2
 
3

HCB vs.RBS

5
 
2

G99 vs.VSV

2
 
3

BWL vs.KAC

1
 
2

VSV vs.AVS

6
 
4

VIC vs.ZNO

2
 
1

RBS vs.G99

1
 
0

HCB vs.HCI

3
 
2

DEC vs.BWL

0
 
0

RBS vs.ZNO

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

AVS vs.KAC

0
 
0

DEC vs.HCB

0
 
0

BWL vs.HCI

0
 
0

G99 vs.VIC

0
 
0

MZA vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.VSV


Ausgeträumt - Österreich hat keine Chance mehr auf das Viertelfinale



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Freitag, 03.Mai 2002 - 22:20 - Es war zwar das erwartete schwere Spiel gegen die Slowakei, aber die Österreicher machten es dem Gegner nicht besonders schwer – katastrophale Gegentreffer besiegelten die 6:3-Niederlage. Damit hat Österreich keine Chance mehr ins Viertelfinale aufzusteigen.Slowakei – Österreich 6:3 (3:0,0:2,3:1)



Tore: 1:0 Tomik (4:10), 2:0 Orszagh (8:55), 3:0 Pavlikowsky (12:52), 3:1 Setzinger (28:14), 3:2 H.Hohenberger (PP/31:42), 4:2 Visnovsky (40:38), 5:2 Lintner (PP/44:54), 5:3 Kalt (PP/54:58), 6:3 Bartecko (55:55)



Strafminuten: 18 zu 16



Goalies: Lasak bzw. Prohaska



Schwach und unverständlich – mehr kann man zu diesem ersten Drittel aus österreichischer Sicht nicht sagen. Zum einen war es relativ überraschend, dass Coach Ron Kennedy in einem so wichtigen Spiel auf den dritten Goalie Prohaska zurückgreift und zum anderen waren es für Österreich die schwächsten 20 Minuten bei dieser Eishockey-WM - nur zwei Schüsse auf das Tor der Slowaken konnte man in diesem Drittel registrieren.
Das Spiel begann für die Österreicher schlecht wie jedes bei diesem Turnier: nach 4:10 patzte Prohaska und musste per „Bauerntrick“ den ersten Gegentreffer hinnehmen.
Das 2:0 fiel aus einem weiteren Abwehrfehler, denn der NHL-Profi Orszagh natürlich eiskalt nutzte. Spätestens jetzt hätte den Österreichern klar sein müssen, dass es so einfach nicht weitergeht. Die Verteidigung spielte viel zu passiv, stand einfach zu weit weg vom Gegner.
Doch die Österreicher machten so weiter wie bisher und dies hatte den dritten Gegentreffer zur Folge: Pavlikowsky hielt einfach drauf und Prohaska griff daneben. Wieder ein Treffer den man verhindern hätte können, aber der österreichische Goalie wirkte in seinem ersten Länderspiel bei einer A-WM viel zu nervös.
Erst nach dem 3:0 wachten die Österreicher auf und Szücs hatte nach einem sehr klugen Pass von Trattnig die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer, aber der slowakische Keeper Lasak war auf seinem Posten.
Anstatt nachzusetzen wachte ein auf Eis gelegtes Problem plötzlich wieder auf: die unnötigen Strafen. Durch Fouls von Philipp Lukas und Unterluggauer hatte die Slowakei eine 5 gegen 3-Überzahlmöglichkeit bei der es einige male eng wurde vor dem Kasten von Prohaska, aber immer wieder gelang der Befreiungsschlag.
Damit verließen beide Teams das Eis – man sah den Österreichern die Frustration an, denn so hatte man sich den Auftritt in diesem wichtigen Spiel sicher nicht vorgestellt.



