2
 
5

DEC vs.VIC

3
 
2

AVS vs.G99

4
 
1

KAC vs.MZA

4
 
1

HCI vs.DEC

0
 
1

VIC vs.AVS

2
 
3

HCB vs.RBS

5
 
2

G99 vs.VSV

2
 
3

BWL vs.KAC

0
 
0

G99 vs.VIC

0
 
0

MZA vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.VSV

0
 
0

VSV vs.AVS

0
 
0

RBS vs.G99

0
 
0

HCB vs.HCI

0
 
0

DEC vs.BWL

0
 
0

VIC vs.ZNO


WM: Niederlage gegen die Slowakei beendet Österreichs Viertelfinalchancen



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Freitag, 03.Mai 2002 - 23:34 - Ein gutes Drittel reichte den
Österreichern nicht, um gegen den grossen Favoriten aus der Slowakei
bestehen zu können. Der Vizeweltmeister von St. Petersburg 2000 begann
verhalten und man merkte dem Team mit seinen NHL Stars die Strapazen des
Sieges gegen die Schweden vom Vortag an.




Dennoch war das erste Drittel eine deutliche Angelegenheit. Die Österreicher
waren zu nervös und nicht konzentriert genug, hatten zudem noch einen
unsicheren Gert Prohaska zwischen den Pfosten. Ausserdem brachte man nach
vonre so gut wie nichts zustande. Nach 20 Minuten hatten die Slowaken ein
Schussverhältnis von 18:2 und einen Vorsprung von 3:0 herausgespielt. Im
Kämpfen ist das Team Austria mittlerweile schon sehr gut geworden und
beherrschte dann zu aller Überraschung das Mitteldrittel. In diesen 20
Minuten gelang sogar der 2:3 Anschlusstreffer durch ein Power Play Tor von
Herbert Hohenberger, nachdem der Linzer Oliver Setzinger das rot-weiss.rote
Team erstmals zu Jubelstürmen hinreissen liess. Doch das Team von Ron
Kennedy verabsäumte es aus den vielen Chancen weitere Tore zu machen und im
letzten Abschnitt waren die Slowaken wieder hellwach. Schon nach 38 Sekunden
fiel das 4:2 und damit die Entscheidung. Am Ende hiess es 6:3 für den
Favoriten, der damit die Viertelfinalteilnahme fixierte.







Für die Österreicher ist damit der Traum vom Viertelfinale vorbei und man
muss sich wieder an der Ukraine orientieren, um in der Zwischenrundengruppe
nicht am letzten Platz zu enden. Am Montag wird das Team Austria im letzten
Gruppenspiel gegen die Ukraine antreten.



Einen Spielbericht und die Statistik zum Spiel gibt es in den Zusatzinfos...

Slowakei - Österreich 6-3 (3-0, 0-2, 3-1)
Tore:
04.10 1-0 TOMIK, Robert (STRBAK, Martin)
08.55 2-0 ORSZAGH, Vladimir (PAVLIKOVSKY, Rastislav/NAGY, Ladislav)
12.52 3-0 PAVLIKOVSKY, Rastislav (NAGY, Ladislav/LINTNER, Richard)
28.14 3-1 PP1 SETZINGER, Oliver (TRATTNIG, Matthias/POCK, Thomas)
31.43 3-2 PP1 HOHENBERGER, Herbert (LUKAS, Philipp/UNTERLUGGAUER, Gerhard)
40.38 4-2 VISNOVSKY, Lubomir (HANDZUS, Michal/BONDRA, Peter)
44.54 5-2 PP1 LINTNER, Richard (SATAN, Miroslav/HANDZUS, Michal)
54.58 5-3 PP1 KALT, Dieter (ULRICH, Martin/LAVOIE, Joseph g d)
55.55 6-3 BARTECKO, Lubomir (PUCHER, Peter/PETROVICKY, Robert)



Schüsse: 39:22
Strafzeiten: 18:16



Spielbericht:
"Das war das schlechteste Drittel, das wir bei dieser WM gespielt haben", war Dieter Kalt nach dem Spiel gegen die Slowakei ehrlich. Die Slowaken begannen mit Anpfiff, Druck zu machen. Keeper Gert Prohaska erhielt im ersten WM-Spiel seiner Karriere bereits in der 1. Spielminute den ersten Schuß auf sein Gehäuse. Österreich schaffte nur vereinzelte Vorstöße bis zum
slowakischen Tor.



Bereits in der 5. Minute ging der Gegner mit 1:0 in Führung. Österreich antwortete mit einer guten Torchance von Trattnig in der 8. Minute, die Retourkutsche kam prompt: Eine Minute später erzielt Orszagh das 2:0. Prohaska konnte den ersten Schuß mit dem Beinschoner abwehren, der
Nachschuß saß dann. Österreichs Schicksal wurde in der 13. Spielminute besiegelt – 0:3. Eine 30-sekündige 3:5-Unterlegenheit zu Ende des
Beginnabschnitts überstand Österreich.



