2
 
5

DEC vs.VIC

3
 
2

AVS vs.G99

4
 
1

KAC vs.MZA

4
 
1

HCI vs.DEC

0
 
1

VIC vs.AVS

2
 
3

HCB vs.RBS

5
 
2

G99 vs.VSV

2
 
3

BWL vs.KAC

0
 
0

G99 vs.VIC

0
 
0

MZA vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.VSV

0
 
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VSV vs.AVS

0
 
0

RBS vs.G99

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0

HCB vs.HCI

0
 
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DEC vs.BWL

0
 
0

VIC vs.ZNO

09-10-ebehl-bwl-kac1-puck1.250.jpg BWL/Eisenbauer

Die Zwei aus Schweden: „Wir spielen, um aufzusteigen!“



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Samstag, 08.April 2017 - 13:01 - Eine spielt schon zehn Jahre in Schweden, die andere wird nach einer Saison wieder nach Wien zu den Sabres zurückkehren. Gemeinsam haben Österreichs Topscorerin, die Wienerin Denise Altmann, sowie die aus Zell am See stammende Anna Meixner bei der Heim-WM in Graz als Nummer elf der Weltrangliste ein Ziel: „Wir spielen, um aufzusteigen.“

Top-Favorit ist aber Japan (Platz 7 in der Weltrangliste). Auch Dänemark (10) liegt noch vor Österreich, Frankreich (12), Norwegen (13) und Ungarn (17) dahinter: „Ein Favorit muss sich ja nicht immer durchsetzen“, sagen Altmann und Meixner recht selbstbewusst. Die verpatzte Olympiaqualifikation vor eineinhalb Monaten in Japan mit den Niederlagen gegen Japan (1:6), Deutschland (1:4) und Frankreich (1:3) konnte den Tatendrang nicht bremsen, eher das Gegenteil. Mit Österreich in die Top Division aufsteigen, dieses Ziel verbindet.

Mit dem Namen Altmann wird in der Eishockeyszene auch ihr Bruder Mario, der momentan verletzte Teamverteidiger in Diensten der Linzer Black Wings, assoziiert. Wenn er mitunter ein Tor erzielt, gratuliert sie ihm aus Schweden via SMS. Als sie den um ein Jahr älteren Bruder Eishockey spielen sah, hatte sie den Wunsch, es ihm nachzumachen und ließ sich davon nicht abbringen. So begann ihre Karriere mit fünf, diese dauert nun schon 24 Jahre lang. Inzwischen nach drei Saisonen bei den Sabres in Wien seit zehn Jahren bei Linköping, zwei Stunden südlich der Hauptstadt Stockholm. Sie hat sich dort sozusagen ein Leben aufgebaut, beherrscht die Sprache perfekt, studierte Pflegewissenschaften, arbeitet als Krankenschwester, wodurch sie oft die erste Ansprechstation für ihre Mitspielerinnen im Team ist, wenn es Wehwehchen gibt: „Aber meistens kann ich ihnen eh´ nicht helfen“, behauptet sie mit einem Lächeln. Ihr taugt das Eishockeyumfeld in Schweden: Viermal Eistraining die Woche, jeden Tag Trockentraining, das entsprechende Medienecho, guter Besuch der Spiele, allein 36 im Grunddurchgang. Abgesehen von der Olympiaqualifikation lief es auch bei Linköping nicht wie erhofft: Nicht im Meisterschaftsfinale wie die Saisonen zuvor. Da konnte sie auch der dritte Platz in der Scorerliste nicht trösten. Da hat sie schon andere Highlights in Linköping hinter sich: 2013/14 und 2014/14 Meister, beim zweiten Titel in der „Riksserien“ erzielte sie die meisten Tore (43), hatte die meisten Assists (43) und damit die meisten Scorerpunkte (67). Auf so viele kam in Schweden bis heute keine andere ausländische Spielerin. Dazu hatte sie in dieser Saison auch die beste Plus/Minus-Bilanz (+ 49). 2015/16 wurde Linköping Vizemeister, die Österreicherin erzielte die meisten Tore im Play-off (7).

Graz soll für beide „Schwedinnen“ das Saison-Highlight werden. Meixner kehrt trotz Platz zwei mit Jonköping wieder nach Wien zurück: „Denise wird wahrscheinlich immer in Schweden bleiben“, vermutet sie, „mir macht in Wien alles mehr Spaß“, sagt sie mit ihren 22 Jahren. Mehr als in der Stadt zwischen Stockholm und Göteborg. Obwohl sie die Liga für „ziemlich gut“ fand, sich so ein öffentliches Echo auch in Österreich wünschen würde. Nebenbei jobbt sie in einem Fitnesscenter als Personal Coach. Auch das findet sie sehr cool. Das wäre es für Anna auch, sollte das Zuschauerinteresse in Graz bei ihrer ersten Heim-WM schwedische Dimensionen erreichen. Mindestens 2000 möchte sie in der Halle sehen. Altmanns Eltern werden die Daumen drücken, Bruder Mario kommt auch vielleicht. Altmann kann sich noch auf ihre erste WM in Graz 2009, das war ihre damals schon vierte, erinnern: „Damals waren wir der Aufsteiger. Nur nicht absteigen, hieß die Devise. Jetzt ist das Ziel zum Glück schon ein anderes“. Eine Medaille soll es bei ihrer zwölften WM auf jeden Fall werden.


Quelle:red/ÖEHV