1
 
0

HCB vs.HCI

3
 
2

DEC vs.BWL

3
 
1

ZNO vs.VSV

6
 
3

MZA vs.RBS

3
 
2

G99 vs.VIC

6
 
2

BWL vs.HCI

4
 
1

DEC vs.HCB

1
 
7

AVS vs.KAC

0
 
0

KAC vs.HCB

0
 
0

MZA vs.BWL

0
 
0

VSV vs.DEC

0
 
0

HCI vs.KAC

0
 
0

HCB vs.G99

0
 
0

BWL vs.VIC

0
 
0

AVS vs.MZA

0
 
0

RBS vs.ZNO


WM 2004: Schweiz deklassiert Frankreich



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Sonntag, 25.April 2004 - 18:32 - Frankreich erwies sich einmal mehr in der Vorrundengruppe D der WM in Tschechien als Prügelknabe. Die Schweiz deklassierte die Franzosen wie schon Österreich am Vortag mit 6:0 und sicherte dem Team Austria damit endgültig die Teilnahme an der Zwischenrunde.

Ein anderes Spiel sollte es für die Franzosen an ihrem zweiten Turniertag werden. Gegen Nachbar und Erzrivalen Schweiz wollte man den Fehlstart des Samstages nicht noch einmal wiederholen. Für die Eisgenossen war es der Turnierauftakt, den man vor allem nach der Demonstration der Österreicher am ersten Spieltag nicht vermasseln wollten.



Die Franzosen starteten konzentrierter in ihr zweites Spiel und gingen von der ersten Sekunde besser in die Zweikämpfe, schienen endlich ihre WM Form gefunden zu haben. Die Schweizer hatten vor allem in der Anfangsphase Mühe, ins Spiel zu kommen und vor allem, sich in der Angriffszone festzusetzen.



Erst in der 6. Minute war es Pluss, der zum ersten Mal Frankreichs Schlussmann Huet ernsthaft prüfen konnte. Der Schlussmann der L.A. Kings war aber auf seinem Posten. Auch in weiterer Folge blieben die Eisgenossen das aktivere und technisch bessere Team, doch die Franzosen versteckten sich nicht. Immer wieder kamen sie zu kontern, bei denen ihnen aber oft am Ende die Kraft und Übersicht fehlte, um vielleicht in Führung zu gehen. Gerade im ersten Drittel nahmen sich die Schweizer ihre optischen Vorteile durch einige unüberlegte Fouls. Doch auch den Franzosen ging so der Spielfluss verloren, denn etwa ab der 10. Minute sah man wieder die Fehler des Vortages: Unsicherheiten, die in der A-Gruppe schnell zum Stolperstein werden.



Zudem liessen die Blauen eine enorme Power Play Schwäche erkennen, die dazu führte, dass man selbst bei einer fast zwei Minuten dauernden 2 gegen 5 Überzahl keinen nenneswerten Torschuss zustande brachte.



Die beste Phase hatten die Franzosen in der 14. Minute, als sie gleich drei Mal nur knapp am Schweizer Schlussmann scheiterten. Dann übernahmen die Eisgenossen wieder das Kommando, jedoch ohne selbst grosse Gefahr vor das Tor von Huet zu bringen. Die Franzosen zogen sich mit vier Mann weit zurück und sorgten dafür, dass die Schweizer Stürmer aus der Gefahrenzone blieben.



Somit ging es ohne Tore in die erste Pause. Im Mitteldrittel sollte sich die Partie dann zu Gunsten der Schweizer wenden. Vor allem dank der immer undisziplinierter spielenden Franzosen kamen die Eisgenossen vermehrt zu Power Play Chancen, die sie letzten Endes auch nützten. In der 25. Minute war es schliesslich so weit: die Schweiz ging im dritten Nachschuss in Führung. Und als nur eine Minute später erneut ein Franzose auf die Bank musste, wurde die Entscheidung eingeleitet. Kurz vor Ablauf der Strafzeit sorgte Foster nach wunderbarer Vorarbeit für das 2:0.



