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Schock in der EBEL! Laibach vor der Pleite?



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Montag, 28.Dezember 2009 - 22:07 - Travis Brigley war der erste Spieler, der die Notbremse gezogen hat - nun dürfte in Laibach eine Abwanderungswelle bevorstehen. Die Slowenen haben schwere finanzielle Probleme und ihren teuren Spielern bereits nahe gelegt, sich neue Vereine zu suchen.

Sportlich hinkt Olimpija weiterhin hinter den Play Off Rängen hinterher und droht nun auch noch gegenüber dem aufholendenen Lokalrivalen aus Jesenice zurück zu fallen. Doch nicht nur am Eis, sondern auch Abseits gibt es aus Laibach beunruhigende Nachrichten.

Wie die "Kleine Zeitung" am Dienstag berichtet und von HF.at bereits letzte Woche angedeutet, hat Olimpija sehr schwere finanzielle Probleme. So schwer, dass der Großteil der Spieler seit längerer Zeit auf die Gehälter warten soll. Daher hat der Club den Spielern bereits ein Angebot gemacht: wenn sie auf das ausstehende und restliche Gehalt verzichten, können sie sich sofort neue Vereine suchen. Lediglich Frank Banham und Kevin Mitchell dürften derzeit normal bezahlt werden - sie sind von dem genannten Offert Laibachs ausgenommen.

Die Legionäre können sich somit in Europa noch vor der IIHF Transferfrist nach neuen Arbeitgebern umsehen, während vor allem die slowenischen Spieler weiterhin um ihr Geld bangen müssen. Laut "Kleiner Zeitung" sollen mehrere Monatsgehälter ausständig sein...

Olimpija bestreitet die Probleme nicht und versucht die Hauptschuld auf nicht eingehaltene Sponsorenzusagen zu schieben. Dennoch ist bereits seit längerem bekannt, dass bei den Slowenen zu hohe Gagen gezahlt werden und damit Toplegionäre angelockt werden sollten. Unvergessen das Buhlen Olimpijas im vergangenen Sommer um den Linzer Torhüter Alex Westlund, den man sogar aus dem Vertrag kaufen wollte. Hohe Gehälter, ausbleibende Sponsorengelder, sportlicher Misserfolg und damit auch immer weniger Zuschauer - die Spirale hat sich beim EBEL Vizemeister 2008 langsam zu drehen begonnen und nimmt nun offenbar so richtig Fahrt auf.

Trotz aller Probleme will Laibach auch im nächsten Jahr an der EBEL teilnehmen und hat sich offenbar ein Beispiel an Jesenice genommen. "Ein Ausstieg wäre das Ende für Laibachs Eishockey. Wenn es sein muss, spielen wir mit einer billigeren Truppe", so der Pressesprecher der Slowenen, Tomaz Langerholz.

Keine beruhigenden Nachrichten also vor dem Jahreswechsel für die EBEL. Besser sieht es hingegen beim bisherigen Sorgenkind Jesenice aus. Sportlich geht es steil bergauf, wirtschaftlich scheint man ebenfalls auf einem besseren Weg zu sein, als noch vor wenigen Monaten befürchtet.

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