1
 
0

HCB vs.HCI

3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

0
 
0

KAC vs.HCB

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO

0
 
0

BWL vs.VIC


WM 2004: Schweiz und Lettland trennen sich unentschieden



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Samstag, 01.Mai 2004 - 19:22 - Im Spiel, das jeder der Beteiligten gewinnen musste, gab es das logische Ergebnis: die Schweiz und Lettland trennten sich in der WM Zwischenrunde mit 1:1 und bleiben damit im Rennen um einen Platz im Viertelfinale. Das Ergebnis kommt auch Österreich nicht ungelegen.

Lettland bleibt weiterhin sehr sparsam im Umgang mit seinen Toren. Im Spiel gegen die Schweiz erzielten die Letten wieder nur einen Treffer, halten nun bei sechs Toren in fünf Spielen und holten dennoch einen Punkt. Im Duell mit den Eisgenossen reichte es für die Letten zu einem 1:1 Unentschieden, das keinem der beiden Teams so richtig weiterhalf.



Im vergangenen Jahr hatte die Schweiz gegen Lettland in der Zwischenrunde noch mit 4:2 gewonnen und damit das Viertelfinale fixiert, bei der WM in Tschechien jedoch reichte es zu keinem Sieg. Zwar starteten die Schweizer sehr gut in das Spiel und kamen vor allem im ersten Drittel durch Power Plays immer wieder gefährlich vor das Lettische Tor, doch Arturs Irbe hielt seinen Kasten sauber.



Auch im Mitteldrittel blieben die Eisgenossen die optisch bestimmende Mannschaft, doch die besseren Chancen hatten nun die Letten. Vor allem in der 30. Minute hatte das Team von Ralph Krueger gleich zwei Mal Glück. Zwar war die Schweiz in Überzahl, doch die Letten kamen zu zwei guten Breakchancen, wovon eine durch die Fanghand von Martin Gerber im Schweizer Tor hindurch auf die Torstange kullerte. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich das Team Suisse glücklich schätzen, dass es weiterhin torlos unentschieden stand.



Die Letten machten sich das Leben durch viele Strafen selbst schwer, waren technisch die bessere Mannschaft und hatten sich ab dem Mitteldrittel auf das wenig durschlagskräftige Schweizer Power Play gut eingestellt. So konnte die Nati auch 6 weitere Überzahlminuten in den zweiten 20 Spielminuten nicht verwerten und es ging mit einem 0:0 ins letzte Drittel.



Der Schlussabschnitt verlief ähnlich wie das zweite Drittel. Die Schweiz klar spielbestimmend, die Letten im Konter immer gefährlich und mit den besseren Chancen. Schliesslich fiel endlich ein Treffer, doch dieser wurde korrekter Weise nicht gegeben. Martin Gerber hatte die Scheibe zwar abtropfen lassen, dann aber seine Hand bereits am Puck gehabt, ehe die Letten unter dem Fanghandschuh des Schweizer Goalies die Scheibe weg ins Tor stocherten.



Wenig später war es dann aber doch so weit. Pantalejevs fasste sich ein Herz, überpowerte die gesamte Schweizer Verteidigung und schob die Scheibe zum 1:0 für die Letten zwischen die Schoner von Gerber hindurch ein. Eine Führung, die zu diesem Zeitpunkt nicht einmal unverdient war, denn die Letten hatten das Schweizer Spiel mittlerweile gut unter Kontrolle gebracht.



Nun war das Team von Ralph Krueger zum Handeln gezwungen und antwortete auch auf den Rückstand. Wieder bewiesen die Eisgenossen Moral und holten einen Rückstand auf. Dieses Mal war es der nachnominierte Marc Reichert, der in der 52. Minute zum 1:1 direkt ins kurze Kreuzeck einhämmerte. Es war das erste Spiel des Torschützen bei dieser WM!



Gegen Ende der Partie kam dann die Zeit der grossen Taktierer. Die Schweiz hatte ein doppeltes Power Play und konnte in den letzten Sekunden bei 5 gegen 3 auf den Siegtreffer drücken, doch die Letten griffen in die Trickkiste. Sie beanstandeten den Schläger des Schweizers Rüthemann, der sich tatsächlich als nicht regelkonform herausstellte und somit musste auch er auf die Strafbank. Die 3 gegen 4 Unterzahl überstanden die Letten dann ohne grosse Probleme.



Fazit:
Das Remis hält zwar beide Teams im Rennen um die Viertelfinalplätze, doch vor allem für die Letten wird es nun eng. Das Team, das bislang nur ein Mal im Verlauf dieses Turniers mehr als einen Treffer erzielen konnte, muss nun am Montag gegen Österreich gewinnen, um das Viertelfinale zu erreichen.



Auch für die Schweiz war das 1:1 kein Wunschresultat, wobei die Eisgenossen sicherlich noch eher mit dem Remis leben können. Für sie war es erst der erste Auftritt in der Zwischenrunde und im Spiel gegen Deutschland könnte man die fehlenden Punkte holen, die man noch benötigt, um die Runde der letzten Acht erreichen zu können. Und wenn das nicht klappen sollte, bleibt noch immer die Hoffnung auf eine Überraschung gegen Tschechien!



Die Partie selbst war technisch gut geführt mit einigen dummen Fouls der Letten, die einmal mehr ihre Probleme im Torabschluss bestätigten. Mit Arturs Irbe haben die Letten aber einen der besten Goalies des Turniers im Kasten, der seine Mannschaft mit viel Ruhe und Routine führte. Auch Martin Gerber im Schweizer Tor war einmal mehr eine Bank. Auffällig auf Seiten der Eisgenossen jedoch die Einfallslosigkeit im Spiel nach vorne. Vor allem ab dem zweiten Drittel fiel den Schweizern wenig ein, wenn es um das Toreschiessen ging. Das Glück wurde meistens mit Weitschüssen gesucht, doch damit war Irbe nur einmal zu bezwingen.



Alles in allem ein Ergebnis, das auch dem Team Austria alle Möglichkeiten offen lässt. Selbst eine Niederlage im heutigen Abendspiel gegen Deutschland würde die Viertelfinalhoffnungen noch bestehen lassen. Dass Lettland durchaus bezwingbar ist, zeigten die Schweizer heute. Was fehlte, war die Scorerqualität.




Lettland - Schweiz 1:1 (0:0, 0:0, 1:1)
Tore:
48:54 1:0 Pantelejevs Grigorijs Nizivijs Aleksandrs/SOROKINS Olegs)
51:42 1:1 Reichert Marc Jenni Marcel)
Schüsse: 23:25
Strafminuten: 26:14

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