Ohne Druck gegen die Slowakei



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Freitag, 03.Mai 2002 - 15:46 - „Das Turnier ist noch nicht zu Ende“ sagt Ron Kennedy. Und: „Wir müssen bereit sein.“ Bereit für Slowakei und Ukraine, die Gegner in der Zwischenrunde.Die Erinnerungen an die WM 2001 sind noch zu wach: Da kassierte Österreich gegen Schweden ein 0:11-Debakel in der Zwischenrunde. Diesmal, nach getaner Arbeit und die Qualifikation für die A-WM in Finnland 2003, darf das nicht wieder passieren. Trainer Kennedy: „Die jungen Spieler möchten ihren Traum verwirklichen, bei einem Top-Klub im Ausland arbeiten. Jetzt haben sie die Möglichkeit, den Scouts aufzufallen.“ So wie es Teambaby Oliver Setzinger getan hat. Der Black Wings Stürmer, der bis Weihnachten bei Ilves Tampere spielte, traf gestern in seinem 31. Länderspiel auf Ilves-Teamkollege Raimo Helminen. Der 38-jährige Finne absolvierte gegen Österreich sein 320. Länderspiel und zog mit dem Rekordinternationalen Udo Kiessling (GER) gleich. Der Ex-NHL-Spieler peilt damit seinen nächsten Rekord an: Den für die meisten Olympia-Teilnahmen (6) hat er schon.
Und obwohl der persönliche Ehrgeiz der Spieler jetzt im Vordergrund steht, sind die Resultate in dieser Zwischenrunde auch für die WM 2003 nicht unerheblich: Je besser der Platz, desto „leichter“ die Gruppe im nächsten Jahr, dann wird nämlich ein Aufsteiger zugelost. Aus der Division I kommen Dänemark und Weißrussland nach oben, Japan ist gesetzt.
„Gegen die Slowakei können wir ohne Druck spielen“, erkannte Dieter Kalt, der mit drei Toren in der Torschützenliste führt. „Am besten wäre eine Leistung wie im letzten Jahr gegen die USA.“ Kassierten die Österreicher gegen die Slowaken bei der WM 2001 noch eine 0:5-Niederlage, gewannen sie heuer bei den Olympischen Spielen mit 3:2. Wobei die Ausgangsposition im Februar ungleich leichter war: Bei Olympia waren keine NHL-Spieler dabei, jetzt sind es gleich neun. Rechtzeitig zur Zwischenrunde wurden Michal Handzus, Ladislav Nagy (beide Phoenix) und Lubomir Visnovsky (Los Angeles) eingeflogen. Zigmund Palffy (Los Angeles) wird erst im Viertelfinale ins Geschehen eingreifen. Trotzdem stehen den Österreichern zwei Linien mit NHL-Stars gegenüber. Miroslav Satan (Buffalo), Handzus und Peter Bondra (Washington) bilden den ersten Sturm.
Die Ziele in der Zwischenrunde sind eindeutig festgelegt: Zwei Punkte will das Team Austria noch machen. Und dafür bieten sich die Slowakei und die Ukraine an. Kennedy: „Voll Gas geben, voll spielen, voller Einsatz, dann ist alles möglich.“ Oliver Setzinger möchte die Spiele lange offenhalten, eventuell das erste Tor schießen. „Wenn wir verlieren, ist das auch okay, wenn wir bis zum Schluß kämpfen und uns Respekt verschafft haben.“



Quelle: Kärntner Tageszeitung

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