Im zweiten Spielabschnitt verschärften die Slowaken wieder den Druck und die österreichische Verteidigung kam einige male ganz schön ins schwitzen, denn Goalie Prohaska wirkte in vielen Phasen nervös und dadurch sehr unsicher.
Dennoch konnte Österreich ein wenig mehr für die Offensive tun, denn kurz nach dem Eröffnungsbully musste der erste Slowake in die Kühlbox. In dieser Phase zeichnete sich Goalie Lasak als sicherer Rückhalt seines Teams aus, aber Österreich kam aufgrund des guten slowakischen Defensivspiels nicht wirklich zu den zwingenden Chancen.
Erst im zweiten Powerplay ging den Österreichern der Knopf aus, als Oliver Setzinger nach einer Traumkombination den Anschlusstreffer erzielte – Keeper Lasak war damit zum ersten mal geschlagen.
Nach dem Tor spielte Österreich befreiter auf - Brandner und Salfi hatten gute Möglichkeiten, aber gerade in dieser Phase vernachlässigte man etwas die Defensive, sodass die Slowaken immer wieder zu gefährlichen Kontermöglichkeiten kamen, die jedoch Prohaska vereitelte.
Ein Powerplay für Österreich kam in dieser Phase natürlich wie gerufen – und man konnte die große Chance auch ausnutzen: Herbert Hohenberger verkürzte mit einem Traumtor auf 3:2.
Die Österreicher schienen den Knoten, welcher sie gehemmt hatte, gelöst zu haben, aber durch die Übermütigkeit handelte man sich wieder dumme Strafminuten ein. Eine Minute nach dem Tor von Herbert Hohenberger musste sein Bruder Martin Hohenberger in die Kühlbox, aber Österreich überstand die Unterzahlsituation ohne Gegentreffer.
Die Slowakei machte nun wieder mehr Tempo und versuchte sich verstärkt in den Spielaufbau einzuschalten, denn die moralisch nun gestärkten Österreicher standen kurz vor dem Ausgleich - Kaspitz und Szücs vergaben gute Möglichkeiten.
Einziges Problem der Österreicher waren die vielen Ausschlüsse – man arbeitet zwar schon seit einigen Jahren daran, aber man scheint es einfach nicht in den Griff zu bekommen.
In der letzten Minute des zweiten Spielabschnitts noch eine Schrecksekunde für Österreich: die Slowaken fuhren ein 3 gegen 1-Break, aber Prohaska war in diesem Fall Herr der Lage.
Damit endete ein für Österreich sehr erfolgreiches Drittel – das Spiel war wieder spannend.



Im letzten Drittel ging es um Alles oder Nichts - Österreich musste alles auf eine Karte setzen: Viertelfinale oder Abschiedsspiel gegen die Ukraine; und es sah ganz klar nach einem Abschiedsspiel aus. Nach 38 Sekunden erzielte Visnovsky, von den Los Angeles Kings, nach einem unerklärlichen Fehler von Prohaska, der einen Schuss von Bondra nicht unter Kontrolle brachte, den vierten Treffer der Slowakei - 4:2.
Nun fanden die Österreicher jedoch nicht mehr ins Spiel – es häuften sich viele technische Fehler und man verlor viel Kraft durch Strafen, die den Slowaken viel Zeit und Tore brachten: Richard Lintner erzielte nach einem abgelenkten Pass das entscheidende 5:2; Prohaska wirkte auch bei diesem Treffer in gewisser Weise mehr als überfordert.
Österreich kämpfte danach zwar noch mit, aber man sah ihnen an, dass sie dieses Spiel schon abgeschrieben hatten. Nach einem langen Steilpass versiebte Robert Tomik die große Möglichkeit zum sechsten Treffer für die Slowakei. Immer wieder ließen sich die Österreicher nach hinten drängen und spielten nun extrem destruktiv – der Spielaufbau litt darunter gewaltig, aber es war einfach die Luft draußen.
Die Slowaken taten nicht mehr allzu viel für das Spiel, wollten ihre Kräfte für das nächste Match schonen, und somit plätscherten die Minuten ohne erwähnenswerte Höhepunkte dahin. Erst Peter Bondra beendete die müde Phase mit einer Möglichkeit alleine vor Prohaska, der jedoch klären konnte.
In der Schlussphase hatten die Österreicher noch eine 5 gegen 3-Überzahlsituation und Ron Kennedy nahm eine Auszeit für weitere taktische Besprechungen, die ihre Wirkung nicht verfehlten: Dieter Kalt erzielte nach klugem Pass von Martin Ulrich das 5:3.
Wenige Sekunden später war der Hoffnungsschimmer dahin: Bartecko erzielt den sechsten slowakischen Treffer, bei dem Goalie Prohaska von Robert Lukas etwas unbeholfen behindert wurde. Damit war das Spiel nun endgültig gelaufen, denn vier Treffer in den restlichen vier Minuten schienen mehr als unwahrscheinlich – und es passierte auch nicht mehr.



Österreich hat damit die Chance auf das Viertelfinale verspielt und Coach Ron Kennedy wird sich heute Nacht sicherlich fragen wie er den Rookie Prohaska bei diesem wichtigen Spiel ins Tor stellen konnte, denn mit Suttnig oder Dalpiaz im Kasten hätte es vielleicht anders ausgesehen.



Zum besten Spieler der Österreicher wurde Herbert Hohenberger ausgezeichnet.


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