JES06, Logo Brustfoto Eisenbauer.com

Tiefrote Zahlen beim HK Jesenice



Teilen auf facebook


Donnerstag, 04.Juni 2009 - 16:38 - Wie lange wird der HK Jesenice noch in der EBEL spielen? Diese Frage darf man sich nach einer Pressekonferenz der Oberkrainer stellen, in der erstmals die Karten offen auf den Tisch gelegt wurden. Der Verein ist schwer verschuldet.

Nach Olimpija Laibach hat sich auch der zweite slowenische Verein in der EBEL der Presse gestellt und dabei über die in den letzten Wochen oft diskutierten finanziellen Probleme Auskunft gegeben. Dabei gab es wenig erfreuliche Nachrichten eines der beliebtesten Teams der Liga.

Sanierungsfall HKJ
1,6 Millionen Euro - so hoch soll der Schuldenstand beim HK Jesenice nach dem Ablauf der letzten Saison sein. Diesen Berg will man nun nach und nach abbauen und hat einen Sanierungsplan für die nächsten 4 bis 6 Jahre aufgestellt.

Grundsätzlich hatte man in den letzten Wochen auch den Verbleib in der EBEL in Frage gestellt, wird nach den letzten Meldungen aus Jesenice aber zumindest in der kommenden Saison an der internationalen Liga teilnehmen.

Um das überhaupt zu können wird es aber tiefer Einschnitte bedürfen. Der erste Schritt wurde bereits getan, indem man sich von den teuersten Spielern des Kaders getrennt hat. Zudem wird das Spielerbudget für die neue Saison auf 700.000 Euro reduziert und die noch im Kader befindlichen Spieler um ihr Verständnis gebeten. Die Gehälter bei Jesenice werden um 30% bis 40% reduziert, man plant verstärkt mit jüngeren Spielern, alte Cracks sollen nur noch wenige in Jesenice zu sehen sein.

Die Talsohle der Krise beim HK Jesenice will man mit der abgelaufenen Saison erreicht haben, jetzt hofft man darauf, dass es bergauf geht. In der EBEL wird man wohl mit diesem Hintergrund nur noch eine Rolle in der zweiten Tabellehälfte spielen, im Vordergrund stehen in der mittelfristigen Zukunft Sanierungsgedanken.

passende Links:

Erste Bank Eishockey Liga