In weiterer Folge wurde das Spiel der Schweizer immer druckvoller, die Chancen immer mehr und besser. Die logische Konsequenz: eine weitere Strafzeit und zum dritten Mal in Folge ein Power Play Treffer. Ziegler konnte wieder den dritten Nachschuss verwerten und alle weiteren Zweifel am Sieg der Eisgenossen ausräumen.



Und die Truppe um Trainer Krueger setzte nach, kam weiterhin gefährlich vor das Französische Tor, hätte durch Grosschancen in der 33. und 34. Minute bereits weitaus deutlicher in Führung gehen können. Das erledigte schliesslich Keller, der in der 35. Minute mit einem Gewaltschuss vom rechten Bullykreis weg zum 4:0 traf. Die Scheibe war so schnell und genau, dass man das Tor mit freiem Auge kaum sah. Der Videobeweis zeigte aber eindeutig die Korrektheit des Treffers.



Nun konnten die Schweizer einen Gang zurückschalten und die Franzosen etwas kommen lassen. In der Schlussphase des Mitteabschnitts konnten die Blauen dann auch wieder vors Tor der Schweizer gelangen, doch mehr als Weitschüsse schaute dabei nicht heraus.



Mit dem beruhigenden 4:0 ging es für die Eisgenossen ins letzte Drittel, in dem es nur noch darum ging, wie hoch der Sieg ausfallen sollte.



Doch auch das letzte Drittel brachte für die Franzosen wenig Erfreuliches. Wieder war es eine Unterzahlsituation, die ihnen einen Gegentreffer einbrachte. Ivo Ruthemann sorgte mit einem Weitschuss für den fünften Treffer des Abends. Wieder traf Frankreichs Schlussmann Huet keine Schuld: ihm war die Sicht völlig verstellt.



Und kaum waren die Franzosen komplett, sorgten sie mit einem weiteren dummen Foul dafür, dass das halbe Dutzend voll werden konnte. In der 47. Minute war es Ambühl, der am langen Eck zum 6:0 einnetzte. Vorangegangen ein abgefälschter Weitschuss, der genau zum Torschützen fiel. Dieser musste nur noch ins leere Tor einschieben.



Ruthemann war gleichzeitig auch der Mann des Abends. Der Schweizer machte gegen Frankreich zwei Tore und vier Assists, war damit an allen Toren der Eisgenossen beteiligt und ist neuer Führender der WM - Scorerliste!



Das reichte dann auch Torhüter Huet, der auf Französischer Seite seinen Kasten verliess. Wieder war er der beste Franzose und hatte dennoch sechs Treffer kassiert.



Der Rest der Partie lief unter dem Motto "Lass die Zeit vergehen". Die Schweizer wollten nicht mehr, die Franzosen konnten nicht mehr. Am Ende blieb es beim sicheren und verdienten 6:0 der Schweizer.



Fazit:
Ein gutes Drittel reichte den Franzosen nicht aus, um ein weiteres Debakel zu verhindern. Lange hatten sich die Schweizer sehr schwer getan, um in Führung zu gehen. Letzten Endes waren es die Undiszipliniertheiten der Franzosen, die zum Sieg der Schweiz führten.



Mit dem Sieg der Eisgenossen hat Österreich nun fix die Zwischenrunde erreicht, Frankreich muss in die Abstiegsrunde. Eines wurde in dieser Partie ganz deutlich: so weit weg ist die Schweiz vom Leistungsvermögen für das Team Austria mit Sicherheit nicht. Wenn es am Dienstag gegen die Nachbarn geht, wird auch über die erste Punktevergabe in der Zwischenrunde entschieden. Möglich ist auf alle Fälle alles.





Schweiz - Frankreich 6:0 (0:0, 4:0, 2:0)
24:52 1:0 Ruthemann Ivo Seger Mathias - PP1)
27:48 2:0 Forster Beat Ziegler Thomas, Ruthemann Ivo - PP1)
30:43 3:0 Ziegler Thomas Ruthemann Ivo - PP1)
34:07 4:0 Keller Olivier Ruthemann Ivo)
44:08 5:0 Ruthemann Ivo Forster Beat)
46:11 6:0 Ziegler Thomas Seger Mathias Ruthemann Ivo - PP1)
Schüsse: 42:20
Strafen: 16:24

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