photo_302311_20121028.jpg EXPA / M. Kuhnke

Wichtige Siege für die Teams im Play Off Rennen



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Mittwoch, 27.Dezember 2017 - 6:33 - In der Alps Hockey League setzten sich die Mannschaften zwischen den Plätzen fünf und neun am Stephanitag allesamt durch. Von den Top Vier feierte hingegen nur Asiago einen Sieg: Der Vizemeister verkürzte damit den Abstand zu Tabellenführer Ritten, der das Derby gegen Pustertal im Penaltyschießen verlor.

EC KAC II - HK SZ Olimpija 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)
Der KAC musste gegen Olimpija Ljubljana auf Michael Kernberger, Philipp Kreuzer und Kevin Schettina verzichten, die allesamt im Auswärtsspiel der Kampfmannschaft in Graz im Einsatz waren. Auch Torhüter Florian Vorauer (B-Lizenz beim EHC Althofen) und Stürmer Niki Kraus (verletzt) standen nicht zur Verfügung. Die Klagenfurter setzten den Aufwärtstrend gegen die sechstplatzierten Slowenen, die davor zwei Mal in Folge gewonnen haben, aber eindrucksvoll fort. Ausgerechnet in Überzahl gerieten die Hausherren dann aber nach 17 Minuten in Rückstand als Andrej Hebar für die Gäste traf. Die „Drachen“ erwischten dann auch einen Start nach Maß ins zweite Drittel, Aljaz Uduc erhöhte nach gerade einmal 77 Sekunden auf 0:2. Für die doch überlegenen Slowenen war einige Male bei KAC-Goalie Jakob Holzer Endstation. Erst zu Beginn des dritten Abschnitts durfte der Favorit wieder jubeln als Maks Selan zur Vorentscheidung einnetzte. Am Ende trennten Olimpija-Goalie Robert Kristan nur 20 Sekunden von einem Shutout – denn mit einem letzten Angriff besorgte Daniel Obersteiner den Klagenfurter Ehrentreffer.

HDD SIJ Acroni Jesenice - Red Bull Hockey Juniors 1:3 (0:0, 1:2, 0:1)
Mit dem gebürtigen Villacher Nico Wieser im Tor und Verteidiger Hagen Kaisler, der nach langer Verletzungspause seine ersten Spielminuten im Dress der Red Bulls absolvierte, starteten die Salzburger äußerst ambitioniert in das Spiel. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel auf hohem Niveau stand es nach 20 Minuten jedoch 0:0. In der 28. Spielminute gingen die Gastgeber mit einem Tor von Miha Brus mit 1:0 in Front. Viereinhalb Minuten vor Schluss des zweiten Drittels drehten die Juniors das Spiel im Powerplay: zuerst traf Verteidiger Emil Quaas (doppelte Überzahl), ehe mit Maxi Egger ebenfalls ein Verteidiger nachlegte. Mit der knappen 2:1-Führung ging es in die zweite Pause. Der letzte Spielabschnitt war erneut von Strafen geprägt – die Red Bulls mussten ab der 44. Minute eine fast durchgehende 4-minütige Unterzahl verteidigen. Kurz vor Spielende nahm Jesenice den Torhüter vom Eis. Mit einem Empty-Net-Treffer 66 Sekunden vor Schluss machte Lukas Kainz, der im Forecheck die Scheibe eroberte, den Sack zu und fixierte weitere drei wichtige Punkte für die Red Bull Hockey Juniors. Mit dem dritten Sieg in Folge rückten die Red Bulls auf Platz 12 vor.

EHC Alge Elastic Lustenau - FBI VEU Feldkirch 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)
Während Lustenau sehr ambitioniert ans Werke ging, taten sich die Gäste schwer um ins Spiel zu finden. So waren es auch die Hausherren, die die ersten Chancen kreierten und über den Führungstreffer jubeln durften. Nach tollem Kombinationsspiel zwischen Jason DeSantis, Yan Stastny und Jeff Ulmer war es Letzterer, der den Puck in die Maschen vom VEU-Gehäuse bugsierte. Weiter blieben die Lustenauer am Drücker und hatten zahlreiche Möglichkeiten auf eine höhere Führung. In der 17. Minute war es abermals Jeff Ulmer, der nach Vorarbeit von Philipp Koczera und Yan Stastny den zweiten Treffer für Lustenau erzielte. Im zweiten Spielabschnitt folgten die ersten Strafminuten in diesem Derby. Durch mehrere Powerplay-Möglichkeiten kamen beide Teams zu zahlreichen Chancen, doch die Torhüter waren stets auf dem Posten. So dauerte es bis zur 36. Minute, bis auch die zahlreich angereisten VEU-Fans über den ersten Treffer jubeln durften. Kristof Reinthaler nützte eine Verwirrung in der Lustenauer Hintermannschaft und war zum 1:2 erfolgreich. Die Cracks des EHC Alge Elastic Lustenau ließen sich jedoch nicht verunsichern und konnten in der 38. Minute abermals den 2-Tore Vorsprung wiederherstellen. Im Powerplay war Thomas Auer nach Vorarbeit von Stefan Hrdina und Philipp Winzig zum 3:1 erfolgreich. Im letzten Spielabschnitt war Feldkirch anzumerken, dass sie dieses Spiel noch drehen wollten. Doch es bedurfte einem schweren Abwehrfehler von Lustenau, dass Feldkirch auf 3:2 verkürzen konnte. Torschütze war in der 43. Minute Dylan Stanley. In weiterer Folge stand das Spiel auf Messers Schneide, Feldkirch versuchte den Ausgleich zu erzielen, doch Lustenau verteidigte sehr souverän und kam bei schnell vorgetragenen Kontern zu einigen Möglichkeiten. Schlussendlich war es Dominik Oberscheider, der in der 57. Minute den alles entscheidenden vierten Treffer für Lustenau erzielte.

