2
 
0

VIC vs.MZA

2
 
1

AVS vs.DEC

2
 
3

VSV vs.ZNO

2
 
3

VIC vs.DEC

3
 
2

RBS vs.KAC

3
 
4

HCB vs.BWL

5
 
4

G99 vs.HCI

2
 
3

MZA vs.AVS

0
 
0

RBS vs.VSV

0
 
0

AVS vs.HCB

0
 
0

DEC vs.VIC

0
 
0

KAC vs.RBS

0
 
0

HCI vs.VIC

0
 
0

BWL vs.MZA

0
 
0

DEC vs.VSV

0
 
0

ZNO vs.G99

Red Angels Innsbruck, Inguna

Österreichs Damen mit Auftaktsensation



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Sonntag, 05.April 2009 - 8:33 - Riesenjubel im österreichischen Lager und Traumstart in die Heim-WM. Österreichs Damen schaffen die große Sensation und schlagen Tschechien völlig unerwartet, aber ebenso völlig verdient mit 4:1.

Nur im Startdrittel haben die Österreicherinnen noch etwas Angst vor ihrer eigenen Courage, die Mädchen aus der Eishockey-Topnation Tschechien zeigen auch von der ersten Minute an enormes stocktechnisches und eisläuferisches Können. Doch bald hat sich die ÖEHV-Abwehr auf die quirligen generischen Stürmerinnen eingestellt, gestützt auch auf den sicheren Rückhalt der Torfrau Nina Geyer. Trotzdem fällt in der 15. Minute durch die auffälligste Spielerin der Tschechinnen, Katerina Mrazova, das 1:0 für die Favoritinnen.

Gute Abwehrarbeit
Die Gastgeberinnen lassen sich aber durch das Gegentor nicht aus Ruhe bringen, bleiben ihren taktischen Konzept treu. Spielen in der Abwehr noch disziplinierter und nach dem nicht unverdienten Ausgleich von Esther Kantor (aus einem Break und einem scharfen Schuss ins linke untere Eck in Minute 26) bekommen die Außenseiter plötzlich Oberwasser. Die Mannschaft greift immer mutiger an, immer mehr Kombinationen gelingen, schließlich hat das Heimteam eine klare Überlegenheit im Spiel.

Aus einem Überzahlspiel (Elena Polenska sitz auf der Strafbank) fällt dann der Führungstreffer, vorausgegangen ist ein druckvolles, taktisch ausgeklügeltes Powerplay, das Eva Schwärzler (39.Minute) souverän abschließt.

Abgebrühter Schlussabschnitt
Im letzten Drittel versucht zwar der haushohe Favorit Tschechien den Druck zu erhöhen. Aber je verzweifelter die Angriffe werden, desto ruhiger, desto sicherer wird die Abwehr der Österreicherinnen. Überragend im Tor, in ihrem Heimländerspiel, die Grazerin Nina Geyer, unüberwindbar und nervenstark. Sie wird auch zur besten ÖEHV-Spielerin des Abends gewählt.

Die Vorentscheidung fällt aus einem Konterangriff durch Esther Kantor (ihr 2. Tor ) in der 53.Minute. Jetzt erreicht die Stimmung der rund 1000 Fans in der Halle ihren Höhepunkt. In den letzten Minuten setzen die Tschechinnen alles auf eine Karte, nehmen die Torfrau heraus und kassieren noch das „Empty Net-Goal“ zum 4:1, 37 Sekunden vor dem Ende durch Belinda Strer.

Glückliche Österreicherinnen Esther Kantor: "Nach dieser Sensation fühlen wir uns überglücklich. Wir haben gekämpft und unser Bestes gegeben. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Selbstverständlich war es auch ein kleiner Heimvorteil. Die Fans haben uns sehr unterstützt und wir hätten uns nie so eine super Atmosphäre erwartet. Eine sehr gute Vorbereitung hat sich jetzt bezahlt gemacht. Der Trainer hat mit unserem Team an vielen Dingen gearbeitet, wo noch Aufholbedarf war!"

Eva Schwärzler: "Das Team hat super zusammen gearbeitet und man hat das Teamfeeling gemerkt. Wir haben auch nie ans Aufgeben gedacht. Dank unserem Trainer hat die Disziplin gestimmt, er war der Hauptverantwortliche für unseren super Zusammenhalt und Kollektiv. Die Tschechinnen haben uns vermutlich ein wenig unterschätzt und uns als kleines Eishockeyland möglicherweise abgestempelt. Je länger das Spiel gedauert hat, umso mehr sind wir aufgeblüht. Der Zusammenhalt hat uns stärker gemacht. Jedes Spiel ist ein neuer Abschnitt und wie es aussieht, kann hier jeder jeden besiegen. Wir müssen ganz nach unserem Motto – Step by Step – also Schritt fuer Schritt gehen. Wir werden hart weiter arbeiten und uns von der besten Seite präsentieren!"

Nina Geyer: "Aus unserer Sicht war es ein sehr gutes Match, wir haben 100 Prozent gegeben und ich hoffe, dass dadurch das Dameneishockey in Österreich populärer geworden ist. Wir haben bereits in der EWHL gegen Prag gespielt – also diverse Erfahrungen gesammelt, aber man kann es nicht mit dem Nationalteam vergleichen. Ich hab eine kleine Aufwärmphase gebraucht, aber dann habe ich mich richtig sicher gefühlt, die gesamte Mannschaft ist von Zeit zu Zeit besser geworden!"

Miro Berek: "Es ist eine Sensation, weil Tschechien viel mehr Erfahrung, viel länger Damen-Eishockey schon betreibt. Aber ich habe an meine Mannschaft geglaubt, weil wir uns gewissenhaft auf dieses Turnier vorbereitet haben, letztlich haben sich meine Erwartungen jedoch um ein Vielfaches übertroffen, ich bin sehr stolz auf die Mädchen. Unglaubliche taktische Disziplin, das war unser Trumpf, ich habe gewusst, nur mit ganz enger Deckung, Positionsspiel geht was. Nur am Anfang hat das nicht gut geklappt, dann ist es immer besser geworden. Ich bin begeistert vom Einsatz, Einstellung und der Begeisterung aller Spielerinnen, von der ersten Stürmerin bis zur Torfrau!"