3
 
6

KAC vs.BWL

8
 
3

RBS vs.G99

3
 
0

HCI vs.VSV

2
 
6

MZA vs.VIC

4
 
2

VSV vs.VIC

0
 
2

KAC vs.DEC

4
 
1

BWL vs.HCI

3
 
7

G99 vs.RBS

7
 
3

HCB vs.ZNO

2
 
3

AVS vs.MZA

6
 
1

VIC vs.VSV

3
 
2

DEC vs.KAC

2
 
5

ZNO vs.MZA

3
 
2

G99 vs.HCB

3
 
2

HCI vs.BWL

1
 
2

AVS vs.RBS

 Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Kanada startet als Favorit in den World Cup of Hockey



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Montag, 30.August 2004 - 12:45 - Der Sommer ist zu Ende, die Olympischen Spiele von Athen geschlagen! Mit dem heutigen Tag startet die Eishockey Saison 2004/05, denn der prestigeträchtige World Cup of Hockey beginnt mit dem Spiel zwischen Finnland und Tschechien. Acht Mannschaften kämpfen um die begehrte Trophäe.In den nächsten zwei Wochen beherrschen wieder die Eishockey Superstars die Schlagzeilen. Ab heute findet in Europa und Nordamerika der Wold Cup of Hockey statt. Wenn heute Abend in Helsinki Finnland auf Tschechien trifft ist dies der Startschuss für das Schaulaufen von Jagr, Lidström, Kiprusoff, Ovechkin & Co.



Der Titelverteidiger heisst USA - in einem denkwürdigen Finale hatten die US Boys im Jahr 1996 den Erzrivalen aus Kanada mit 5:2 geschlagen. Dennoch heisst der grosse Favorit für das Turnier Kanada. Die Ahornblätter haben mit Olympiagold 2002 und den WM Titel in den Jahren 2003 und 2004 fast alles gewonnen, was es in den letzten Jahren zu gewinnen gab. Doch die US Amerikaner haben schon in den Testspielen gezeigt, dass sie ebenso wie die gefährlichen Tschechen bereit sind, den Kampf um den Turniersieg aufzunehmen.
„Das wird kein Spaziergang für uns oder irgendein anderes Team“, dämpfte Wayne Gretzky in den letzten Tagen die Euphorie. „Wir müssen mit voller Energie spielen und unser Herz einsetzen!“.



In zwei Gruppen werden die Nationen vorerst um die besten Voraussetzungen für das Viertelfinale kämpfen. Die Europa Gruppe wird dabei von Finnland, Tschechien, Schweden und Deutschland gebildet. In Nordamerika kämpfen Kanada, die USA, Russland und die Slowakei um Punkte. In der ersten Gruppenphase heisst es innerhalb der Gruppen jeder gegen jeden. Danach folgen die Viertelfinals, die ebenfalls zwischen Europa und Nordamerika aufgeteilt werden. Für das Viertelfinale sind alle Teilnehmer qualifiziert. Ab den Halbfinals geht es dann ausschliesslich Übersee weiter und am 14. September geht das Finale im Air Canada Center von Toronto über die Bühne.



Somit wird die erste Phase des Turniers für einige Teams noch die Möglichkeit zum Einspielen genutzt werden. Wie Peter Stasty, Manager der Slowakei meint: „Man kann die ersten drei Spiele verlieren und die nächsten drei Gewinnen und ist Turniersieger!“ Erst das Viertelfinale wird dann im K.O. – Modus gespielt.



Der Grossteil der Mannschaften besteht aus NHL Stars, nur in Deutschland setzt man verstärkt auf Europäische Spieler. Somit steht auch die Marschrichtung für den Spielstil bereits fest: physisches NHL Hockey mit viel Defensive. „Da draussen ist nicht viel Raum“ meint Wayne Gretzky. „Ich denke, der Schwerpunkt wird selbst auf diesem Level auf der Defensive liegen.“



Weltmeister und Turnierfavorit Kanada setzte bei der Zusammenstellung seiner Mannschaft auf Grösse und Jugend. Nur 10 Spieler aus der Goldmannschaft der Olympischen Spiele des Jahres 2002 sind heuer wieder dabei. Man vertraut auf die Mischung, stellt den erfahrenen Stars wie Lemieux, Sakic, Iginla, Foote und Torhüter Brodeur junge, hungrige Talente zur Seite. Namen wie Heatley, Lecavalier oder Bouwmeester werden auch in den nächsten Jahren der NHL ihren Stempel aufdrücken.