EK Zeller Eisbären - EC Bregenzerwald 4:8 (2:3, 2:3, 0:2)
Von Beginn an legten die beiden Kontrahenten ein hohes Tempo an den Tag. Die Gäste erwischten dabei aber die bessere Chancenauswertung. Juuso Mörsky verwandelte einen Pass von Hyypä nach nur 33 Sekunden zum Führungstreffer. In der dritten Spielminute legte Marcel Wolf nach und Eisbären-coach Dieter Werfring nahm sein Timeout. Die Hausherren fanden dann besser in die Partie, zur Halbzeit des ersten Drittels erlöste Gregor Koblar die Zeller Fans. Wenig später zog Martin Oraze ab und erzielte mit einem unhaltbaren Schuss zum Ausgleich. Dann war es aber wieder Marcel Wolf, der einen Fehler der Zeller ausnutzte und zur abermaligen Führung der Gäste traf. Im zweiten Drittel ging der offene Schlagabtausch weiter. Obwohl die Zeller den Gästen ein schnelles Tempo am Eis vorlegten, waren es Daniel Ban, der auf 2:4 erhöhte. Eine Minute später verkürzte Franz Wilfan, die bessere Chancenauswertung hatten aber die Gäste und Daniel Ban stellte die Zwei-Tore-Führung wieder her. Das wiederholte sich vor Drittelende noch einmal: Auf einen Treffer von Fabian Scholz reagierte der Vorarlberger Simeon Schwinger zum 4:6 nach 40 Minuten. Im letzten Drittel standen die Gäste aus Bregenzerwald sicher in ihrer Defensive und ließen kaum längere Druckphasen der Hausherren zu. In der 48. Spielminute legte Christian Haidinger für die Gäste nach, danach hütete Dominik Frank anstelle von Patrick Machreich den Zeller Kasten. In der 52. Spielminute musste sich auch der Backup geschlagen geben, als Julian Zwerger den 4:8-Endstand fixierte.

HC Pustertal Wölfe - Rittner Buam 5:4 SO (3:0, 1:2, 0:2, 0:0, 1:0)
Ritten-Trainer Riku Lehtonen musste ohne die Dauerverletzten Andreas Alber und Max Ploner sowie Hanno Tauferer auskommen, dafür kehrten Verteidiger Brad Cole und Kevin Fink in die Startformation zurück. Bei den Hausherren fehlten hingegen die angeschlagenen Thomas Erlacher und Benno Obermair sowie der gesperrte Nick Bruneteau. Die „Wölfe“ dominierten das erste Drittel. In der sechsten Minute mussten Christian Borgatello und Roland Hofer fast zeitgleich auf der Strafbank Platz nehmen und Pustertal nutzte die doppelte Überzahl nach nur 48 Sekunden zum 1:0 aus. Sean Ringrose brachte seine Mannschaft auf Zuspiel von Raphael Andergassen in Führung. Sechs Minuten später erhöhte der erst 20-jährige Angreifer Alex De Lorenzo Meo auf 2:0. Damit aber nicht genug, denn nur 180 Sekunden später stellte Verteidiger Ivan Althuber sogar auf 3:0. Im Mitteldrittel passierte nichts bis zur 35. Minute, als Christian Borgatello in Überzahl (Nathan DiCasmirro saß in der Kühlbox) mit einem Schuss von der blauen Linie auf 1:3 verkürzte. Für den Rittner Kapitän, der auch schon beim HC Pustertal gespielt hat, war es das erste Meisterschaftstor. Nur zwei Minuten später machten es die „Buam“ wieder spannend: Victor Ahlström lenkte einen Schuss von Roland Hofer zum 2:3-Anschlusstreffer ab. Die Freude der Gäste währte aber nur 94 Sekunden. denn Armin Hofer gab Goalie Patrick Killeen mit einer tollen Einzelleistung zum vierten Mal das Nachsehen. Ritten steckte nicht auf und kam in der 42. Minute erneut zum Anschlusstreffer. Dan Tudin traf mit seinem zwölften Saisontor zum 3:4. Anschließend warfen die „Buam“ alles nach vorne und wurden zwei Minuten vor Spielende auch belohnt. Thomas Spinell nutzte ein Zuspiel von Andreas Lutz zum verdienten 4:4-Ausgleich. Nachdem die Verlängerung keinen Sieger hervorbrachte, musste dieses hochklassige Match im Penaltyschießen entschieden werden. Nach acht Fehlversuchen traf Sean Ringrose zum knappen 5:4-Sieg der Hausherren

