Brian Lebler, Linz und Brett Carson, Vienna, EHC Liwest Black Wings Linz vs  UPC Vienna Capitals, 5. SF Reinhard Eisenbauer

Finale! Rotter schießt Capitals ins Duell gegen Salzburg



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Dienstag, 31.März 2015 - 20:27 - Das Finale der Erste Bank Eishockey Liga 2014/15 heißt Red Bull Salzburg gegen Vienna Capitals. Die Wiener setzten sich im fünften Halbfinale bei den Black Wings Linz mit 2:1 nach Verlängerung durch und beendeten damit die Serie mit 4:1 Siegen. Linz ist im Urlaub, die Wiener bekommen es im Finale mit dem großen Favoriten aus Salzburg zu tun.

Spiel Nummer 5 und die Black Wings standen mit dem Rücken zur Wand. Nur ein Sieg konnte ihre Saison noch verlängern, während die Vienna Capitals noch genau diesen einen Sieg vom Finale entfernt standen. Die verzweifelten Linzer begannen wie zu erwarten mit einem Sturmlauf und ersten Torchancen. Allerdings hatten die Vienna Capitals das erste Power Play der Partie, das sich schnell zu einem 5 gegen 3 entwickelte. Die Wiener sahen sich aber beherzt kämpfenden Hausherren gegenüber, die sich in alles warfen, was von den Gästen kam.

Der Lohn dafür wurde den Linzern in der 6. Minute präsentiert, als sie nämlich selbst mit einem Mann mehr am Eis standen. Nachdem Sebastien Piche viel Übersicht bewiesen hatte konnte Jason Ulmer am langen Eck unbedrängt verwerten und traf zum 1:0. Die erste Führung der Oberösterreicher in dieser Serie und das Ende eines langen Negativlaufs, in dem man immer in Rückstand geraten war. Und die Stahlstädter versuchten sofort nachzulegen. Matt Zaba wurde in diesem ersten Drittel mit vielen Schüssen eingedeckt, konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren. Einzig der letzte Nachdruck fehlte der Mannschaft von Rob Daum, die dieses knappe 1:0 in die Pause mitzunehmen schienen.

Später Ausgleich der Capitals
Aber dann schlugen die Vienna Capitals zu. Vor dem Linzer Tor wurde zu wenig konsequent verteidigt, die Wiener hatten immer einen Schläger dran und letzten Endes war es wieder einmal Kris Focault, der 1,6 Sekunden vor der Sirene zum glücklichen 1:1 für die Gäste ausglich. Ein Tor, das den Hauptstädtern Schwung in den zweiten Abschnitt mitgab. Die Boni-Schützlinge begannen stark und hatten durch Foucault auch die nächste Möglichkeit. Nach überstandener Unterzahl konnten die Black Wings aber das Ruder wieder an sich reißen und zeigten ihrerseits gute Aktionen.

Insgesamt blieben aber die Gäste in dieser Phase die tonangebende Mannschaft - und sie gingen in der 30. Minute auch in Führung. Zumindest glaubten sie das, denn als Robert Lukas auf der Strafbank Platz genommen hatte ging die Scheibe ins Netz hinter Mike Ouzas. Der Jubel der Hauptstädter wurde aber unterbrochen, denn Rob Daum forderte den Videobeweis - und bekam Recht. Das Tor war schon zuvor aus der Verankerung und daher entschieden die Schiedsrichter gemäß den EBEL Durchführungsbestimmungen korrekt.

Zitterpartie geht in die Verlängerung
Beinahe hätte Andreas Nödl das Tor rasch nachgeholt, schoss aber mit einem Onetimer knapp am langen Eck vorbei. Im direkten Gegenzug war es Jason Ulmer, der plötzlich alleine vor dem Wiener Tor stand, die Scheibe aber ebenfalls vorbei zirkelte. Es folgte viel Druck durch die Vienna Capitals, die in der 38. Minute erneut an der Führung anklopften. Nachdem Foucault noch verpasst hatte, war Andreas Nödl auf der anderen Seite des Tores zur Stelle und versuchte die Scheibe schnell über die Linie zu stopfen. Doch Mike Ouzas hechtete sich Richtung Nödl und rettete im letzten Moment.

Dieses Mal waren es die Linzer, die glücklich sein konnten, dass es nach diesem Abschnitt noch unentschieden stand. Es kündigte sich ein spannendes letztes Drittel an und beide Mannschaften taten das ihre dazu, dass es auch so wurde. Die Linzer begannen mit mehr Schwung und fanden durch Dorion die Möglichkeit zur Führung vor, der Verteidiger verzog allerdings. Auch wenn die Gastgeber optisch den Ton angaben, die Vienna Capitals blieben immer gefährlich, sie mussten auch nicht so viel für das Match tun. Ihnen reichte ein Gegenstoß...

Und der wäre beinahe geglückt, als 28 Sekunden vor dem Ende Kris Foucault von den Oberösterreichern alleine stehend vor dem Tor vergessen wurde. Aber der Wiener Stürmer ließ diese Chance liegen und das Match ging in die Verlängerung. In dieser begannen die Gäste mit deutlich mehr Druck und klopften vorsichtig am Siegtor an. Die Linzer bäumten sich zwar auf, aber es fehlte die Energie und es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Entscheidung fiel.

Diese führte schließlich Rafael Rotter herbei! Der Stürmer traf in der 68. Minute zum 2:1 für die Vienna Capitals, die damit im Finale der Erste Bank Eishockey Liga stehen. Dort treffen sie ab dem 7. April auf Red Bull Salzburg.

LIWEST Black Wings Linz - UPC Vienna Capitals 1:2 OT (1:1, 0:0, 0:0, 0:1)
Tore: 1:0 Ulmer (6./PP), 1:1 Foucault (20.), 1:2 Rotter (68.).


passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga
Vienna Capitals
Liwest Black Wings Linz


Quelle:red/kf