Die USA hingegen setzen verstärkt auf ihre Veteranen, haben mit Brett Hull und Chris Chelios sogar zwei 40-jährige im Kader! Mit Leuten wie Mike Modano oder Keith Tkachuk hat man aber echte Goalgetter zur Verfügung, Vor dem Turnier machten vor allem die hochkarätigen Absagen wie Derian Hatcher Sorgen. So vertraut man bei den USA auf die relativ unerfahrenen Torhüter Rick Dipietro und Robert Esche.



Auch das Team aus Russland hat einige Personalsorgen hinter sich gebracht. Man muss auf Leute wie Sergei Fedorov oder Evgeni Nabokov verzichten, hat aber noch immer einige der grössten Eishockeytalente der Gegenwart in seinen Reihen, wie zum Beispiel Ilya Kovalchuk oder Jungstar Ovechkin.



Auch die Slowakei tritt dank einiger Verletzungen nicht in Bestbesetzung an. Palffy und Handzus werden dem Team mehr als nur fehlen, aber man hat noch immer Spieler wie Demitra, Hossa und Gaborik im Kader. Zudem steigern sich die Slowaken in Turnieren immer wieder!



Das über lange Jahre attraktivste Eishockey spielte zuletzt Finnland, doch Erfolge lassen auf sich warten. Die Stärken der Suomi liegen im Tor, das von Kiprusoff gehütet wird und werden von Spielern wie Lehtonen, Nieminen, Lehtinen und den Koivu Brüdern unterstützt.



Ein grosses Fragezeichen steht hinter Schweden, das ohne Zweifel einen der besten Kader des Turniers hat. Mit Peter Forsberg startet der Leader aber gesundheitlich angeschlagen in den World Cup. Dennoch kann man noch immer auf die Kräfte von Mats Sundin, Markus Naslund oder Daniel Alfredsson vertrauen.



Überraschend souverän präsentierten sich die Tschechen in der Vorbereitung. Zwar hat man Verteidiger Kubina und Center Lang aus dem Kader verloren, doch die Tschechen verfügen über eine enorme Dichte im Kader und hat eines der besten Torhütergespanne zur Verfügung: Tomas Vukoun und Roman Cechmanek. Damit nicht genug, gibt es auch noch echte Goalgetter bei den Tschechen: Superstar Jaromir Jagr, Milan Hejduk, Martin Rucinsky, Martin Straka, Peter Sykora, Patrick Elias, Martin Hlavat, Robert Reichel - Namen, die sich jeder Eishockeyfan normaler Weise auf der Zunge zergehen lässt.



Der grosse Aussenseiter des Turniers heisst Deutschland, das wie so oft in den letzten Jahren verstärkt auf eine starke Defensive setzen wird. Im Tor hat man mit Olaf Kölzig einen sehr erfahrenen Mann, der sich in der Vorbereitung gegenüber der WM stark verbessert gezeigt hatte. Mit Jochen Hecht, Marco Sturm, Marcel Goc, Dennis Seidenberg, Christian Ehrhoff und Christoph Schubert verfügt auch das Team Germany auf einige Spieler mit NHL Erfahrung.



Alles in allem erwartet die Fans ein interessantes Turnier der Superstars, das von allen teilnehmenden Nationen sehr ernst genommen wird. Für einige Teams bietet der World Cup die Wiedergutmachung für die diesjährige WM, für andere das Aufflammen alter Rivalitäten. In den nächsten zwei Wochen dreht sich die Eishockeywelt auf alle Fälle um eines: den World Cup of Hockey!

passende Links:

nhl.com