2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
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BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

img_4240.jpg MKL / eishockeybilder.com

Interview: Martin Kogler über Österreichs Dameneishockey



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Dienstag, 23.Oktober 2012 - 12:01 - Im Rahmen des Erstrundenturniers des EWCC in Wien konnte HF.at mit Martin Kogler, einem der Hauptverantwortlichen im österreichischen Dameneishockey, ein kurzes Gespräch über die Nationalteams und aktuelle Situation in der EWHL führen.

Für das A-Team steht Anfang November die erste Runde der Olympiaqualifikation am Programm, wie laufen die Vorbereitungen, was sind die Erwartungen, wie geht es dann weiter?
Die Vorbereitungen sind voll im Gange (Anmerkung: einige Trainingslager und Freundschaftsspiele hat es schon gegeben). Am ersten Novemberwochenende wird das Team noch zwei Testspiele gegen den deutschen Meister ESC Planegg absolvieren, bevor es dann auf den Weg Richtung Valmiera in Lettland geht. Dort erwarten uns Gastgeber Lettland, Italien und der Aufsteiger in die Div. I-A Dänemark. Lettland wurde bei der letzen WM klar 6:0 besiegt, man muss die Lettinnen, sowie jeden Gegner, trotzdem sehr ernst nehmen. Italien sollte kein Problem darstellen, eine für unser Team etwas ungewohnte Größe stellt Dänemark da. Der Aufstieg sollte in dieser Gruppe aber machbar sein.
Im Dezember tritt unser Team dann in einem 4-Nationenturnier in Poprad an - die Gegnerinnen dort: Slowakei, Frankreich und die A-Nation Tschechien. In weiterer Folge gibt es dann Anfang Jänner ein Testspiel gegen ein kanadisches Team, und am 5.1. und 6.1. daheim gegen die Slowakei.
Vom 7.-10.2. steht dann die entscheidende Olympiaqualirunde,sofern wir uns qualifizieren, am Programm. Wenn alles "planmäßig" nach Weltranglistenposition verläuft sind wir in Poprad gegen Slowakei, Japan und Norwegen dabei. Diese Gruppe dürfte sportlich etwas einfacher sein und wäre uns lieber als die andere Gruppe in Weiden, wo es gegen Deutschland, Tschechien und Kasachsten ginge. Der Grund dafür: Die Slowakei derzeit mit einigen Problemen (Rücktritte), an Japan waren wir zuletzt schon knapp dran, Norwegen hat bei jedem Quali-Turnier immer Probleme gehabt und ist gescheitert. In der anderen Gruppe hat man mit Tschechien und allem voran Deutschland mit dem Heimvorteil zwei extrem starke Gegner.

Wie schaut es mit der Entwicklung im Team aus, z.B. Verteidigerinnen gibt es ja nicht allzu viele in Österreich?
Hier hat sich die sportliche Leitung schon Gedanken gemacht, eine erste Maßnahme wird sein, dass zum Beispiel Esther Kantor von den Sabres im Team in Zukunft in die Verteidigung wechselt (Anmerkung: spielte diese Position jetzt auch teilweise bereits im EWCC im Verein). Man bemüht sich auch ein bis zwei Spielerinnen, die schon lange in Österreich leben und spielen, einzubürgern. Hier sind aber die Amtswege sehr langwierig und diese Sache wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sodass der Zeitpunkt wann es soweit ist nicht vorhergesagt werden kann.

Das U18-Team ist in diversen Freundschaftsspielen zuletzt klar besiegt worden, wie ist da die aktuelle Situation?
Durch den altersbedingten Wegfall der erfolgreichen YOG-Mannschaft, ist es hier zu einem sehr starken Umbruch gekommen. Es spielen Mädels der Jahrgänge 97, 98 und auch 99 mit, welche sogar noch U15 berechtigt wären. Die beiden stärksten Torfrauen waren da auch nicht dabei, daher die leider sehr hohen Niederlagen. Man kann sich bei der heurigen WM Div.I-A auch nicht wie letztes Jahr einen Spitzenplatz erwarten, sondern man muss wahrscheinlich "nach unten" aufpassen.

Das letzte Thema betrifft die EWHL. Hier ist heuer zwischen den Teams schon ein deutlicher Niveauunterschied zu erkennen, was ist hier in Zukunft geplant um einige Mannschaften an die Spitzenteams (Sabres Wien, Pantera Minsk) heranzubringen?
Ich sehe den Niveauunterschied nicht so extrem. Es gibt heuer zwei neue Teams, Bozen und Budapest. Bozen ist nach einigen Jahren wieder dabei, KMH Budapest erstmalig, mit vielen sehr jungen Spielerinnen. Die WE-V Flyers hatten heuer eine Umstrukturierung (Auflösung der Vienna Flyers und Aufnahme des Teams beim WE-V, Anmerk.), Salzburg am Anfang der Saison durch Verletzungen einiges Pech. Es ist wichtig das diese Teams auf Jahre in der Liga bleiben, dadurch werden sich die Mannschaften entwickeln, und das Niveau automatisch steigen. Zusätzlich gibt es den EWHL Supercup, wo u.a. die Spitzenteams aus Planegg (GER), Memmingen (GER) und Zürich (SUI) teilnehmen, welcher aber nur in wenigen Spielen (1x gegeneinander) ausgetragen wird. Das Problem ist, dass die deutschen und Schweizer Teams in ihren Ligen ausgelastet sind, und daher für die regulären EWHL nicht nennen. Reisen in entferntere Regionen kann man den Teams aus finanziellen Gründen klarerweise nicht zumuten.

Das Gespräch führte Christian Benedek