Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

Innsbruck darf nicht nach Italien wechseln



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Dienstag, 06.März 2012 - 5:44 - Einstimmig wurde der Antrag des HC Innsbruck vom ÖEHV abgelehnt, wonach dieser in die Italienische Serie A wechseln wollte. Die Tiroler hatten bereits die Zusage der Italiener in der Tasche, doch der österreichische Verband legt sich quer.

In der Nationalliga steht der HC Innsbruck ab morgen im Halbfinaleinsatz gegen Dornbirn, doch wirklich glücklich ist man mit der Liga nicht mehr bei den Haien. Die Attraktivität der Liga habe abgenommen, die Zuschauer haben die umformierte Nationalliga (mit Farmteams und mehreren Neueinsteigern) nicht angeommen und bleiben den Spielen in größerer Zahl fern. Die Attraktivität sei einfach nicht hoch genug, weshalb sich die Tiroler nach Alternativen umgesehen hatten (HF.at berichtete).

Die EBEL ist aus finanziellen Gründen für die Haie nicht machbar, also wandte man sich Richtung Italien. Die Serie A versprach besseres Eishockey und auch noch lokal angehauchte Derbies mit den Teams aus Südtirol. Ein Antrag um Aufnahme wurde eingebracht, der italienische Verband soll sich schon positiv dazu geäußert haben.

Doch der ÖEHV spielt bei den Wünschen des HCI nicht mit. Am Sonntag wurde mit 10:0 Stimmen im ÖEHV Vorstand der Antrag abgelehnt. In der Tiroler Tageszeitung begründete ÖEHV Vizepräsident Peter Schramm die Entscheidung: "Der Hauptgrund ist, dass man eine österreichische Meisterschaft haben will und die Klubs im Land behalten will. Es kann nicht jeder im Glauben gehen, es auswärts vielleicht besser zu haben."

Das wiederum verärgert die Innsbrucker Haie, denn man habe im Vorfeld vom ÖEHV ganz andere Zeichen erhalten. "Ein Verein, der sich nach oben entwickeln will, wird somit aufgehalten. Unverständlich, dass ausländische Teams in Österreich in der EBEL und Nationalliga spielen und uns der Weg ins Ausland verwehrt wird", zeigt sich Haie-Obmann Günther Hanschitz enttäuscht.