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Gröden nimmt zum INL Desaster Stellung



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Freitag, 04.Juli 2014 - 9:01 - HC Gherdëina, HC Eppan, SV Kaltern und HC Neumarkt - das waren in der letzten Saison die vier Teilnehmer in der INL, die aus Italien kamen. Nach der Entscheidung des italienischen Verbandes, die eigenen Vereine nicht mehr an grenzüberschreitenden, nicht höher gestellten Ligen teilnehmen zu lassen, kehrt bei den Südtiroler Vereinen langsam Ruhe ein. In Österreich bleibt man weiterhin enttäuscht.

Der HC Neumarkt hat bereits kundgetan, dass er auf Grund der FISG Entscheidung nicht mehr an der INL teilnehmen wird, nun gibt es auch eine Stellungnahme aus Gröden. Präsident Albert Perathoner gibt zwar zu, dass man vom Vorgehen des eigenen Verbands überrumpelt wurde, allerdings sieht man vor allem die positiven Aussichten und freut sich wieder auf eine rein italienische Meisterschaft.

"Nach den Neuwahlen des Vorstandes des italienischen Eishockeyverbandes, hat dieser beschlossen das italienische Eishockey neu zu organisieren und einige Neuerungen einzuführen. Unter anderem wurde die drastische Reduzierung der Anzahl der Ausländer, auf maximal vier pro Mannschafft, veranlasst. Des Weiteren wurde ein Verbot seitens der FISG ausgesprochen, welches den italienischen INL- Teams die Teilnahmen an der der grenzüberschreitenden Meisterschaft INL verwehrt. Dies damit eine einheitliche italienische Meisterschaft mit 10-12 Teams zu Stande kommen kann. Diese Neuerungen sind bei weitem nicht bei allen Beteiligten gut angekommen und deswegen sind diese Diskussionen aufgekommen“, meint Grödens Präsident auf der vereiseigenen Homepage. Eine Teilnahme an der INL scheidet aus, man müsse auf Grund der neuen Rahmenbedingungen an der Elite.A teilnehmen. Man sei nicht besonders erfreut über die Vorgehensweise gewesen, habe sich inzwischen aber mit der Situation abgefunden.

Doch kein Dreijahresvertrag für die INL?
Mitentscheidend für die relativ schnelle Entscheidung der vier Teams aus Italien war auch, dass es offenbar doch keinen Dreijahresvertrag zur Teilnahme an der Liga gab. "Es wurde uns ein Dokument vom Verbandpräsidenten Andrea Gios vorgelegt, welches zeigt das zwischen dem früheren italienischen Verbandspräsidenten Bolonini und den Österreichern Verantwortlichen nur ein Ein-Jahresvertrag für die INL unterzeichnet wurde", erklärt der Grödener Präsident. Somit habe man im Vorstand beschlossen, dass man an der Elite.A teilnehmen wird. "Was nun mit und in der INL folglich geschieht, liegt allein in den Händen vom italienischen und österreichischen Eishockeyverband."

Der Weg zurück in die eigene Liga ist für Gröden kein schlechter, wie Perathoner unterstreicht. Die Busfahrten würden wieder kürzer, die Meisterschaftsspiele sind regelmäßiger angesetzt als in der INL und es gibt fixe Heimspieltage. Darüber hinaus gibt es wieder die Südtiroler Derbys gegen Pustertal, Ritten und Sterzing, was für Spieler und Fans ein großer Vorteil sei.