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HCB vs.HCI

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DEC vs.BWL

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ZNO vs.VSV

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MZA vs.RBS

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G99 vs.VIC

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BWL vs.HCI

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DEC vs.HCB

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AVS vs.KAC

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KAC vs.HCB

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MZA vs.BWL

0
 
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VSV vs.DEC

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HCI vs.KAC

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HCB vs.G99

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AVS vs.MZA

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RBS vs.ZNO

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BWL vs.VIC


WM: Österreich ist bereit fürs Bruderduell



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Freitag, 02.Mai 2003 - 20:46 - "Jetzt ist alles möglich!" So der einhellige Tenor im österreichischen Nationalteam vor dem morgigen ersten Spiel in der Zwischenrunde. Jetzt, wo man mit dem Sieg gegen Slowenien mit einem Schlag alle Abstiegssorgen los ist, träumt man vom Viertelfinale.

Doch drei große Hürden verbauen diese rosigen Aussichten: Deutschland, Weltmeister Slowakei und die Ukraine warten in der Qualifikationsrunde.



Eines gleich vorweg: Wie oft Österreich in Finnland noch gewinnt, ist für die WM 2004 in Tschechien nicht ausschlaggebend. Denn nach dem Viertelfinale findet erstmals eine Auslosung der Gruppen statt: Aus vier Töpfen, beginnend mit Topf 1, wird gezogen und so die Gruppenaufteilung für nächstes Jahr bestimmt.



Topf 1: die vier Semifinalisten 2003
Topf 2: die vier Verlierer des Viertelfinales 2003
Topf 3: die vier in der Qualifikationsrunde 2003 ausgeschiedenen Teams
Topf 4: das Siegerteam der Relegationsrunde 2003, der Asienvertreter und die
beiden Aufsteiger aus der Division I 2003 (Frankreich und Kasachstan)



Das tut der Motivation aber keinen Abbruch. "Wir haben gute Chancen gegen jeden Gegner in der Zwischenrunde", sagte Oliver Setzinger gleich nach dem Sieg gegen Slowenien. Österreich kann so weit wie noch nie kommen. Auch Herbert Pöck, der gleich in seinem ersten Jahr als Head Coach das gesteckte Ziel des Klassenerhalts problemlos erreicht hatte, ist über die Gruppenaufteilung glücklich: "Für uns könnte es keine bessere Konstellation geben. Wenn wir gegen die Russen oder Schweden drankommen würden, wäre ein Sieg eine Riesensensation. Mit Deutschland, der Ukraine und der Slowakei sind wir sehr gut bedient."



Das meint der Klagenfurter vor allem im Hinblick darauf, dass Österreich in der Vorbereitung gegen zwei dieser Mannschaften punkten konnte: Gegen den Weltmeister erreichte man ein 1:1, gegen die Ukraine gab es nach einer 1:3-Niederlage einen 3:1-Sieg. Nur an den letzten gegen Deutschland kann sich niemand mehr zurückerinnern: Der datiert nämlich aus dem Jahr 1934 (2:1).



Will das Team Austria ins Viertelfinale vorstoßen, braucht es zwei Siege. Und dafür stehen die Vorzeichen gut: Einmal war Österreich bisher unter den Top 8 zu finden, das war ein Jahr nach dem Aufstieg in den A-Pool bei der WM 1994 in Bozen. Und damals boxte man Deutschland mit einem 2:2 aus dem Bewerb, die Deutschen mussten die vorzeitige Heimreise antreten. Coach Pöck: "Im Spiel gegen Deutschland wird es darauf ankommen, wer die besseren Nerven hat."




Und in Richtung des deutschen Bundestrainers Hans Zach, der im "Nebenjob" auch noch Head Coach der Kölner Haie ist und das DEL-Finale gegen Brandners Krefeld Pinguins verlor: "Wir werden mit der Krefelder Taktik spielen!" Nicht nur so hätte Österreich gegen Deutschland eine gute Chance: "Auch bei Olympia 2002 war Deutschland mit dem 3:2 gegen uns sehr gut bedient! Auch diesmal wird es knapp."



Dennoch war Pöck trotz der 1:3-Niederlage beeindruckt von der Leistung der Deutschen im Spiel gegen Weltmeister Slowakei. Genauso wie sein Kollege Hans Zach: "Ich bin stolz, dass wir ein so gutes Spiel auf internationaler Ebene geboten haben. Wir waren kampfstark, einsatzfreudig und über 60 Minuten konzentriert." Genau mit denselben Tugenden soll das Team Austria bezwungen werden. Zach: "Ich hoffe, dass uns der Kräfteverschleiß kein Schnippchen schlägt und wir an diese Leistung anknüpfen können." Vor Österreich hat Zach Respekt: "Österreich tritt als Außenseiter gegen uns an und ist deshalb sehr gefährlich."



Genauso wie das österreichische hat das deutsche Nationalteam das Ziel "Klassenerhalt" bereits geschafft - das zweite nehmen sie laut Zach jetzt in Angriff: "So weit wie möglich kommen."



Der Bundestrainer hat keine Angst vor einem zweiten Cordoba in Helsinki: "Ich fürchte weder Tod noch Teufel und schon gar nicht eine Niederlage gegen Österreich. Das würde mich nicht aus der Balance bringen." Genau das sieht sein Kollege Herbert Pöck anders: "Für Deutschland wäre es eine Schmach, gegen uns zu verlieren. Das erzeugt viel Druck und könnte sehr wohl hemmend sein."



Das Video von Olympia 2002 hat er seinen Mannen noch nicht gezeigt, denn viel Neues gibt es da nicht zu sehen: "Deutschland spielt immer das gleiche System, und warum sollte Zach Altbewährtes ausgerechnet gegen uns aufgeben?"



Im Freitag-Training wurde an der Feinabstimmung gearbeitet, am Abend stimmt sich das Team Austria mit einer Taktikbesprechung auf sein medial wohl meistbeachtetes Spiel dieser WM ein. Was Pöck seinen Spielern mit auf den Weg gibt? "Wir unterschätzen den Gegner nicht, aber hoffen, dass sie uns unterschätzen!

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