2
 
5

DEC vs.VIC

3
 
2

AVS vs.G99

4
 
1

KAC vs.MZA

4
 
1

HCI vs.DEC

0
 
1

VIC vs.AVS

2
 
3

HCB vs.RBS

5
 
2

G99 vs.VSV

2
 
3

BWL vs.KAC

0
 
0

G99 vs.VIC

0
 
0

MZA vs.RBS

0
 
0

ZNO vs.VSV

0
 
0

VSV vs.AVS

0
 
0

RBS vs.G99

0
 
0

HCB vs.HCI

0
 
0

DEC vs.BWL

0
 
0

VIC vs.ZNO

  

Daniel Oberkofler (EHC Liwest Black Wings Linz) und Maks Selan (HDD Olimpija Ljubljana), EHC Liwest Black Wings Linz vs HDD Olimpija Ljubljana BWL Reinhard Eisenbauer

Linz kommt gegen Laibach mit blauem Auge davon



Teilen auf facebook


Dienstag, 22.November 2016 - 21:43 - Alles war auf ein Schützenfest eingestellt, nur Olimpija Ljubljana nicht, als die Slowenen heute in Linz zu Gast waren. Die Drachen zeigten sich gegen die Black Wings bissig und erkämpften sich ein 3:3 nach regulärer Spielzeit. Erst in der Verlängerung setzten sich dann die Stahlstädter mit 4:3 durch und holten den Zusatzpunkt.

Auf den Tag genau ein Jahr nachdem die Black Wings die Drachen aus Laibach mit einer 10:0 Packung aus der Halle geschossen hatten, waren die Slowenen an der Unteren Donaulände im Einsatz. Sehr deutlich war die Ausgangsposition vauch or diesem Match: die Black Wings gingen als haushoher Favorit in das Duell mit EBEL Schlusslicht Ljubljana. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Linzer Torhüter Mike Ouzas eine Pause gönnten und Florian Janny ins Tor stellen, darüber hinaus mit Stefan Gaffal einen krankheitsbedingten kuzrfristigen Ausfall zu verzeichnen hatten.

Dennoch kam es überraschend, dass Olimpija Ljubljana von Beginn weg frech mitspielte und sich nach vorne orientierte. Die Linzer zwar in ihrem Aufbauspiel deutlich strukturierter, die Slowenen aber immer wieder sehr gefährlich in ihren Kontern. Florian Janny hatte in der Anfangsphase sogar die schwereren Schüsse zu parieren, ehe die Black Wings dann doch ernst machten. Broda und DAversa verzogen ihre Versuche noch, dann aber hatten die Oberösterreicher gleich zwei Mann mehr am Eis und nützten das eiskalt aus. Dan DaSilva wurde am langen Eck frei gespielt und hatte überhaupt keine Mühe, die Scheibe ins Netz zu bugsieren. Der Favorit war damit zwar vorne, aber es kam nicht mehr viel nach. Jeff Frazee bekam zwar einige Schüsse zu parieren, wirklich druckvoll war das nicht mehr.

Stattdessen musste Erik Kirschläger auf die Strafbank und Raphael Bussieres überwand in der 15. Minute Florian Janny zum überraschenden 1:1 für Ljubljana. Die Drachen blieben auch danach gefährlich, hatten in der 18. Minute sogar mittels Blue Liner eine sehr gute Möglichkeit auf die Führung. Die Stahlstädter waren im Spiel nach vorne sehr nachlässig und ließen den Zug zum Tor vermissen, während man hinten die bekannten Fehler zeigte. Ljubljana konnte mit dem Teilerfolg eines 1:1 nach dem ersten Drittel in die Pause gehen. Und dieses überraschende Bild setzte sich im Mitteldrittel fort. Schon nach wenigen Sekunden vergaben die Slowenen ein 2 gegen 1 Break und verschossen diese Riesenchance auf die Führung in Linz.

