig um ja keinen Fehler zu machen.
Erst bei 13:50 auf der Uhr konnte Österreich erstmals gefährlich werden: Oliver Setzingers Schuss konnte von Goalie Simchuk nur mit Mühe pariert werden. Danach gab es wieder altbekannte Eishockeykost – ohne Tempo und Kraftaufwand hin und her.
Die Uhr stand bei 17:12 als Österreich eigentlich aus dem Nichts in Führung gehen konnte – nach einem Schuss von Brandner prallte der Puck von der Bande ab, fiel Dieter Kalt vor die Füße, der Goalie Simchuk anschoss und damit die Scheibe irgendwie hinter die Linie drückte. Bei dieser Aktion stand die Verteidigung der Ukraine extrem weit vom Geschehen weg, was den Österreichern zu Gute kam.
In weiterer Folge besserte sich das Spiel nicht – erwähnenswert nur noch die Schrecksekunde 18 Sekunden vor dem Ende als Dalpiaz bei einem Stangenschuss wieder einmal Glück hatte.



Der zweite Spielabschnitt begann mit zwei Premieren bei dieser Weltmeisterschaft. Nach 32 Sekunden konnte Dalpiaz einen scharfen Schlagschuss abfangen. Dieser Aktion folgte ein Foul das den Ukrainern ein folgenschweres Powerplay einbrachte. Klymentiev erzielte das erste Tor in Überzahl für sein Team bei diesen Weltmeisterschaften – 1:1.
Die zweite Premiere war der erste Penalty für Österreich bei diesem Turnier (25:42), aber Szücs ließ sich diese große Möglichkeit gegen Simchuk entgehen.
In weiterer Folge war die Ukraine spielbestimmend, hatten ihre bislang beste Phase, aber sowohl Khristich (26:19), von den Washington Capitals, als auch Salnikov scheiterten alleine vor dem hervorragendem Claus Dalpiaz, der das Spiel weiterhin offen hielt.
Für Österreich ging es darum eine gute Ausgangsposition für die nächste WM herauszuarbeiten, und man wollte unbedingt Weißrussland aus dem Weg gehen. Daher musste man das Spiel entweder gewinnen, um mit Japan gegen die Relegation zu spielen, oder verlieren, um so wie dieses Jahr gegen Slowenien zu spielen. Bei einem Unentschieden würde der Gegner nächstes Jahr Weißrussland heißen.
Die Österreicher entschieden sich für Japan als nächstjährigen Gegner und waren voll auf Sieg eingestellt. Im Powerplay erzielte Brandner nach einem langen Pass von Herbert Hohenberger das 2:1 während einer Überzahlsituation (36:49). Dies war der erste WM-Treffer für den Torjäger aus der DEL von den Krefeld Pinguinen.
Eine Minute später hatte Österreich wieder Glück - Dalpiaz lässt einen Schuss abtropfen und kommt vor lauter Verwirrung nicht mehr an die Scheibe, aber Kapitän Martin Ulrich klärt vor den ukrainischen Angreifern.
Damit blieb es nach vierzig Minuten beim Wunschergebnis aus österreichischer Sicht - 2:1.



Dadurch das Sintschnig noch in der Kühlbox saß, begann die Ukraine das letzte Drittel in Überzahl und verpasste den Österreichern einen schweren Dämpfer. Nach nur 11 Sekunden brachte Vadim Shakhraichuk den Puck an Dalpiaz zum 2:2-Ausgleich vorbei.
Durch diesen Ausgleich war der Kampfgeist der Österreicher erheblich angeschlagen, und die Ukraine versuchte dies eiskalt auszunützen – unter anderem mit einem weiteren Stangenschuss (46:39), bei dem Herbert Hohenberger seinen Gegenspieler nur mit einem Foul stoppen konnte um nicht vielleicht den Abpraller zu verwerten.
Zur Hälfte des letzten Spielabschnitts besiegelte die Ukraine den Sieg: Tsyrul zog trocken vom Bullykreis ab und Dalpiaz hatte keine Zeit mehr zu reagieren.
Fast hätte Österreich gar noch den Ausgleich erzielt: nach einem Fangfehler von Simchuk war Trattnig so überrascht, dass er am leeren Tor vorbeischoss.
Am Ende blieb es beim 3:2-Sieg für die Ukraine, sicherlich das kleinste Übel für Team Austria, die nun nächstes Jahr bei der WM gegen Slowenen um den Klassenerhalt spielen werden. Österreich landet damit bei dieser Eishockey-Weltmeisterschaft auf Rang 12, knapp hinter Lettland (11), Schweiz (10) und der Ukraine (Rang 9).



Players of the Game:
Österreich: Christoph Brandner
Ukraine: Dimitri Khristich



Beste Spieler des Turniers:
1. Dieter Kalt
2. Andre Lakos
3. Dominic Lavoie