3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

3
 
4

BWL vs.VIC

0
 
0

G99 vs.DEC

0
 
0

VSV vs.AVS

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO


WM: Österreich verliert gegen die Ukraine und wird Zwölfter



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Dienstag, 07.Mai 2002 - 6:13 - Eine überraschend positive WM geht
für die Österreicher zu Ende. Zwar verlor man auch das letzte Spiel gegen
die Ukraine, diesmal knapp mit 2:3, doch im Hinblick auf die radikale
Verjüngung des Teams kann man dieses Turnier vor allem für die Zukunft des
österreichischen Eishockey als sehr zufriedenstellen betrachten.




Gegen die Ukrainer startete man zum ersten Mal in einem Turnierspiel bei
dieser WM wirklich konzentriert und konnten prompt auch mit 1:0 in Führung
gehen. Diesen knappen Eintorevorsprung hielt das Team Austria bis in das
letzte Drittel, wo man jedoch noch 2 Gegentreffer kassierte und daher diese
Partie wieder unglücklich verlor. Die Tore der Österreicher erzielten Kalt
und Brandner.




Damit beenden die Österreicher die WM in Schweden am 12. Endrang. Sie
konnten zwar in der Zwischenrunde kein Spiel gewinnen und insgesamt nur die
Slowenen schlagen, aber dennoch bleibt nach dieser WM ein positiver
Beigeschmack. Denn das junge Team verlor nie mit mehr als 3 Toren Differenz
und bot selbst nach schnellen und deutlichen Rückständen grossen Einsatz und
zeigte viel Moral, was man in den vergangenen Jahren oft vermisst hatte.

Dieser 12. Rang hat wie jedes Jahr auch Konsequenzen für das Team Austria im
Hinblick auf das Turnier 2003 in Finnland. Dort trifft man in der Vorrunde
erneut auf die Slowenen und auf den Vierten und Fünften der noch laufenden
Finalrunde bei der WM in Schweden.
Stimmen, einen Spielbericht und die Statistik zum Spiel gibt es in den Zusatzinfos...




Spielbericht
Das erste Mal konnte Österreich ein Anfangsdrittel gewinnen. Nach 20 Minuten stand es 1:0, beide Teams starteten verhalten, tasteten sich ab. Im Gegensatz zu den bisherigen Matches war kaum Tempo im Spiel. Christoph Brandner: „Wir haben verhalten begonnen, für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel.“ Die wenigen Chancen auf beiden Seiten machten die Goalies zunichte.



Nur einmal wurde es vor dem Tor von Dalpiaz gefährlich: Als Salfi bereits nach 4:12 das erste Mal auf der Strafbank Platz nahm, war Österreich
eingekesselt. Bot zwar ein gutes Unterzahlspiel, konnte sich aber nur ein einziges Mal aus der eigenen Zone befreien.



In der 18. Minute schoß Kalt den Führungstreffer: Den ersten, direkten Schuß wehrte der ukrainische Goalie Simchuk ab, der Rebound saß dann.




Im Mittelabschnitt warteten die Österreicher mit besserem Spiel auf. Die Ukrainer versuchten, sofort mit Beginn Druck zu machen. Nach 47 Sekunden kassierte Trattnig eine Strafe wegen Hohen Stock – 44 Sekunden später fiel der Ausgleich zum 1:1. In der 26. Minute läuft Szücs allein aufs Tor – er wird unsanft gestoppt, Österreich wird ein Penalty zugesprochen.



Szücs scheitert an Keper Simchuk, er wehrt mit dem Schoner ab. Die Ukraine findet noch einige Chancen vor, in Führung zu gehen. Doch in der 37. Minute gibt es die Premiere für Brandner: Im Powerplay schickt Herbert Hohenberger einen
haargenauen Paß aus dem eigenen Verteidigungsdrittel weg, Brandner nimmt ihn
auf und verwertet in Penalty-Manier. Das erste Tor des Steirers bei diesem WM-Turnier bedeutet gleichzeitig den Pausenstand von 1:2.



Sintschnig kassiert in der 39. Minute eine Strafe – zu Beginn des letzten Drittels muß
er noch 21 Sekunden absitzen. Die Ukraine nutzt die Überzahl beinhart aus: Shakhraychuk gleicht zum 2:2 aus. Claus Dalpiaz rettet einige Male für die Österreicher – in der 51. Minute geht aber die Ukraine durch Tsyrul erstmals 3:2 in Führung. Tsyrul trifft die Stange, beim Nachschuß ist Dalpiaz aber machtlos.



