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Österreich verliert zum Abschluss gegen B-Weltmeister Slowenien



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Samstag, 21.April 2012 - 22:15 - Österreich musste sich bei der B WM in Ljubljana mit Silber begnügen. Im letzten Match des Turniers unterlag das Team von Manny Viveiros gegen die Gastgeber mit 2:3 geschlagen geben und kassierten ihre zweite Niederlage. Slowenien hingegen blieb im Turnierverlauf ohne Punktverlust und holte sich in souveräner Art und Weise Gold.


Im letzten Spiel der B WM in Ljubljana ging es zwischen Österreich und Slowenien um den Turniersieg, den Aufstieg hatten beide Mannschaften bereits am Donnerstag geschafft. ÖEHV Teamtrainer Manny Viveiros nützte diese Chance und brachte im fünften und letzten WM Match erstmals Fabian Weinhandl im Tor. Das Spiel selbst war bereits seit über einer Woche ausverkauft und damit passte auch der Rahmen für dieses echte Finale der B WM .

Die Gastgeber scheinen sich von der Kulisse beflügeln zu lassen, denn Slowenien startete ungemein stark und drückte vom ersten Bully weg auf die Führung. In einer flotten und offensiv geführten Partie war es Fabian Weinhandl, der verstärkt im Mittelpunkt stand. Die erste echte Torchance für das Team Austria hatte in der sechsten Minute, als Herburger plötzlich über rechts ganz alleine aufs Tor zog. Robert Kristan war aber mit dem Stock zur Stelle, ebenso wie wenig später gegen NHL Star Michael Grabner. Insgesamt lieferten sich die beiden Mannschaften ein ausgeglichenes Duell, in dem aber viele Schüsse nicht den Weg zum Tor fanden. Nach 20 Minuten hieß es 0:0 und somit mussten die fast 10.000 Fans in der Arena Stozice weiterhin Geduld beweisen.

Der Leerlauf setzte sich auch im Mitteldrittel fort. Vor allem das ÖEHV Team brachte kaum Schüsse auf das gegnerische Tor – wenn, dann waren diese aber brandgefährlich. In der 24. Minute wurde ein Welser Querpass an die Stange abgefälscht und der Adressat des Anspiels, Gregor Baumgartner, wischte über die Scheibe. Besser machten es da schon die Hausherren, die nach einem Abwehrfehler in der 25. Minute durch Andrej Hebar in Führung gingen. Damit war die Torsperre in dieser Partie beendet und die Fans der Slowenen machten die Eisarena zum Tollhaus. Doch das änderte sich nur wenig später, als Gregor Baumgartner einen Konter über rechts fuhr und den Abschluss suchte. Kristan wehrte diesen Schuss zwar ab, Gerhard Unterluggauer traf aber im Nachschuss und glich das Match aus.

Aber Österreich konnte sich über diesen Treffer nicht lange freuen, denn nur 22 Sekunden später antwortete Routinier Marcel Rodman mit der zweitmaligen Führung für die Hausherren, die sich allerdings wenig später erstmals in Unterzahl wieder fanden. Das wiederum nützten die ÖEHV Schützlinge zum Ausgleich: Thomas Raffl versenkte einen Handgelenksschuss in der 29. Minute zum 2:2! Vier Tore in vier Minuten – das was im ersten Drittel noch gefehlt hatte, fiel nun im berühmten Minutentakt. Doch damit war diese trefferreiche Phase zu Ende und es waren die Special Teams gefragt. Wieder so eine Disziplin, welche Slowenien besser und effizienter beherrschte. Ales Kranjc traf kurz vor der zweiten Pause zum 3:2 und die Hausherren gingen zum dritten Mal in diesem Drittel in Führung.

Diese nahmen die Gastgeber auch in den letzten Abschnitt mit. Auch in diesem blieb dieses Match sehr offensiv ausgerichtet, wobei die Österreicher die ersten gefährlichen Szenen zeigten. Welser in der 43. und Raffl in der 45. Minute vergaben aber ganz knapp den Ausgleich. Wenige Sekunden nach dieser letzten Chance musste auch Weinhandl wieder in höchster Not eingreifen, rettete in einem offenen Schlagabtausch mit dem Kopf. Das Team Austria wirkte zwar bemüht, im Spielaufbau aber zu ungenau und fehleranfällig. So war es für Slowenien alles andere als schwierig, dieses knappe Ergebnis bis zur Schlussphase zu verteidigen. Und obwohl das Team Austria noch einmal alles nach vorne warf blieb es beim knappen, aber durchaus verdienten Erfolg für Slowenien, das damit ohne Punkteverlust Gold beim Heimturnier holte!



Österreich muss sich mit Silber zufrieden geben und wird bei der WM 2013 in Schweden und Finnland in der Helsinki-Gruppe an den Start geben. Am Ende verlor das ÖEHV Team zwei von fünf Spielen, schaffte aber den Aufstieg relativ souverän – und das mit einer verjüngten Mannschaft, die allerdings auch viele Hausaufgaben für die kommenden gut 12 Monate mit nach Hause gab.

„Es war sicher ein großartiges letztes Spiel für die Zuschauer. Auch wenn wir verloren haben, haben wir unser Ziel erreicht. Für das nächste Jahr ist sicher eine Steigerung drinnen, denn wir wollen eine A-Nation bleiben“, meinte Kapitän Thomas Koch. Die beiden österreichischen Spieler Matthias Trattnig und Manuel Latusa wurden ins All-Star-Team dieser Weltmeisterschaft gewählt, zudem wurden sie zum besten Verteidiger bzw. besten Stürmer des Turniers ernannt.

Österreich - Slowenien 2:3 (0:0, 2:3, 0:0)
Tore:
24:07 0:1 Hebar Andrej Pajic Rok)
25:46 1:1 Unterluggauer Gerhard Baumgartner Gregor Schumnig Martin)
26:08 1:2 Rodman Marcel Music Ales Rodman David)
28:09 2:2 Raffl Thomas Hundertpfund Thomas) - PP
37:10 2:3 Kranjc Ales Rodman David) - PP
Schüsse: 25:28
Strafen: 6:22

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nhl.com






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