In der Pause wurden dann einige Spieler in der Kabine laut – „wir dürfen uns nicht abschlachten lassen“. Und das Wunder geschah: Österreich kämpfte sich auf 2:3 heran. Der Puck lief, Passes kamen wieder an, Österreich bestimmte sogar zeitweise das Spiel. In der 29. Minute läutete Oliver Setzinger den Umschwung ein. Nach Pass von Trattnig netzt er im Powerplay zum 1:3 ein,
drei Minuten später gelang Herbert Hohenberger mit einem Slapshot der Anschlußtreffer.



Dann kam die Zeit des Jan Filc: Der slowakische Trainer wurde auf der Spielerbank erstmals laut, versuchte, sein Team aufzuwecken.



Dennoch – außer einigen Strafen passierte nichts mehr, Österreich gewann das erste Drittel dieser WM mit 2:0 Toren.



„Im letzten Drittel hat den Spielern die Kraft gefehlt, das Spiel offen zu halten“, analysierte Christian Perthaler. Und die Slowaken zeigten sofort, was sie wollten: Bereits im vorletzten Spiel der Zwischenrunde den Aufstieg ins Viertelfinale sichern. Nach 38 Sekunden fiel das vierte Tor der Slowaken. Während Matthias Trattnig die Strafbank drückte, fiel die
Entscheidung: 5:2. Österreich fand noch vereinzelte Chancen vor, aber auch Gerhard Unterluggauers Slapshot krachte neben das Tor.



Mit seinem Powerplay-Tor sorgte Dieter Kalt noch einmal für Hoffnung, die Antwort der Slowaken folgte aber eine Minute später. Österreich fuhr nach dem 3:6 sichtbar enttäuscht vom Eis.



Stimmen zum Spiel:


Dieter Kalt: Wir sind enttäuscht, wir sind mit dem eindeutigen Ziel angetreten, die Slowakei zu schlagen und damit ins Viertelfinale aufzusteigen. Im ersten Drittel hatten wir ein richtiges Black-Out. Mit meiner Leistung während der WM bin ich nicht 100-prozentig zufrieden. Ich hab zwar schon vier Tore geschossen, aber unsere Linie hat heute eine Bilanz von -3 gehabt.



Gert Prohaska: Den Anfang haben wir wieder einmal völlig verschlafen. Ich weiß nicht, ob die Slowaken so stark oder wir so schlecht waren. Die letzten zwei Drittel waren wir gut, das erste war aber entscheidend. Für mich persönlich war es ein wichtiges Spiel, weil es eben das erste war. Bei den Toren hab ich mir nichts vorzuwerfen, das waren großteils glückliche Reounds der Slowaken.



Philipp Lukas: Ich ärgere mich über den schlechten Start. Gegen Slowenien kann man ein Spiel umdrehen, aber nicht gegen einen so starken Gegner wie die Slowakei. Aber wir haben wieder einmal gezeigt, daß wir mitspielen und sie an guten Tagen sogar schlagen können. Mit den bisherigen Ergebnissen bin ich zufrieden. Ich freue mich schon auf die zweitägige Pause, wir sind alle ein wenig kaputt.



Ron Kennedy: Die Slowakei war im ersten Drittel besser, dann haben wir uns zurückgekämpft und das Spiel spannend gehalten. Man hat die Qualität des slowakischen Teams gesehen. Unser junges Team braucht eben noch Spielpraxis. Uns fehlt nach fünf Spielen in acht Tagen die mentale Stärke, auch noch im 13. Drittel ans Siegen zu glauben. Das ist der Unterschied zu Weltklassespielern. Natürlich haben die UNIQA EishockeyLiga-Spieler auch nicht die körperliche Konstitution von NHL-Spielern. Nach dem schwachen Anfangsdrittel haben wir Angst, ein Debakel zu kassieren dann sind wir wieder voll da. Einerseits bin ich stolz, daß wir uns in jedem Spiel zurückgekämpft haben, andererseits frustriert, daß es überhaupt soweit gekommen ist. Wir haben viel erreicht, haben gegen die starken Gegner mit nur drei Toren Unterschied verloren. Bei besseren Starts wäre aber jedesmal mehr drinnen gewesen. Mit Prohaska war ich zufrieden. Bei Rebounds sind meist die Feldspieler schuld, die den Gegner nicht neutralisieren. Teilweise waren wir im eigenen Drittel zu aggressiv. Wenn der Gegenspieler zu hart attakiert wird, wandert man entweder auf die Strafbank oder er macht sich frei. Das müssen wir noch lernen, aber die Ansätze sind da.



Jan Filc (Coach SVK): Im ersten Drittel waren wir so gut wie im Spiel gegen Schweden. Danach waren wir mit dem Kopf nicht dabei. Wir haben auf unsere Disziplin und die Stärke des österreichischen Teams vergessen. Aber ich bin froh, daß wir bereits jetzt das Viertelfinale fixiert haben.

passende Links:

nhl.com