Einige gute Chancen findet Österreich (Trattnig, Brandner) noch vor, kann das Spiel aber nicht mehr umdrehen. Im letzten Gruppenspiel schlug der Verletzungsteufel zu: Martin Hohenberger schied nach 40 Minuten mit einer Muskelzerrung im Hüftbereich aus. Die Verletzung erlitt er bereits beim Spiel gegen die Slowakei, Miroslav Satan
checkte ihn gegen die Bande.



Dominic Lavoie erlitt heute nach Bandencheck
einen Fingerbruch, Oliver Setzinger mußte genäht werden. Endgültig ihren Abschied vom Team gaben Mario Schaden (137 Länderspiele, Debüt 1991), Christian Perthaler (116 Spiele, Debüt 1991) und Dominic Lavoie (56 Spiele, Debüt 1997) bekannt.



Das Team fliegt morgen um 13 Uhr von Götebog ab, Ankunft in Wien um 16 Uhr.



Österreich beendet die 66. Weltmeisterschaft auf dem 12. Platz.




ÖEHV-Präsident Dr. Dieter Kalt zum Abschneiden: „Die Leistung des gesamten
Teams und der jungen Spieler haben die Ausfälle vergessen lassen. Der Schnitt ist vollzogen, wir werden den Weg der Jugend auch in der Zukunft
weitergehen. Mit unserem Potential können wir vorne mitspielen, aber nicht aufgrund der Spielerdichte. Wir halten uns konstant unter den besten der Welt – der 12. Platz ist kein Zufallsprodukt. Natürlich haben wir die Chance
gehabt, besser abzuschneiden, aber ich bin Realist: Mit neun neuen Spielern darf man sich keine Höhenflüge erwarten. Wir werden von allen Teams als seriöser A-Gruppen-Teilnehmer und nicht als Newcomer gesehen.“



WM 2003
Die WM 2003 wird in Finnland (Helsinki, Tampere, Turku) gespielt. Diese 67. WM ist die letzte, die an drei Spielorten stattfindet. Österreich spielt in Gruppe D gegen Slowenien, den Viert- und Fünftplatzierten der WM 2002. In welchem Spielort die Österreich-Spiele ausgetragen werden, wird beim Kongreß des Internationalen Eishockeyverbands (Göteborg, 8.-11. Mai) entschieden.



Die WM 2004 findet in Tschechien statt.
Gruppe A: 1., 8., UKR, JPN. Gruppe B: 2., 7., SUI, DEN. Gruppe C: 3., 6., LAT, BLR.



Stimmen zum Spiel:
Herbert Hohenberger: „Ich bin zufrieden, daß wir mit so einem jungen Team den Klassenerhalt geschafft haben.“



Christoph Brandner: „Mein erstes Tor hier ist gar nicht so wichtig. Ich hab ja bereits fünf Assists am Konto. Phasenweise hätte es für mich besser laufen können, ich hätte einige Chancen mehr verwerten können. Positiv ist, daß wir gesehen haben, daß wir gegen die großen Nationen mithalten können. Gerade in solchen Spielen ist es schwer, die Übersicht zu behalten und
konzentriert zu sein. Wenn wir den Weg mit den Jungen weitergehen, werden wir bei der Heim-WM 2005 sicher ein gutes Team stellen können.“



Ron Kennedy: „Mit dem Ausgang der WM bin ich sehr zufrieden. Wir haben kein Spiel mit mehr als drei Toren verloren. Suttnig, Prohaska und Dalpiaz haben gezeigt, daß sie ein sicherer Rückhalt sind. Das Team muß noch mehr an sich
glauben, dann sind auch Top-Platzierungen drinnen.“



AUT – UKR 2:3 (1:0, 1:1, 0:2)
Tore: 1:0 Kalt (18.), 1:1 Klymentyev (22./PP), 2:1 Brandner (37./PP), 2:2 Shakhraychuk (41.), 2:3 Tsyrul (51.).



Schüsse: 19:27
Strafzeiten: 16:12



Aufstellung Österreich:
Dalpiaz; Unterluggauer – A. Lakos, R. Lukas – H. Hohenberger, M. Hohenberger – Lavoie, Ulrich –Sintschnig; Brandner – Ph. Lukas – Kalt, Setzinger – Pöck – Trattnig, Perthaler – Kaspitz – Salfi, Szücs – Schaden – König.



Bester Spieler Österreich: Christoph Brandner.


Beste drei WM-Spieler Österreich: Dieter Kalt, Andre Lakos, Dominic Lavoie.



(Quelle: ÖEHV Presseaussendung)