3
 
6

KAC vs.BWL

3
 
0

HCI vs.VSV

3
 
2

DEC vs.AVS

2
 
6

MZA vs.VIC

4
 
2

VSV vs.VIC

0
 
2

KAC vs.DEC

7
 
3

HCB vs.ZNO

3
 
7

G99 vs.RBS

4
 
1

BWL vs.HCI

2
 
3

AVS vs.MZA

2
 
5

ZNO vs.MZA

6
 
1

VIC vs.VSV

3
 
2

HCI vs.BWL

3
 
2

G99 vs.HCB

3
 
2

DEC vs.KAC

1
 
2

AVS vs.RBS


Lockout: Die Spieler kommen mit an den Verhandlungstisch



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Sonntag, 05.September 2004 - 22:11 - Nur noch wenige Tage haben die beiden Verhandlungsparteien NHL und NHLPA Zeit, um sich für die NHL über einen neuen Kollektivvertrag zu einigen. Nun werden auch die Spieler miteingebunden, was allgemein als letzte Chance gesehen wird, vor dem 15. September eine Einigung zu erzielen.Offensichtlich wird sich am Dienstagabend das Präsidium der NHLPA, bestehend aus Trevor Linden [Vancouver Canucks], Bog Boughner [Colorado Avalanche], Vincent Damphousse [Colorado Avalanche], Daniel Alfreddson [Ottawa Senators], Bill Guerin [Dallas Stars], Trent Klatt [Los Angeles Kings] und Arturs Irbe [Columbs Blue Jackets] mit dem Geschaeftsführer der NHLPA, Bob Goodenow sowie Direktor Ted Saskin zusammen setzen. Ob Alfredsson und Guerin wegen dem World Cup of Hockey an dieser Sitzung daran teilnehmen können, ist noch unklar.



Verschiedene andere Zeitungen berichten, dass die nächste Verhandlungsrunde mit der NHL bereits am Donnerstag stattfinden kann und diesmal zum ersten Mal seit Anfang Oktober letzten Jahres wieder mit den Spielern.



Bis Samstagabend war nicht bekannt, ob auch die Vereine vertreten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Harley Hotchkiss [Calgary Flames] und dem Vorsitzenden des Finanzkomitees Jeremy Jacobs [Boston Bruins] an dieser Sitzung teilnehmen.



Diese Entwicklung wird allgemein als letzte Chance gesehen um einen Lockout vor dem 15. September 2004 um Mitternacht zu vermeiden. Es wird erwartet, dass die NHLPA ein neues Angebot vorlegt, das eine Luxussteuer beinhalten wird, jedoch hat dies die NHL bisher immer abgelehnt.



Bereits am 01. Oktober letzten Jahres hatte die NHLPA ein Angebot vorgelegt was u.a. vorsah:



1. Eine Gehaltsobergrenze pro Team von $40 Millionen USD.



2. Für jeden Dollar, der darüber hinaus an Spielergehältern ausgegeben wird, wird eine Steuer von 10% an die NHL abgeführt.



3. Für jeden Dollar, der darüber hinaus an Spielergehältern über $50 Millionen USD ausgegeben wird, wird eine Steuer von 20% an die NHL abgeführt.



4. Für jeden Dollar, der darüber hinaus an Spielergehältern über $60 Millionen USD ausgegeben wird, wird eine Steuer von 30% an die NHL abgeführt.



5. Eine Gehaltskürzung aller Spieler in der NHL um 10%, wobei die NHL vor der Saison 2003-04 bereits $200 Millionen USD hätte einsparen können



6. Die abgeführte Steuer wird dann von der NHL an die sogenannten "small-market teams" weitergereicht.



Die Liga hatte dieses System u.a. bisher immer abgelehnt, weil sie ein System mit einer Art "salary cap" bevorzugt, was die Spieler-Kosten garantiert, ohne die Gewinne der Teams abzuschöpfen. Die NHL vermeidet jedoch den Begriff "salary cap" offen zu benutzen.



Im August 2004 trafen sich NHLPA und NHL dreimal. In der letzten Sitzung wurden annähernd 20 Stunden lang sämtliche Clubs und deren Wirtschaftlichkeit bilanztechnisch Konto für Konto durchgegangen. Laut Bill Daly, Vize-Präsident der NHL, war dies ein "schwermütiger Prozess", den er nach einer Sitzung in Ottawa als eine Scharade der NHLPA bezeichnete. "Die Spieler-Gewerkschaft ist offensichtlich nur darauf aus, um den Prozess bis zum 15. September 2004 zu verzögern, um dann der Liga in letzter Minute ein neues Angebot zu unterbreiten. Die NHLPA hat seit 15 Monaten (Anmerkung des Redakteurs: Es handelt sich in Fakt nur um elf Monate) kein neues Angebot vorgelegt. Wir hoffen nach der heutigen (31. August 2004) Sitzung nun ein neues Angebot der NHLPA zu erhalten", so Bill Daly.



Die Clubs haben derzeit einen Lockout-Fonds von ca. 300 Millionen USD zur Verfügung, um Einnahmeverluste durch Spiele und um Personal in den Vereinen (die Verträge der Trainer und anderer wichtiger Mitarbeiter laufen weiter) bezahlen zu können.



Das derzeitige CBA wurde zweimal in den letzten zehn Jahren verlängert; zuletzt im Jahr 2000. Strenggenommen kann man dies der NHL zum Vorwurf machen, da sich die Entwicklung dort bereits abzeichnete. In den letzten zehn Jahren stiegen die Durchschnitts-Gehälter von $733,000 USD auf $1,83 Millionen USD. Die NHL gibt zu, dass der Umsatz auch in der Zeitspanne gestiegen ist, aber nicht in dem gleichen Maße. Sie sagt, dass 75% des Umsatzes aller Clubs an die Spielergehälter geht und der Verlust in der Saison 2002/03 ligaweit $300 Millionen USD betrug.



Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wer die Besitzer gezwungen hat, die Spieler zu den hohen Veträgen zu verpflichten. Wenn alle Vereine sich zusammengeschlossen hätten und diese allgemeine Schraube nicht mitgemacht hätten, wäre ein sicherlich geringerer Verlust in der letzten Saison möglich gewesen.



Auch die Genehmigung von "expansion franchises" in den letzten zehn Jahren wie Anaheim, Atlanta, Nashville, Florida sowie der Umzug der Winnipeg Jets nach Phoenix erscheint in diesen Zusammenhang fraglich, da gerade diese Franchises zu einem großen Teil des Verlusts, den die NHL heute beklagt, beigetragen haben.



Weitere Verhandlungspunkte sind die Reduzierung der Einstiegsgehälter von Rookies mit einer Obergrenze von Bonis sowie die Abschaffung des Rechts der Spieler vor einem Schlichter für Vertragsverhandlungen zu gehen (Arbitration); ersatzweise strebt die Liga die Einführung dieses Rechts für die Clubbesitzer an, wenn sich die Leistung des Spielers während der Vertragslaufzeit signifikant verschlechtert.



(Hockeyweb.de)

passende Links:

nhl.com