3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

3
 
4

BWL vs.VIC

0
 
0

G99 vs.DEC

0
 
0

VSV vs.AVS

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO


WM: Österreich mit Debakel aus dem Rennen um Viertelfinale



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Samstag, 03.Mai 2003 - 17:56 - Die WM ist für das Team Austria praktisch vorbei. Nach einem 1:5 Debakel gegen Deutschland ist der Viertelfinaltraum der Österreicher ausgeträumt und das Team Germany darf sich über das Erreichen der Runde der letzten Acht freuen.

Deutschland - Österreich 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)
Das war mit Sicherheit nicht das Spiel, das sich die Österreicher im Duell mit Erzrivalen Deutschland vorgestellt haben. Mit der schlechtesten Turnierleistung machte man es dem Team Germany mehr als nur einfach und musste sich am Ende auch in dieser Höhe verdient mit 1:5 geschlagen geben.



Die Deutschen waren von Beginn an die Herren am Eis und drückten die Österreicher in die eigene Verteidigungszone. Bereits im Mitteldrittel wurden beinahe alle Angriffsversuche der Österreicher abgefangen und immer wieder gefährliche Angriffe in Richtung Tor von Claus Dalpiaz gefahren.



Mit viel Glück hielten die Österreicher aber zumindest die Anfangsphase ausgeglichen, doch in der 10. Minute war es dann so weit. Nach Blue Liner von Lüdemann war es Len Soccio, der die zu kurze Abwehr von Dalpiaz als Nachschuss zur 1:0 Führung der Deutschen verwandelte.



Und nur knapp 2 Minuten später setzte das Team von Trainer Hans Zach noch eins drauf, erhöhte auf 2:0. Vorausgegangen eine tolle Einzelaktion des erst 19jährigen Marcel Goc, der zwei Österreicher an der eigenen blauen Linie alt aussehen liess und mit einem schönen Querpass das Tor von Martinec ermöglichte.



Die Österreicher schienen wie geschockt, erholten sich erst sehr langsam von diesem frühen und klaren Rückstand. Erst in den letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts schienen die rot-weiss-roten Cracks etwas besser ins Spiel zu kommen und stellten ihr Spiel um. Man versuchte es nun mit Weitschüssen gegen den alles andere als sicher wirkenden deutschen Schlussmann Oliver Jonas und hoffte auf die Rebounds.



Mit dieser Taktik kamen die Österreicher zumindest öfter gefährlich vor das gegnerische Tor, doch es fehlte das letzte Durchsetzungsvermögen.



Auch im Mittelabschnitt wollten die Österreicher offensichtlich ihren neuen Spielplan weiterverfolgen, doch ehe man herausfinden konnte, ob man mit den Weitschüssen zum Erfolg kommen kann, hatte man sich selbst geschlagen.



Mit zwei abgefälschten Power Play Toren ging Deutschland bis in die 28. Minute ohne grosse Mühe mit 4:0 in Führung und die Partie war damit entschieden. Das Team Austria schien nun völlig zu zerfallen, produzierte Fehler am laufenden Band und war nicht wiederzuerkennen im Vergleich zur zumindest kämpferisch starken Vorrunde.



Erst eine Einzelaktion von Christoph Brandner schien wieder etwas Feuer zu entfachen. Der DEL Spieler des Jahres tankte sich in der 32. Minute durch die deutsche Defensive und verwertete seinen eigenen Nachschuss zum ersten und letzten Endes einzigen Treffer der Österreicher.



Das Team Austria wurde nun zwar etwas besser und offensiver, doch man machte zu wenig aus den sich bietenden Chancen. Immer wieder vergab man die Rebounds des schwächelnden deutschen Torhüters und war seinerseits jederzeit offen für einen schnellen Konter durch die lauernden Deutschen.



Das Schlussdrittel sollte schliesslich noch einmal eine Offensive der Österreicher bringen, doch stattdessen spielte Andre Lakos mustergültig für den Gegner auf und schickte alle rot-weiss-roten Hoffnungen in den Himmel. Nach nur 52 Sekunden im Schlussabschnitt stand es 5:1 und die Partie war entschieden.



In den knapp 19 verbleibenden Minuten tat sich herzlich wenig, die Partie plätscherte dahin. Das Team Austria war nicht mehr fähig, sich zu steigern und hatte an diesem Nachmittag auch nicht den Charakter, noch einmal alles nach vorne zu werfen. Die Deutschen stellten sich geschickt in die eigene Defensive und kamen eigentlich kaum mehr wirklich in Bedrängnis.



Fazit
Am Ende blieb es beim verdienten 5:1 Erfolg der Deutschen gegen ein österreichisches Nationalteam, das ob der Chance auf das Viertelfinale wie gelähmt erschien. Durch die Bank waren die Leistungen der Spieler schwächer als in der Vorrunde und vor allem das mannschaftliche Zusammenspiel untereinander klappte oftmals überhaupt nicht. Zu weit stand man in der Defensive vom Gegenspieler entfernt und konnte oftmals nur einen Schläger in Richtung Scheibe bringen, wenn es zum Schussversuch des Gegenspielers kam. Die Deutschen kamen so zu zwei Torgeschenken durch abgefälschte Weitschüsse.



Schwach wie im gesamten Turnierverlauf blieb auch heute das Spiel der Special Teams. Hier ist es dem Trainergespann noch nicht gelungen, zumindest eine funktionierende Power Play Formation zu finden. Kaum konnte im Überzahlspiel Druck ausgeübt werden und in Unterzahl gab man auch heute zu schnell die Formation auf und verstrickt sich in körperliche Zweikämpfe.



Alles in allem ein Spiel, das man so schnell wie möglich vergessen sollte. Bereits morgen geht es gegen die Slowakei. Der Titelverteidiger geht als klarer Favorit in dieses Spiel und man darf nur hoffen, dass das Ergebnis nicht zu hoch ausfällt, um zumindest für das abschliessende Spiel gegen die Ukraine noch etwas an Motivation zu finden.



Deutschland - Österreich 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)
Tore:
1:0 L. SOCCIO (M. LUDEMANN) - 09:58
2:0 T. MARTINEC - 12:03
3:0 D. KUNCE (E. LEWANDOWSKI/T. BOOS) - 24:45 PP1
4:0 T. ABSTREITER (S. RETZER/S. GOC) - 27:46 PP1
4:1 C. BRANDNER (31:53)
5:1 A. MORCZINIETZ (K. KATHAN/M. REICHEL) 40:52
Schüsse: 8:10
Strafen: 32:36