Migross Supermercati Asiago Hockey - HC Neumarkt Riwega 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)
Asiago startete die Partie im Angriffsdrittel und die Bemühungen der Gastgeber wurden bereits in der vierten Minute durch einen Powerplay-Treffer von Marco Rosa belohnt. Michael Sullivan erhöhte auf 2:0 und die Hausherren ließen noch weitere Chancen auf eine höhere Führung aus. Auf der Gegenseite scheiterte Michael Sullmann alleine vor Goalie Dan Cloutier. Auch im Mittelabschnitt kontrollierte Asiago das Geschehen und ließ die „Wildgänse“ nicht einmal aufkommen. Zur älfte des Spiels tankte dich Fabrizio Pace durch und bedinete Anthony Bardaro, der mit einem paltzierten Handgelenksschuss auf 3:0 stellte. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Schlussabschnitt, wo zuerst Fabrizio Pace einen Abpraller versenkte und dann wieder Anthony Bardaro bei einem Konter zur Stelle war. Nach diesem Gegentreffer wurde HCN-Goalie Daniel Morandell durch Kristian Budinsky ersetzt. Asiagos Sieg war nicht in Gefahr, aus einem Shutout wurde es aber nichts: Alex Sullmann sorgte in Überzahl für den Ehrentreffer. Am 5:1-Endergebnis änderte sich dann nicht mehr, auch weil Hannes Oberrauch an der Latte scheiterte.

HC Gherdeina - WSV Sterzing Broncos Weihenstephan 3:5 (0:3, 1:1, 2:1)
Die Gastgeber mussten auf die verletzten Joel Brugnoli, Diego Glueck und Samuel Moroder verzichten, im Laufe des ersten Drittels musste auch Colin Long mit einer Verletzung vom Eis. Bei den Broncos fehlen Tommy Kruselburger und Matthias Mantinger aufgrund von Fieber. Gröden erwischte den besseren Start – die Hausherren lief viel Eis und erarbeiteten sich Chancen, doch auch in Überzahl gab es keinen Treffer. Sterzing zeigte sich im Powerplay effizienter als Ivan Deluca in der dritten Minute traf. Die „Furie“ gab spielerisch den Ton an, doch Sterzing sorgte für die Tore – das sollte sich auch im weiteren Verlauf bewahrheiten. David Gschnitzer verwertete einen Abpraller und Ben Duffy sorgte nach toller Vorarbeit von Jure Sotlar sogar für das 0:3. Auch im Mittelabschnitt dasselbe Bild: Nach einigen vergebenen Chancen für Gröden erhöhte Fabian Hackhofer, der beim Rebound zur Stelle war nachdem Deluca gefährlich abgefälscht hatte. Nach 31 Minuten wurden die Hausherren schließlich für ihre Bemühungen belohnt, als Linus Lundström in Überzahl anschrieb. Im Schlussabschnitt konnten die Hausherren ihre Dominanz ihre Tore ummünzen: Benjamin Koster in einer doppelten Überzahl und erneut Lundström sorgten für das 3:4. Doch drei Minuten vor dem Ende gab Sterzing die passende Antwort, als Jure Sotlar sein Team auf die Siegerstraße zurückführte.

S.G. Cortina Hafro - HC Fassa Falcons 4:2 (1:1, 3:0, 0:1)
Zwar war Diego Iori nach seiner Sperre zurück, Cortina musste aber nach wie vor auf Luca Zandonella verzichten. Den „Falken“ standen überhaupt nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Dennoch taten sich die Hausherren schwer, den Takt vorzugeben und Fassa konzentrierte sich auf die Details. In den letzten fünf Minuten von Drittel 1 sollten dann aber Tore fallen: Zuerst brachte SGC-Neuzugang Derek Roehl mit seinem ersten Treffer, einem abgefälschten Schuss, im vierten Spiel die Hausherren in Führung, doch Fassa konterte mit einem Powerplay-Treffer von Devin DiDiomete. Die Special Teams sollten auch im zweiten Abschnitt den Ausschlag ausgeben. Roehl brachte seine Farben mit dem zweiten Tor in Überzahl erneut in Führung. Die Gastgeber kontrollierten nun das Geschehen und bauten die Führung sogar aus: Riley Brace feierte als erster Spieler den 100. Scorerpunkt im Grunddurchgang der Alps Hockey League (16/17 und 17/18). Mit einem weiteren Powerplay-Treffer sorgte Roehl nach vor dem zweiten Seitenwechsel für die Entscheidung. Zwar traf der junge Davide Schiavone noch einmal für Fassa, am Sieg der Hausherren änderte sich dadurch aber nichts. Cortina führt die Gruppe Süd A im Kampf um die italienische Finale Four-Qualifikation damit an.


Quelle:red/Erste Bank Eishockey Liga