Ansonsten baute man weiterhin auf eine massiv stehende Abwehr, stellte fünf Mann vors eigene Tor und versuchte dann über schnelle Gegenstöße zum Erfolg zu kommen. Das behagte den Linzern ganz und gar nicht und bes brauchte erneut ein Power Play, um den Tabellendritten in Führung zu bringen. Wieder war Dan DaSilva am Ende zur Stelle und staubte in der 26. Minute zum 2:1 für die Hausherren ab. Beinahe schien e es so, als ob diese nun das Kommando übernehmen würden. Philipp Lukas verlängerte am Tor vorbei, DaSilva schloss ein Solo zu zentral ab. Das dritte Tor hing in der Luft, stattdessen griff aber Florian Janny in der 31. Minute daneben und Chris Langkow bejubelte das 2:2. Wieder wankten die Oberösterreicher, Ljubljana vergab den nächsten Sitzer und wirkte in seinen Offensivbemühungen deutlich zielstrebiger. Komplizierter und fast schon überheblich agierten die Stahlstädter, die in der 34. Minute so lange vor dem Tor kombinierten, bis dann doch ein Slowene dazwischen ging. Es blieb nach 40 Minuten beim 2:2, wobei die Laibacher sogar die eindeutigeren Chancen vergeben hatten.

Optisch waren die Linzer zwar überlegen gewesen, vor dem letzten Drittel mussten sie sich aber etwas einfallen lassen. Aber es blieb dabei, man musste sich die Augen reiben, was da am Eis passierte. Die Linzer leisteten sich Fehler um Fehler, kassierten zu Beginn des letzten Drittels insgesamt 6 Minuten Strafen und ließen so nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch Kraft liegen. Der Tabellenletzte aus Laibach nützte zwar vier Minuten Power Play am Stück nicht, zeigte aber weiterhin einfaches Hockey mit Herz und Einsatz. Genau das fehlte den Oberösterreichern, die jetzt aber das Tempo anzogen und mit starkem Forechecking für Druck sorgten. Dan DaSilva scheiterte in der 49. Minute ganz alleine vor dem Tor stehend an einer Großtat von Jeff Frazee, der dann auch noch einen guten Schuss von Daniel Oberkofler abwehrte. Diese gute Phase machten sich die Stahlstädter dann selbst kaputt und leisteten sich die nächste Strafzeit. Olimpija konnte zwar weiterhin kein wirklich gefährliches Power Play aufziehen, näherte sich aber mit Riesenschritten einem Punktgewinn in Linz. Das gab den Slowenen Kraft, sie kämpften weiterhin um jede Scheibe und zeigten großen Einsatz. Und sie hatten Jeff Frazee, der über sich hinaus wuchs und in der 56. Minute den nächsten Big Save aus dem Ärmel schüttelte.

Doch die Linzer machten weiterhin Druck und kamen in der 56. Minute zur dritten Führung in dieser Partie. Rick Schofield zimmerte die Scheibe mit allem Frust, den er hatte, ins kurze Kreuzeck. Das Match schien für die Linzer zu laufen, hätte da nicht Florian Janny in der 59. Minute ein Loch im kurzen Eck offen gelassen. Das nützte Ljubljana durch Maks Selan und traf zum 3:3 Ausgleich. Das brachte den Drachen ais Laibach einen völlig unerwarteten Punktgewinn in Linz und die Black Wings sollten gewarnt sein. Immerhin hatten die Slowenen zuletzt schon Graz und Fehervar nach Extraschichten geschlagen.

Das sollte sich nicht wiederholen, denn auch wenn Olimpija einige gefährliche Aktionen zeigte, es waren die Hausherren, die jetzt den Ton angaben und die deutlich besseren Chancen auf die Entscheidung hatten. Dennoch brauchten sie bis zur 66. Minute, um Jeff Frazee, den besten Mann am heutigen Tag, ein viertes Mal zu bezwingen. Joel Broda machte den Siegtreffer und rettete Linz den zweiten Punkt.

LIWEST Black Wings – Olimpija Ljubljana 4:3 n.V. (1:1, 1:1, 1:1, 1:0)
Tore: 1:0 DaSilva (9./PP2), 1:1 Bussieres (15./PP), 2:1 DaSilva (26./PP), 2:2 Langkow (32.), 3:2 Schofield (56.), 3:3 Selan (59.), 4:3 Broda (66.).

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
Liwest Black Wings Linz
HDD Olimpija Ljubljana


Quelle:red/Kf